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Tourismusmagnet Seehundstation muss erhalten bleiben

10 August 2011 Kein Kommentar
Dipl. Biologin T.Rosenberger mit Bernd Voß

Bernd Voß besuchte die Seehundstation in Friedrichskoog. Er wollte sich einen Eindruck davon verschaffen, wie sich die Veränderungen bei den Jugendfreiwilligendiensten auf eine Einrichtung auswirken, die hauptsächlich auf die Mitarbeit der Menschen angewiesen ist, die das Freiwillige Ökologische Jahr dort absolvieren. Tanja Rosenberger, die Leiterin der Aufzucht- und Forschungsstation, machen die Kürzungen der Landesregierung Sorge, auch wenn sie die Notwendigkeit erkennt. Sie könne jedoch nicht auf die Bundesfreiwilligendienste zurückgreifen: „Wir sind darauf angewiesen, dass die zeitaufwändig geschulten Mitarbeiterinnen auch ein Jahr bleiben. Im Freiwilligendienst kann sich jeder aussuchen, wie lange er diesen absolviert.“ Bernd Voß bedauerte, dass wieder eine Chance vertan worden sei, dass gerade jetzt nach Abschaffung der Wehrpflicht nicht neue Regelungen für die Jugendfreiwilligendienste entwickelt worden seien. „Die dezentrale Trägerschaft bleibt weiterhin wichtig. Nur so kann bei guter Betreuung vor Ort gewährleistet bleiben, dass jeder Freiwilligendienst wie auch das Freiwillige ökologische Jahr ein Bildungsbaustein für den jungen Menschen ist.“ Sparen sei notwendig, aber nicht im Jugendbildungsbereich. Darüber hinaus sei die Seehundstation mit fast 200.000 Besuchern im Jahr unverzichtbar für die Tourismusentwicklung an der Küste und im Land. Ihr Fortbestand ist aber ganz wesentlich an die Entscheidungen rund um den Hafen Friedrichskoog gekoppelt. Dieser soll nach dem Willen der Landesregierung – wenn bis dahin keine Lösungen gefunden werden – im kommenden Jahr geschlossen werden. Die Seehundstation ist aber auf Seewasser angewiesen, das sie jetzt bei Flut aus dem Hafenbecken entnimmt. Bisher ist völlig unklar, woher die wöchentlich für den Betrieb der Seehundstation benötigten 1000 Kubikmeter Seewasser kommen sollen, wenn der Hafen geschlossen ist. Es gibt Konzepte, das Wasser über z.B. eine 2,5 km lange Wasserleitung von der Nordsee durch das Vorland zu pumpen. Das würde einen erheblichen Bau- und Kostenaufwand mit sich bringen würde. Das sei aber nur einer von vielen Punkten: „Wie das Sparkonzept der Landesregierung an dieser Stelle aufgehen soll, bleibt völlig unklar auch angesichts der daraus resultierenden Folgekosten“, so Voß weiter: „es bleiben noch zehn Monate und viele Folgekosten der Schließung sind nicht bedacht.“ Er forderte alle Beteiligten auf, intensiv nach weiteren Optionen zu suchen. „Die zu erwartenden Folgekosten der Schließung erfordern sinnvolle Lösungen damit den Hafenzufluss und der Hafen offen gehalten werden kann.“

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