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Verkehrs- und Agrarwende gehen anders

28 August 2012 Kein Kommentar

Zur aktuellen Diskussion um Agrotreibstoffe:

Die von der großen Koalition in Berlin 2006 eingeführte Beimischungsquote für Agrotreibstoffe war ein Fehler. Gut, dass der Bundesminister für Entwicklung dies erkannt hat. Schade nur, dass Minister Niebel die Zusammenhänge nicht klar benennt. Die Quote ist eingeführt worden, um die Automobilindustrie vor Verpflichtungen zum Bau Sprit sparender Fahrzeuge zu schützen.

Mit E 10 wird so getan, als wenn der Energieverbrauch im Kraftfahrzeugverkehr mit einem steigendem Biospritanteil weiter gehen kann wie bisher. Aber um das Beimischungsziel von zehn Prozent Biosprit zu erreichen, bräuchten wir 30 Mill. ha zusätzliche Ackerfläche in der EU. Das wäre das Doppelte der deutschen Ackerfläche.

Der Anbau von Agrotreibstoffen ist jedoch nicht der einzige Grund für die sich verschärfende internationale Problematik um Flächenkonkurrenz, Landgrabbing und Ernährungssituation. Einen wesentlichen Anteil haben der Fleischkonsum und die Art der Tierhaltung. Fast 80 Prozent der EU-weit in der Tierproduktion eingesetzten Eiweißpflanzen wird importiert. Dafür werden 20 Millionen ha außerhalb Europas in Anspruch genommen.

Verkehrs- und Agrarwende gehen anders.

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