[20.06.2018 | Kein Kommentar]

Einladung

CRISPR/Cas und Co.

Neue Methoden in der Grünen Gentechnik – Was kommt? Wie gehen wir damit um?

Montag 09. Juli 18.30 Uhr

Schleswig-Holstein Saal im Landeshaus – Raum 122

Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

  • Begrüßung und Einführung

Bernd Voß, MdL, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag

  • Grüne Gentechnik … aus der Sicht eines mittelständischen Pflanzenzuchtunternehmens

Dr. Gunhild Leckband, NPZ Innovation GmbH

  • …aus der bäuerlicher Perspektive

Annemarie Volling, AbL, Netzwerk gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft

  • Rechtsfragen in Pflanzenbau, Pflanzenzucht und Lebensmittelwirtschaft

Dr. Christina Wiener – MELUND SH Abteilung Naturschutz und Forstwirtschaft

  • Ökologie und die Folgen der Freisetzung für die Umweltentwicklung

Dr. Broder Breckling, Universität Vechta (angefragt)

  • Moderation der anschließenden Diskussion

Oda Lambrecht, freie Journalistin, NDR

  • Abschließende Worte

Uta Bergfeld und Udo Hansen, Sprecher*innen der LAG Landwirtschaft GRÜNE S-H

Bei, mit gentechnischen Verfahren, veränderten Pflanzen reden wir von „Grüner Gentechnik“. Sie werden mit dem Anbau nicht rückholbar in die Natur freigesetzt. Europa ist bisher weitgehend frei vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Mit den neuen Methoden des „Genome Editing“ will man Veränderungen im Erbgut von Pflanzen und Tieren zielgenauer, schneller und kosteneffizienter herstellen. Erwartet wird so, dass sich die Innovationsrate (neue Sorten) in der Pflanzenzüchtung durch diese molekularbiologischen Methoden erhöht. Die Regulierung der neuen Methoden im Pflanzenbau durch das Gentechnikrecht ist offen.

Wir freuen uns auf viele Gäste. Die Einladung kann gern an Interessierte weitergeleitet werden .

Um Anmeldung bis zum 6.07. wird gebeten, damit wir besser planen können: fraktion {at} gruene.ltsh(.)de oder unter Tel. 0431 / 988 1500

Für den Einlass in das Landeshaus ist ein Personalausweis erforderlich.

Uta Bergfeld, Udo Hansen und Bernd Voß

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[15.06.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 231.18 / 15.06.2018

Es gilt das gesprochene Wort.

TOP 11 – Haltungskennzeichnung für Fleisch- und Milchprodukte einführen.

Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Wir möchten den Verbraucher*innen die Wahl geben.

Niemand möchte beim Kauf von täglichen Produkten wie Fleisch und Milch lange einen Beipackzettel durchlesen. Jeder möchte schnell, einfach und verbindlich erkennen, was im Einkaufswagen landet. „Kein Ei mit der Drei“, das war der Slogan, der in Verbindung mit der europaweit verpflichtenden Haltungskennzeichnung bei Eiern vor über zehn Jahren den Durchbruch für eine Umstellung der Haltung von Legehennen, weg von den Käfigen, gebracht hat. Es bedurfte keiner staatlichen Subventionen, keiner Ver- oder Gebote. Die Verbraucher*innen haben zügig geregelt, welche Haltungsform Zukunft hatte. Wir möchten den Verbraucher*innen die Wahl geben. Nicht nur bei Frischeiern, sondern auch bei verarbeiteten Eiern, bei Milch und bei Fleisch. Es geht aber auch darum, zügig die Situation des Tierwohls in der Nutztierhaltung zu verbessern.

Auch der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik der Bundesregierung hält die aktuell verbreiteten Haltungsbedingungen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Akzeptanz für „nicht zukunftsfähig“.

Die Kosten für den notwendigen Umbau beziffert das Gutachten auf drei bis fünf Milliarden Euro jährlich. Das entspricht einer Preissteigerung von drei bis sechs Prozent bei den Endverbraucher*innen. Das entspricht im Wesentlichen der bekundeten Zahlungsbereitschaft. Doch um die Wertschöpfung zu erzielen, muss dieser Mehrwert auch eindeutig erkennbar sein.

Auch die Betriebe brauchen klare Orientierungspunkte, wo sie die Betriebsentwicklung oder Investitionsentscheidungen hin lenken könnten. Jahrelange öffentliche Ankündigungen eines Tierwohllabels und ausbleibende Regelungen blockieren sinnvolle Entwicklungen auf den Betrieben und am Markt.

Ich freue mich, dass sich jetzt auch der Berufstand nach vielen Jahren Widerstand für eine verpflichtende Kennzeichnung ausgesprochen hat. Aber es ist nicht die Erkenntnis zur Kennzeichnung, die wir 2014 bereits in einem Antrag an dieser Stelle behandelt haben. Wohl auch nicht die Erkenntnis, dass es im Jamaikakoalitionsvertrag auf Bundesebene im vergangenen Herbst das Herzstück der geplanten Verbraucher*innen- und Agrarpolitik der potentiellen Bundesregierung gewesen ist. Die Agrarministerkonferenz hat ebenfalls im April einen entsprechenden Beschluss gefasst und die Bundesregierung aufgefordert, bis Herbst konkrete Vorschläge auf den Tisch zu legen.
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[14.06.2018 | Kein Kommentar]

14. Juni 2018, Pressemitteilung Bernd Voß MdL zur Informationsveranstaltung zum Zwischenlager und der Rückführung der Castoren aus Sellafield

Zurück in die Siebziger Jahre

Anlässlich der Informationsveranstaltung zur geplanten Rücknahme des Atommülls aus dem englischen Sellafield sagt Bernd Voß, energiepolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion:

Auf der Veranstaltung zur Rückführung der Castoren aus Sellafield ins Zwischenlager des AKW Brokdorf fühlte man sich in den ersten zwei Stunden weitgehend an den Informationsstil von Betreibern der 70er Jahre erinnert.

Die Chefs von AKW, Zwischenlager und die Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft für Zwischenlager trugen als Botschaft vor: Das ist alles heute und zukünftig sicher und läuft sich schon zurecht. Nachfragen zur Sicherheit der verschiedenen Castortypen sowie zu deren Lebensdauer und zur möglichen Erfordernis einer Reparatur
werden beantwortet mit der ‚Auskunft‘ „Das wird wieder verschweißt“. Die Frage der anschließenden Transportfähigkeit ins Endlager bleibt offen.

Zum Risiko des Klimawandels und dem Hochwasserrisiko heißt es: Dann würde eben das Wasser noch besser als Luft kühlen – geht doch. So banal waren auch vor vierzig Jahren die Antworten, als es um den Bau und die Risiken des Baues der AKW ging. Die Sachlage und die Sachzwänge sind heute anders.

Natürlich müssen die Castoren aus Sellafield zurück genommen werden und die Castoren in den Zwischenlagern können auch nicht auf der Straße stehen. Doch man darf dabei mögliche Risiken nicht einfach negieren. Der Leiter der verantwortlichen Atomaufsicht des Bundes setzte zum Ende der Veranstaltung mit seiner persönlichen festen Überzeugung, dass bis 2031 ein Standort für ein Endlager gefunden werden muss, ein mutiges Zeichen.

Die Bedeutung, diesen Termin einzuhalten, kann ich nur unterstreichen. Die Zwischenlager an den Atomkraftwerken dürfen nicht zu Endlagern werden.

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[13.06.2018 | Kein Kommentar]

Zur Veranstaltung am 12.06.18 im Bürgerhaus Kellinghusen zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem dortigen Schlachthof fragt der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Bernd Voß:

Was wissen wir über die Arbeits-und Lebensbedingungen der Mitarbeiter*innen auf unseren Schlachthöfen?

Kellinghusens Bürger*innen engagieren und informieren sich

Zu Recht! In Kellinghusen hat sich der „Stützkreis“ aus Vertreter*innen aus den Nachbarkommunen, der Kreise und verschiedensten Politiker*innen gestern Abend zusammengefunden, um über, zum Teil unhaltbare, Arbeits-und Lebensbedingungen der Tätigen im dortigen Schlachthof zu berichten und beraten.

So gehören bei den großen Betrieben der Fleischindustrie oftmals nur 15 % der dort Tätigen zur Stammbelegschaft, 85 % ist bei Subunternehmen, teils mit Werksverträgen angestellt.

„Kellinghusen ist im ganzen Land in dieser, wie auch anderen Branchen wiederzufinden“, so Bernd Voß, MdL der GRÜNEN im Landtag. Er sei dankbar, dass Gewerkschaften gemeinsam mit den Kirchen und der Kommune sowie unterschiedlichen Organisationen diese Veranstaltung durchgeführt haben.

„Eine Überarbeitung der EU-Entsenderichtlinie garantiert zwar den landesüblichen Mindestlohn für Arbeitnehmer*innen aus den Mitgliedsstaaten, durch die Anheuerung von Subunternehmen, werden weiterführende Tarifverträge aber systematisch unterwandert, Arbeitszeiten nicht eingehalten und Arbeitsverträge intransparent. Mitunter weit abgelegene Wohnungen werden überbelegt und viel zu teuer vermietet, der vom Subunternehmen organisierte Arbeitsweg, muss z.T. überzogen bezahlt werden. Das ist Menschen verachtend und darf nicht länger unter dem Deckmantel der Wirtschaftlichkeit und Kostenminimierung geschehen.“

Aufklärung über die Situation und Solidarität aus der Bevölkerung sei ein wichtiger Schritt, der Branchendialog auch bei uns unbedingt notwendig, so Voß.