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Artikel getagged mit: Wirtschaft

[16.07.2018 | Kein Kommentar]

Betriebsrat mit Erfolg

Grüne beim Betriebsrat von Aldra in Meldorf

Seit etwa 130 Jahren werden am Standort Meldorf Fenster und Türen hergestellt. Im Mittelpunkt des „Marktplatzes“ der Firma Aldra ist die Jubiläumszahl aus verschiedenen Rahmenmaterialien plastisch dargestellt.

Etwa 170 Mitarbeiter sind hier in den Bereichen Fertigung und Verwaltung überwiegend sehr langfristig beschäftigt. Das Traditionsunternehmen selbst ist inzwischen Deutschlandweit vertreten und über ein Joint Venture fusioniert.
Jens Friedrichs (Betriebsratsvorsitzender) und Thomas Lüdemann (stellvertretender Vorsitzender) sind in der Gewerkschaft (IG Metall) für ihre gute Arbeit bekannt. Mit Erfolg haben sie seit langem für angemessene Tarifverträge für die Mitarbeiter gekämpft. Auch haben sie mit der Betriebsleitung eine Vereinbarung über den maximalen Anteil der Leiharbeit in ihrem Unternehmen getroffen. Die Zusammenarbeit mit Gesellschaftern und Geschäftsführung sei vertrauensvoll und konstruktiv.

Die Grünen Abgeordneten Bernd Voß (Landtag) und Kerstin Hansen (Kreistag Dithmarschen) wollten wissen welchen Beitrag die Politik zu qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen leisten kann.

Treffen zwischen Bernd Voß, Kerstin Hansen, Thomas Lüdemann und Jens Friedrichs, Meldorf, Mittwoch 11.7.18

Treffen bei Aldra in Meldorf, Juli 2018

Treffen bei Aldra in Meldorf, Juli 2018

An erster Stelle betonte Jens Friedrichs müsse der Standort für den Arbeitgeber attraktiv bleiben. Bei einem Standortwechsel würden alle Errungenschaften, wie Ausbildung, gute Arbeit und Tarif am Standort zu Nichte gemacht. Sein Herzensthema sei daher die Infrastruktur.
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[05.07.2018 | Kein Kommentar]

PM, 22.6.2018

Bernd Voß, MdL/ GRÜNE zu Besuch bei Betriebsrat von Holcim

Arbeitnehmervertretungen stehen im Mittelpunkt des aktuellen Ausschwärmtages der GRÜNEN Landtagsfraktion. Dazu hatte sich Bernd Voß mit Norbert Wagner, Betriebsrat im Zementwerk von Holcim am Standort Lägerdorf getroffen. Begleitet wurde er dabei von Kreistagsabgeordneten der Grünen in Steinburg.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch die Werksleitung, erhielten die Besucher in Begleitung von Dr. Jens Marquardt und Herrn Andreas Michel eine Führung über das Gelände. Dabei erfuhren sie einiges über die Geschichte des Unternehmens, den Produktionsprozess.

Holcim Besuch, Lägerdorf

Holcim Besuch, Lägerdorf


Seit über 150 Jahren wird am Standort Lägerdorf Zement produziert. Etwa 300 Mitarbeiter finden hier in der Regel eine langfristige Festanstellung. Sowohl angelernte als auch ausgebildete und studierte Mitarbeiter arbeiten hier in Teams zusammen. 35 Jugendliche durchlaufen eine gewerbliche oder kaufmännische Ausbildung. Zudem bietet Holcim auch ein duales Studium an.

Der Betriebsrat hat in den Verhandlungen um Tarife, aber auch bei der Transparenz zu Überstunden Wesentliches erreicht. Immer wieder gibt es Handlungsbedarf. Der Betriebsrat und die Werksleitung sind darüber regelmäßig im Gespräch und pflegen eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bernd Voß hatte zahlreiche Fragen im Gepäck, denn Norbert Wagner ist im Kreis Steinburg gleichzeitig Vorsitzender des DGB.

Die Bedingungen für Betriebsratsarbeit sind in den Unternehmen im Kreis Steinburg sehr unterschiedlich. Leider gehe das Interesse gerade junger Arbeitnehmer an einem derartigen Engagement zurück. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass aktuell gute Arbeitsbedingungen oft auf das Engagement der Arbeitnehmervertretungen zurück zu führen sind.

Es sei Grundlage unseres Gemeinwesens, dass die Interessen der Arbeitnehmer*innen organisiert und gebündelt sind. Gewerkschaften leisten dazu den entscheidenden Beitrag.
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[27.04.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 154.18 / 27.04.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 9 – Versorgung mit Sand und Kies sicherstellen

Dazu sagt der Abgeordnete der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Sand- und Kiesabbau: Der Antrag verwechselt munter Äpfel mit Birnen Rohstoffgewinnung verursacht massive Eingriffe in Natur und Landschaft. Deshalb ist es richtig und wichtig, diese sowohl landesplanerisch, als auch hinsichtlich der Vorgaben für den Abbau selbst zu regeln. Das Allgemeinwohlinteresse am Schutz der Umwelt muss gegen die Erfordernisse der Rohstoffgewinnung abgewogen werden.

Tatsächlich gibt es derzeit im Land gut 200 Gewinnungsstellen zum Abbau von Sand und Kies. Schwerpunkte liegen in den Kreisen Segeberg, Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein.

Die Sand- und Kiesförderung ist in den letzten Jahren gestiegen. Aktuell werden rund 17 Millionen Tonnen Sand und Kies durch etwa 120 Betreiber von Abbauanlagen gewonnen.

Die durchschnittliche Restabbauzeit aller genehmigten Abbauflächen beträgt zurzeit etwa acht Jahre. Das natürliche Rohstoffpotential in Schleswig-Holstein gilt nach unseren Recherchen in absehbarer Zeit als nicht erschöpft.

Der AfD-Antrag handelt zwar von Sand und Kies, verwechselt aber munter Äpfel und Birnen. Die Landesregierung soll nach dem Willen der AfD die Genehmigung von Sand- und Kiesabbau in Landschaftsschutzgebieten vereinfachen. Dumm nur, dass sie dafür gar keine Zuständigkeit besitzt.

Wie immer hilft ein Blick ins Gesetz. Dort – nämlich konkret im Landesnaturschutzgesetz – steht in § 15, dass die unteren Naturschutzbehörden, also die Kreise und kreisfreien Städte, für die Festsetzung von Landschaftsschutzgebieten zuständig sind.

Und die Kreise, beziehungsweise kreisfreien Städte sind es auch, die die entsprechenden Schutzregelungen sowie gegebenenfalls Ausnahmen davon festlegen. Kurz und gut: Das Land ist hier der falsche Adressat.
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[21.03.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 102.18 / 21.03.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 13 – Landesregulierung der Strom- und Gasnetze endlich auf den Weg bringen

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Verteilnetze gehören zum Fundament der Energiewende

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleg*innen,

die Energiewende stellt die alte Hierarchie der Netze auf den Kopf. Wurde der Strom im fossil-atomaren Zeitalter der Großkraftwerke fast ausschließlich aus der Höchstspannungsebene nach unten weiter transportiert, läuft es nun umgekehrt. Die Energiewende ist dezentral, der Strom der Zukunft wird also auf Verteilnetzebene eingespeist und nun
gegebenenfalls sogar in beide Richtungen transportiert.

Wenn wir vom Netzausbau sprechen, denken wir oft an Höchstspannungsleitungen im Übertragungsnetz. Tatsächlich findet ein großer Teil des Netzausbaus auf der Verteilnetzebene statt. Denn 90 Prozent aller erneuerbaren Energieanlagen sind auf Verteilnetzebene angeschlossen. Das Verteilnetz umfasst in Deutschland mit 1,75 Millionen Leitungskilometern rund 98 Prozent des Deutschen Stromnetzes und liegt in der Hand von 888 Betreibern.

Weil erneuerbare Energien besonders im ländlichen Raum eingespeist werden, müssen die Netze für die neuen Aufgaben gerüstet werden. Dabei steht der Bedarf für Netzerweiterungen häufig kurzfristig an. Doch die für solche Anpassungen zuständige Genehmigungs- und Wettbewerbsbehörde sitzt in Bonn.

Wenn ich die Begründung vieler Unternehmen und kommunaler Versorger für eine Landesregulierungsbehörde richtig zusammenfasse, dann ist die Bundesnetzagentur wenig mit den regionalen Gegebenheiten vertraut und mit vielen bundesweit laufenden Projekten gleichzeitig beschäftigt. Die Distanz erschwert die Kommunikation und somit auch manchmal den Netzausbau auf Verteilnetzebene.

In der aktuellen Debatte erreichen uns positive Stellungnahmen von mittelständischen Energieversorgern. Im Praktischen erhofft man sich einfachere und zügigere Genehmigungsverfahren und besseres Verständnis für die Gegebenheiten vor Ort. Neben den kürzeren Wegen erwartet man sich weniger pauschale Einordnung, zum Beispiel bei der
Anreizregulierungsverordnung.
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