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Artikel getagged mit: Soziales

[05.07.2018 | Kein Kommentar]

PM, 22.6.2018

Bernd Voß, MdL/ GRÜNE zu Besuch bei Betriebsrat von Holcim

Arbeitnehmervertretungen stehen im Mittelpunkt des aktuellen Ausschwärmtages der GRÜNEN Landtagsfraktion. Dazu hatte sich Bernd Voß mit Norbert Wagner, Betriebsrat im Zementwerk von Holcim am Standort Lägerdorf getroffen. Begleitet wurde er dabei von Kreistagsabgeordneten der Grünen in Steinburg.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch die Werksleitung, erhielten die Besucher in Begleitung von Dr. Jens Marquardt und Herrn Andreas Michel eine Führung über das Gelände. Dabei erfuhren sie einiges über die Geschichte des Unternehmens, den Produktionsprozess.

Holcim Besuch, Lägerdorf

Holcim Besuch, Lägerdorf


Seit über 150 Jahren wird am Standort Lägerdorf Zement produziert. Etwa 300 Mitarbeiter finden hier in der Regel eine langfristige Festanstellung. Sowohl angelernte als auch ausgebildete und studierte Mitarbeiter arbeiten hier in Teams zusammen. 35 Jugendliche durchlaufen eine gewerbliche oder kaufmännische Ausbildung. Zudem bietet Holcim auch ein duales Studium an.

Der Betriebsrat hat in den Verhandlungen um Tarife, aber auch bei der Transparenz zu Überstunden Wesentliches erreicht. Immer wieder gibt es Handlungsbedarf. Der Betriebsrat und die Werksleitung sind darüber regelmäßig im Gespräch und pflegen eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bernd Voß hatte zahlreiche Fragen im Gepäck, denn Norbert Wagner ist im Kreis Steinburg gleichzeitig Vorsitzender des DGB.

Die Bedingungen für Betriebsratsarbeit sind in den Unternehmen im Kreis Steinburg sehr unterschiedlich. Leider gehe das Interesse gerade junger Arbeitnehmer an einem derartigen Engagement zurück. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass aktuell gute Arbeitsbedingungen oft auf das Engagement der Arbeitnehmervertretungen zurück zu führen sind.

Es sei Grundlage unseres Gemeinwesens, dass die Interessen der Arbeitnehmer*innen organisiert und gebündelt sind. Gewerkschaften leisten dazu den entscheidenden Beitrag.
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[29.06.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 247.18 / 28.06.2018

Faire Lebensbedingungen für faire Arbeit

Die Entsenderichtlinie allein ist kein Garant für gerechte Lebensbedingungen

Zur heutigen (28.06.18) Sitzung des Sozialausschusses, in dem über die Situation der Schlachthofarbeiter*innen in Kellinghusen beraten wurde, sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Werkverträge bei Subunternehmer*innen bieten nach wie vor ein Schlupfloch für prekäre Arbeitsverhältnisse. Selbst wenn eine faire Bezahlung durch den landesüblichen Mindestlohn über die EU-Entsenderichtlinie garantiert ist, so wird das Einkommen der Werktätigen durch unangemessene Mietzinsforderungen erheblich geschmälert. Die Lebensverhältnisse der Arbeiter*innen sind oft durch Überbelegung und massiven Sanierungstau der Wohnungen schlicht unwürdig.

Hinzu kommt, dass die Zuständigkeiten für diese Wohnverhältnisse oft nicht klar zuzuordnen sind. In vielen Fällen sind die Hauptmieter*innen der Wohnungen die Subunternehmer*innen, die die einzelnen Räume überteuert und an zu viele Menschen weitergeben.

In Schleswig-Holstein ist ein Branchendialog dringend erforderlich. In der Branchenvereinbarung der großen Schlachtunternehmen mit dem Bundeswirtschaftsministerium haben sich die Unternehmen verpflichtet, nicht nur in Fragen der Entlohnung, sondern auch in Fragen menschenwürdiger sozialer Bedingungen Verbesserung zu schaffen.

Unter prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen leiden nicht nur Mitarbeiter*innen der Fleischbranche, sondern auch in den Werften, im Logistikbereich und in anderen Branchen. Es ist höchste Zeit, diese unwürdigen Zustände abzuschaffen!


[20.12.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 401.17 / 20.12.2017

Freiwillige Ausreise ist immer der bessere Weg

Zur Errichtung einer gemeinsamen Abschiebehafteinrichtung mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sagt die Sprecherin für Flucht und Migration, Aminata Touré:

Wir Grüne lehnen das Konzept der Abschiebehafteinrichtung ab. Bundesgesetzliche Regelungen zwingen uns hingegen, davon Gebrauch zu machen. Schleswig-Holstein hat bislang die Einrichtungen anderer Länder mit genutzt.

In den Koalitionsverhandlungen haben wir uns darauf verständigt, dass wir eine Einrichtung im Norddeutschen Verbund auf den Weg bringen werden. Die Diskussion ging bereits mit dem Vorgängerinnenminister Stefan Studt los.

Wir bestehen darauf, dass die Unterbringungsstandards – nach innen offen und nach außen geschlossen- berücksichtigt werden. Wir haben uns aber auch im Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass die freiwillige Ausreise immer der bessere Weg ist. Auch diese Situation ist immer mit menschlichen Härten verbunden. Eine Abschiebehafteinrichtung wird die Frage der Rückführungen niemals in Gänze beantworten können.


[16.11.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 335.17 / 16.11.2017
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 14 – Berufung von Arbeitnehmervertretungen in den Mittelstandsbeirat

Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:


Wir wollen nicht nur über Veränderungen reden, sondern Sie auch auf den Weg bringen!!

Sehr geehrter Herr Präsident,
liebe Kolleg*innen,

die SPD hat mit ihrem Antrag deutlich gemacht, dass sie mit der Besetzung des inzwischen ins Leben gerufenen Mittelstandsbeirates nicht einverstanden ist. Aus Sicht der Opposition fehlen die Gewerkschaften als Vertretung der Arbeitnehmerschaft in diesem Gremium.

Das Jamaikabündnis hat sich frühzeitig und verpflichtend für eine Stärkung des Mittelstandes ausgesprochen. Ich zitiere: „Die Koalitionspartner wollen die kleinen und mittleren Unternehmen aktiv durch mittelstandsorientierte Rahmenbedingungen und gezielte, problemadäquate Förderung […] unterstützen“.

Sicher ein stärkendes Signal an viele schleswig-holsteinische Unternehmer*innen. Ihre Belange und Herausforderungen werden auch von der neuen Koalition intensiv wahrgenommen werden. Die Landespolitik hat nicht nur zu Wahlkampfzeiten ein offenes Ohr für die vielschichtigen Probleme der Betriebe.

Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass der Mittelstand und das Handwerk sowie kleinere und mittlere Unternehmen die tragenden Säulen unseres Landes darstellen. Von 123.000 Unternehmen im Land gehören 99 Prozent in diese Gruppe. 76 Prozent der 900.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Schleswig- Holstein finden wir in diesen Unternehmen. Wenn wir diese mit fachkundiger Hilfe unterstützen, stärken wir Schleswig-Holstein strukturell.

Der Mittelstand bietet die meisten Ausbildungsplätze an, hier findet die Integration junger Menschen in das Arbeitsleben statt. Aber der Mittelstand ist zugleich auch Ideenschmiede mit entscheidender Innovationskraft und übernimmt mit vielfältigem Engagement gesellschaftspolitische Verantwortung für die Menschen in der Region.
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