[22.02.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 066.18 / 22.02.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 22 – Wasserstofftechnologien als Baustein der Energiewende und Wirtschaftsentwicklung

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Potenzial von Grünem Wasserstoff intelligent nutzen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleg*innen,

die Energiewende verändert nicht nur unser Land, sondern auch die Wirtschaft, den Verkehr und Verbrauchsgewohnheiten. Standortvorteile werden wirksam. Wir haben mehrere Technologieoptionen und wir brauchen diese Technologien auch.

Es ist unsere Aufgabe, den Rahmen nicht gegen sondern für diese Entwicklungen der Erneuerbaren zu setzen. In diesem Antrag geht es um Grünen Wasserstoff und damit um den Strom aus dem er gemacht ist – Erneuerbaren Strom. Keinen fossilen, keinen atomaren.

Die Vorteile Grünen Wasserstoffs liegen auf der Hand: Flexible Erzeugung in den Leistungsspitzen von Wind und Sonne, Speicher- und Transportfähigkeit, Tankgeschwindigkeit und Reichweite sowie Klimaneutralität, Ungiftigkeit und universelle Einsetzbarkeit in der Chemie.

Die Umwandlung von Strom in Wasserstoff – und in folgende Produkte – geschieht immer mit Verlust. Doch Verlust ist nicht gleich Verlust. Die Elektrolyse macht besonders Sinn, wenn das Netz den Strom sonst nicht nehmen kann und Abwärme Häuser heizt.

Grüner Wasserstoff ist ein Energieträger, der bei der Umsetzung der Energie,- Verkehrs-, Industrie- und Wärmewende fossile Energieträger verdrängen kann.

Da auch Erneuerbare Energien begrenzt zur Verfügung stehen, ist es wichtig, den Wasserstoff sinnvoll in das Energiesystem der Zukunft einzufügen und ihn dort einzusetzen, wo seine Stärken zum Tragen kommen. Das sind vor allem die drei Bereiche: Flexibilität, Verkehr und Industriewende.

Zur Flexibilität: In ganz Schleswig-Holstein, nicht nur an der Westküste, legen kleine und mittelständige Unternehmen, Konzepte vor und investieren, um die Energie aus Starkwindphasen, Verbrauchstief und aus Sonne für Grünen Wasserstoff zu nutzen. Damit bieten sie nicht nur Flexibilitäten für den Strommarkt, sondern erhöhen auch die Effizienz und Wertschöpfung vor Ort.
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[21.02.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 061.18 / 21.02.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 17 – Unabhängigen Zugang zu präzisen Geoinformationen sicherstellen

Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Unabhängigen Zugang zu präzisen Geoinformationen sicherstellen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Kolleg*innen,

Landwirtschaft ist einer der am meisten digitalisiertesten Wirtschaftsbereiche. Der Einsatz von IT in der Landwirtschaft ist sowohl im Pflanzenbau als auch in der Tierhaltung längst gang und gäbe. Transponder und Fütterungsautomaten, automatische Klimaführungssysteme, Sensoren zur Tierbeobachtung und Melkroboter mit Datenerfassung erleichtern dem Landwirt oder der Landwirtin die Arbeit im Stall. Wetterapps und GPS-Daten unterstützen die Feldarbeit, elektronische Schlagkarteien erleichtern die Übersicht im Büro. Und was wäre so manche ausgeklügelte Direktvermarktung ohne die Hilfen aus der digitalen Welt.

In der Tat hat die Ausstattung mit digitalen Präzisionssystemen einen weiteren Nutzen für die Landwirtschaft: Mit der Verfügbarkeit von entsprechenden Satellitensignalen, um die es in dem vorliegenden Antrag geht, lassen sich verschiedene effiziente Anwendungsbereiche erschließen. Die Kollegen haben bereits die Beispiele gebracht.

Bei aller Freude über den technischen Fortschritt möchte ich auf drei Dinge hinweisen, auf die wir in der Debatte um die Digitalisierung in der Landwirtschaft ein Augenmerk legen müssen:

  • Digitalisierung bedeutet nicht automatisch „Ökologisierung“ oder „Sicherung der Welternährung“, wie das von einigen Interessenvertretungen gerne suggeriert wird. Ich plädiere dafür, in dieser Frage bodenständig zu bleiben und die Effizienzgewinne als das zu betrachten was sie sind. Effizienzgewinne liegen nach bisherigen Schätzungen bisher überwiegend im einstelligen Prozentbereich. Letztendlich können die Betriebsleiter*innen den Aufwand und Nutzen am besten abwägen und sollten auch stärker bei der Bedarfsermittlung und Entwicklung einbezogen werden.
  • Der zentrale betriebliche Erfolgsfaktor in der gesamten Geschichte der Landwirtschaft ist die Beobachtungsgabe und lokale Entscheidungsfähigkeit der Bauern und Bäuer*innen. Erfahrungswissen leitet Entscheidungen auf dem Feld, den Umgang mit den Tieren sowie im Bereich Investition und Management. Beobachtungswissen (tacid knowledge) in den Köpfen möglichst vieler Bäuer*innen ist daher unverzichtbare Basis der nachhaltigen Sicherung der Ernährung. Satellitendaten und Algorithmen können dieses Wissen ergänzen, aber nicht ersetzen.
  • Ein wichtiger Aspekt ist die Wahlfreiheit und Entscheidungshoheit der Landwirt*innen im Zuge der Digitalisierung. Expert*innen gehen davon aus, dass sich im Wettrennen um „Full-Service-Angebote“ die vertikale Integration und Konzentration der Unternehmen im vorgelagerten Bereich verstärken wird.
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[07.02.2018 | Kein Kommentar]

Pressemitteilung 7. Feb. 2018

Verkehrsminister erhält Verhandlungsmandat für HVV-Beitritt Steinburgs

Für die Aufnahme von Verhandlungen zum Beitritt des Kreises Steinburg zum Hamburger Verkehrsbund (HVV) erhielt heute (24. Januar 2018) Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz das Verhandlungsmandat der regionalen Landtagsabgeordneten der regierungstragenden Fraktionen.

In dem Gespräch zwischen Oliver Kumbartzky (FDP), Bernd Voß (Grüne), Andreas Tietze (Grüne), Heiner Rickers (CDU) und Hans-Jörn Arp (CDU) sowie Johannes Jenß vom Wirtschaftsministerium, wurde vereinbart, dass Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sich mit dem zuständigen ÖPNV-Zweckverband Steinburg zusammensetzen soll, um anschließend Verhandlungen über den Eintritt in den Hamburger Verkehrsbund aufzunehmen.

Treffen zum möglichen HVV-Beitritt

Die Abgeordneten waren sich einig: „Damit haben wir Jamaika-Fraktionen einen weiteren Punkt des Koalitionsvertrages erfüllt. Es ist ein guter Tag, der die Wirtschafts- und Wohnqualität für Steinburg enorm steigern wird“.

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[25.01.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 025.18 / 25.01.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 32 – Zeitplan für die Regionalplanung vorlegen

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Das Rennen in der Energiewende ist kein Selbstzweck und noch längst nicht abgeschlossen.

Bei der heutigen Debatte geht es um das Markenzeichen unseres Bundeslandes: „Schleswig Holstein – Das echte Energiewendeland“ – das ist nur ein Titel auf Zeit. Im Augenblick haben wir noch die Nase vorn. Aber das Rennen in der Energiewende ist kein Selbstzweck und noch längst nicht abgeschlossen.

Wer meint, die Emissionen Schleswig-Holsteins spielten global betrachtet doch keine Rolle, verkennt, dass nicht nur wegen der Jamaikakoalition hierher geschaut wird. Was wir bei der Energiewende schaffen, streben auch andere an. Und zum Teil sind sie auch schon dabei, uns zu überholen. Die Energiewende hat uns 18.000 Jobs im ländlichen Raum gebracht, Wertschöpfung, Steuereinnahmen, EEG-Umlagen in einer ganz anderen Dimension als der Länderfinanzausgleich. Aber wir müssen arbeiten und diese Geschichte fortsetzen. Andere schlafen auch nicht auf den Bäumen. Die Windbranche braucht Technologie und Innovation.

Die Frage ist also: Wollen wir in den Erneuerbaren Technologien führend sein oder anderen hinterher laufen, um dann die Technik kaufen zu müssen? Gemessen am Endenergieverbrauch über alle Sektoren decken die Erneuerbaren bei uns gerade 31 Prozent. Das ist bundesweit ein Spitzenplatz, aber eben noch kein Grund, die Arbeit einzustellen.

Denn wir erleben bereits bei 1°C Erwärmung mit Rekordtemperaturen in der Atmosphäre, Stürmen und Starkregen die ersten Folgen eines ungebremsten CO2-Ausstoßes. Wind an Land ist die kostengünstigste erneuerbare Energie geworden. Billiger als neue Kohlekraft.

Gut für die Menschen, gut für die Umwelt und gut für die Unternehmen.

Während der Netzausbau im Land und in der Nordeuropäischen Vernetzung gute Fortschritte macht, braucht die Überarbeitung der Landesplanung Wind noch Zeit. Ziel dieser Koalition ist, bis Mitte des Jahrhunderts die Energieerzeugung im Land auf erneuerbare Energien umzustellen.

Zu Recht haben wir uns im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, 2 Prozent der Fläche bereitzustellen, um als Zwischenziele von 10 GW installierter Wind-Onshore-Leistung realistisch für 2025 zu erreichen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um überhaupt die Menge der erneuerbaren Energien von 17,9 TWh 2015 auf 37 TWh 2025 zu verdoppeln. Dieser Prozess darf sich nicht unnötig verzögern.
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