[15.11.2018 | Kein Kommentar]

Erstmals fördert das Land Schleswig-Holstein Investitionen in der freien Kunst- und Kulturszene.

Auf Initiative der Grünen wurde diese Förderung im Jamaika-Koalitionsvertrag vereinbart. Für die erste Förderperiode wurden jetzt insgesamt 262.000 Euro zur Verfügung gestellt von denen 22 Einrichtungen im ganzen Land profitieren. Dazu erklärt der Steinburger Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Neben den großen Theaterbühnen und Opernhäusern, den Kunsthallen und Konzertsälen bietet die freie Szene eine riesige Vielfalt an künstlerischem Schaffen und kultureller Bildung. Freie Theater, soziokulturelle Zentren, Musikprojekte für jedermann führen mit ihren kreativen Angeboten viele Menschen zusammen. Sie machen Spaß, hinterfragen kritisch vermeintlich Alternativloses und öffnen den Blick auf die Welt. Das ist Kunst und das kann auf keinen Fall weg!

Reich wird man davon nicht. Im Gegenteil: die Kulturschaffende arbeiten mit viel Idealismus für wenig Geld. Deshalb ist es gut, dass wir die freie Szene erstmals mit einem Investitionsprogramm finanziell unterstützen. Ich freue mich sehr, dass auch ein Kulturprojekt aus dem Kreis Steinburg davon profitiert: VHS Krempe e. V. (Laienspielgruppe „De Kremper Bohlenbögers“)/Krempe .

Auch 2019 setzen wir das Programm fort. Investitionen zwischen 3.000 und 50.000 Euro werden mit bis zu 75 Prozent Landesgeld gefördert. Bewerben kann man sich bis zum 30. April 2019 beim Bildungsministerium in Kiel.

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[15.11.2018 | Kein Kommentar]

Schulgeldfreiheit jetzt!

Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein hat beschlossen, dass die Ausbildung in Gesundheitsfachberufen kostenfrei ist. Dazu sagt der Landtagsabgeordnete der GRÜNEN Bernd Voß aus dem Kreis Steinburg:

Wir Grüne freuen uns: Jamaika stellt die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen kostenfrei! Ab dem ersten Januar muss in Schleswig-Holstein niemand in diesen Ausbildungsberufen mehr drauf zahlen. Das ist die beste Investition in unsere Zukunft und ein Meilenstein für die Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein. CDU, FDP und Grüne investieren ab 2019 3,3 Millionen Euro jährlich in die schulgeldfreien Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen und sorgen für mehr Bildungsgerechtigkeit.

Die Berufsverbände sind für die Schulgeldfreiheit auf die Straße gegangen. Der Landtag hat sich in schriftlicher und mündlicher Anhörung ausführlich mit der Sachlage befasst. Das Ergebnis könnte eindeutiger nicht sein. Die Schulgeldfreiheit muss kommen. Jamaika setzt es um.

Es ist nicht akzeptabel, dass Auszubildende in den Gesundheitsfachberufen 400 Euro im Monat, bis zu 15.000 Euro in drei Jahren, für die Ausbildung in einem Mangelberuf zahlen müssen. Wir ändern das. Wir brauchen motivierte und engagierte Menschen in jedem dieser Berufe. In der Pflege und in der Physiotherapie, in der Logo- und der Ergotherapie.

Die gesundheitlichen Therapien haben einen nachweislichen Nutzen. Menschen die in diesen Berufen tätig sind, helfen, ein gesundes Leben zu führen. Sie sorgen dafür, dass Patient*innen sich besser fühlen, Schmerzen und Beeinträchtigungen verschwinden, Erkrankungen geheilt oder gelindert werden. Das ist im Privaten und im Arbeitsleben wichtig und zentral für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Das rechnet sich für den Einzelnen und für Alle.

Wir brauchen junge Menschen, die aus Überzeugung einen der Gesundheitsfachberufe ergreifen. Es dürfen ihnen keine unnötigen Hindernisse in den Weg gelegt werden. Wir säen heute, damit wir morgen und übermorgen ernten können. Wir brauchen jeden engagierten Mann und jede motivierte Frau, die eine Ausbildung in einem der spannenden Gesundheitsfachberufe machen möchte. In den letzten Jahren erfolgte die Befreiung der Ausbildung in der Altenpflege von Schulgeldkosten durch Kostenübernahme durch das Land Schleswig-Holstein.

Im Kreis Steinburg ist mit dieser Maßnahme zukünftig die Ausbildung für Physiotherapie in der AGS der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufen in Itzehoe von dieser Maßnahme betroffen.

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[01.11.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 385.18 / 01.11.2018

Spitzenleistung der Erneuerbaren besser nutzen: Bundesregierung muss Blockade der Energiewende beenden

Zur heutigen (01.11.) Pressekonferenz von ARGE Netz und SH Netz zum Start der ENKO Plattform sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Bei hoher Erzeugung Erneuerbarer Energien macht das Zuschalten von Lasten sehr viel mehr Sinn als das Abschalten von Erneuerbaren Energieanlagen. Auch in einem gut ausgebauten Netzzustand wird es immer wieder Zeiten geben, in denen die Erneuerbaren regional kurzfristig mehr Strom liefern als das Netz ohne intelligente Steuerung aufnehmen kann. Technisch ist es einfach möglich, dieses Potential einfach zu nutzen.

Auf der Plattform ENKO bieten Stromverbraucher*innen Lasten an, die die Netzbetreiber nutzen können, um vor einem Netzengpass das Abschalten von Erneuerbarer Energien zu vermeiden. Die Windräder drehen sich also weiter, speisen den Strom aber nicht ins überregionale Netz ein: Sie leiten ihn vorher an lokale Verbraucher*innen weiter, die Wasserstoff oder Wärme produzieren oder allgemein kurzfristig ihre Leistung zum Beispiel in industriellen Anlagen steigern. Dadurch können Erneuerbare Energien vollständiger genutzt und an anderer Stelle Emissionen vermieden werden. ENKO hat also das Potential, die Effizienz und die Klimaschutzwirkung der Erneuerbaren nochmals zu verbessern.

Das im Forschungsprojekt NEW 4.0 entworfene Projekt macht die Chancen einer besseren Synchronisation von Energieangebot und Nachfrage möglich. Das Projekt ENKO macht deutlich: Unternehmen wollen es, Verbraucherinnen wollen es und die Technologien sind zum Teil schon lange marktreif. Eine falsche Abgabenpolitik kann dauerhaft nicht mit Subventionen korrigiert werden.

Es ist überfällig, dass die Bundesregierung endlich durch eine sachgerechte CO2 Bepreisung und eine längst überfällige Reform von EEG Umlagen und Netzentgeld ihre Blockade der Energiewende beendet.

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[12.10.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 369.18 / 11.10.2018

Schleusenausbau muss zur Chefsache werden

Zu den Berichten des Bundesrechnungshofes über die zeitlichen Verzögerungen und Kostensteigerungen des Schleusenbaus in Brunsbüttel sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Bauverzögerungen sind bedenklich und dürfen nicht noch länger dauern. Die Preissteigerung beruht wie so oft bei Großprojekten auf alten Schätzwerten. Wenn beim Standort oder den Voruntersuchungen der fünften Schleuse Fehlentscheidungen gefällt worden sein sollten, lassen sie sich jetzt nicht mehr mit einem „zurück auf Null“ revidieren.

Es ist jetzt der vierte CSU-Minister in Folge für dieses Projekt in der Bundesregierung verantwortlich. Der vorgezogene Spatenstich 2012 des Vor-Vor-Vorgängers Ramsauer hat anscheinend nicht ausgereicht, um so ein komplexes Projekt zeitgerecht fertig zu stellen. Das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium muss endlich den Bau der Kanalschleuse zur Chefsache machen.

Die Schleuse ist für den Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals lebensnotwendig, insbesondere, weil die schon bestehenden Schleusen über 100 Jahre alt sind und ebenfalls dringend saniert werden müssen.

Wichtige Wirtschaftsstandorte im Land wie unter anderem das Industriegebiet Brunsbüttel, Rendsburg und Kiel sind von durchgängig funktionsfähigen Schleusen zwischen Kanal und Elbmündung abhängig.