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Artikel getagged mit: Windenergie

[10.04.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 170.19 / 10.04.2019

Insolvenzantrag von Senvion:

Langfristige Energiepolitik ist notwendig für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine grüne Energiewende und besseren Klimaschutz

Zu den Berichten über einen Insolvenzantrag des Windkraftherstellers Senvion sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Arbeitsplätze in der Windbranche verloren gegangen sind, droht nun ein weiterer Einschnitt mit der Insolvenz von Senvion. Auch wenn meistens Fehler bei betroffenen Unternehmen identifiziert werden können, bleibt es ein beunruhigendes Signal, wenn eine Technologiebranche stagniert, die Basis für die Umsetzung der Energiewende ist und damit zur Bekämpfung des Klimawandels beiträgt.

Die Energiepolitik im Bund hat dazu geführt, dass der Ausbau der Offshore Windenergie durch Deckelung z.T. ins kommende Jahrzehnt geschoben wird. Ergebnis dieser Politik ist auch, dass sich der Zubau neuer Windkraftanlagen an Land (Onshore) halbiert hat. Die Tendenz ist weiter fallend. Nicht vorhandene oder sich hinziehende Ausweisungen von
geeigneten Windflächen in den Bundesländern – auch in Schleswig-Holstein – führen zu weiteren Verzögerungen. Hinzu kommt bereits seit vielen Jahren das Fehlen von Marktregularien, die eine Nutzung des Erneuerbaren Stroms auch in Mobilität und Wärme voranbringt.

In der Folge dieser Energiepolitik ist insbesondere der Binnenmarkt für diese effizienten und kostengünstigen Zukunftstechniken weggebrochen. Hier droht ein ähnlicher Verlust von Kompetenz in Wirtschaft und Technologie, wie bereits vor einigen Jahren in der Solarbranche. Eine langfristig ausgerichtete Politik für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine grüne Energiewende und verbesserten Klimaschutz sieht anders aus.


[20.03.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 129.19 / 20.03.2019

Energiewende und konsequenter Klimaschutz sind die einzigen ökonomischen Perspektiven

Vom 21. bis 23. März 2019 ist die Grüne Landtagsfraktion mit einem Stand auf den New Energy Days 2019 vertreten, um mit Besucher*innen und Fachleuten ins Gespräch über die Energie-, Wärme- und Verkehrswende zu kommen. Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die New Energy in Husum ist eine der etabliertesten Ausstellungen für die Nutzung der erneuerbaren Energien mit einem umfangreichen Angebot und vielen Informationen zur nachhaltigen, kostengünstigen und verantwortungsvollen Energie- und Wärmeversorgung der Zukunft.

Wir sind in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Stand vor Ort, um sowohl mit dem Publikum als auch den Vortragenden und Aussteller*innen ins Gespräch rund um die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft zu kommen.

Die Energiewende muss mehr sein als nur eine andere Art, Strom zu erzeugen. Dazu muss aber auch die Sektorenkopplung, also die Nutzung für Mobilität und Wärme, vorangetrieben werden. Dafür brauchen wir noch rund drei bis vier Mal so viel erneuerbare Energie wie bisher. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien muss also dringend beschleunigt werden, damit wir die Klimaziele schaffen.

Das Erreichen dieser Ziele ist zwar ein große Kraftanstrengung, doch er lohnt sich: Die erneuerbaren Energien erzeugen nicht nur billigen Strom, sie schaffen auch Arbeitsplätze. Mittlerweile arbeiten allein in Schleswig-Holstein so viele Menschen in diesem Bereich, wie in ganz Deutschland für die Braunkohle. Energiewende und konsequenter Klimaschutz sind die einzigen ökonomischen Perspektiven.

Dafür ist nach dem Atomausstieg der möglichst schnelle Ausstieg aus den fossilen Energien entscheidend. Dieser erfordert viele Optionen der Nutzung und Speicherung erneuerbarer Energien. Dafür steht die New Energy.


[09.03.2019 | Kein Kommentar]

Einladung

14. März 2019

von 16.00-17.30 in Brunsbüttel, Elbehafen 1

Erneuerbarer Strom und Mee(h)r – Regionale Unternehmen gehen bei der Energiewende voran

– informieren und diskutieren –

Im Gespräch: Gäste der Heinrich Böll Stiftung SH aus der Ukraine, Japan und Weißrussland Wladimir Sednjow, Kazumi Kusanox und Tatjana Romanowna Sementschky, Tim Brandt Geschäftsführer von ,,W2G“ (Wind to Gas Energy) und anderen

Anschließend: offene Gesprächsrunde

Hintergrund:

In der 2. Märzwoche, 11.3.-16.3., ist wieder eine Gruppe der Heinrich Böll Stiftung aus Fukushima und Tschernobyl zu Gast in Schleswig-Holstein. Es sind mit Dolmetschern und Betreuern 10 Personen. Sie besuchen vormittags mit einem umfangreichen Angebot Schulen im Land. Am Nachmittag und Abend finden dann verschiedene Gespräche und öffentliche Veranstaltungen statt.

In der windreichen Region Dithmarschen betreiben die Gesellschafter der „Wind to Gas Energy GmbH & Co. KG“ Windenergieanlagen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung. Mit einem Power to Gas Projekt und Energiespeicherung im Rahmen eines NEW 4.0 Projektes wird ein innovativer regionaler Beitrag zur Sektorenkopplung und Energiewende erbracht.

Bei uns die Frage: Wie lässt sich die Energiewende pünktlich regional umsetzen, damit die vereinbarten Ziele des Pariser Klimaabkommen sowie der Atomausstieg umgesetzt und dabei die Gesellschaft mitgenommen werden kann?

Gäste sind herzlich willkommen.

Um Anmeldung an berndvoss.ma02 {at} posteo(.)de
wird gebeten. Oder an <bernd.voss {at} gruene.ltsh(.)de>


[15.01.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 008.19 / 15.01.2019

Die Zeit wird knapp, um die Klimaziele zu erreichen!

Zur Regionalplanung Windenergie und der Ankündigung einer 3. Planüberarbeitung der Landesregierung sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Das Moratorium für den Ausbau der Windenergie wird weiter verlängert werden müssen, um dann nach einer 3. Planüberarbeitung und Auslegung zu einem Landesentwicklungsplan Wind zu kommen. Um die Energie- und Klimaziele für das Jahr 2025 zu erreichen, werden wir 10 GW Onshore-Windenergie benötigen. Neue Windkraftanlagen sind deutlich
leistungsfähiger als die Bestehenden, so dass wir dafür nur eine Fläche von zwei Prozent der Landesfläche benötigen.

In den kommenden Jahren wird eine ganze Reihe alter Windkraftanlagen möglicherweise den Betrieb einstellen. Sie laufen nach 20 Jahren aus dem Erneuerbare-Energien-gesetz (EEG) raus. Eine Nachfolgeregelung und weitere Betriebsmodelle sind offen. Das Zeitfenster wird immer enger, um die Klimaziele in Schleswig-Holstein noch zu erreichen. Es ist daher dringend geboten, dass auf mehrfach geprüften Potenzialflächen für Windkraftanlagen im Land der erforderliche Ausbau kontinuierlich auch über das Verfahren der Ausnahmegenehmigungen ermöglicht wird.