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Artikel getagged mit: Regionalpolitik

[05.12.2019 | Kein Kommentar]

Pressemeldung vom 4.12.2019

Reaktivierung der Bahnstrecke in Kellinghusen

Zur heutigen Entscheidung im gemeinsamen Ausschuss Wirtschaft und Verkehr der Regierungsfraktionen von CDU, GRÜNE und FDP für eine Reaktivierung der Strecke Kellinghusen – Wrist und des Bahnhalts in Kellinghusen sagt der grüne Landtagsabgeordnete Bernd Voß:

„Es ist eine wichtige Entscheidung für die Region. Sie schafft endlich Klarheit. Die Stadt Kellinghusen hat nach der Ankündigung im Frühjahr 2012 lange auf die Entscheidung warten müssen. Die Anbindung wertet die Region als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort zwischen den Städten Hamburg, Kiel und Neumünster weiter auf.

Es ist eine sehr teure Maßnahme geworden. Damit wird sich die seit langem angespannte Park and Ride Situation in Wrist lösen können. Das ist gut für den Umstieg auf den umweltfreundlichen Bahnverkehr in Kellinghusen.“

Reaktivierung Bahnstrecke in Kellinghusen

Reaktivierung der Bahnstrecke in Kellinghusen: Oliver Kumbartzky (FDP), Bernd Voß (Grüne) und Heiner Rickers (CDU) vor dem Landtag in Kiel (v.l.n.r.) (Foto (c): Sönke Ehlers CDU)


[14.11.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 394.19 / 14.11.2019
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 22 – Demonstration von Bäuerinnen und Bauern

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von
Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Bäuer*innenproteste fallen nicht vom Himmel – Betriebe brauchen Perspektiven

Ja, es macht mich persönlich betroffen, wenn fast im Wochenrhythmus im
näheren und weiteren Umfeld scheinbar gut laufende Betriebe plötzlich
aufgeben. Dahinter stehen meist mehrere Generationen der Familien sowie
Wissen und Kompetenz zum Beruf an dem Standort. Sie sind damit auch weg.

Häufig stellen sich bei der Betriebsaufgabe viele Fragen zum verbliebenen
Vermögen und den sozialen Fragen der Zukunft. Ein landwirtschaftlicher
Betrieb geht nicht in Stand-by. Allein bei den Milchviehhalter*innen sind
in den letzten zehn Jahren bundesweit von 100.000 noch 60.000
nachgeblieben.

Wir verstehen den Frust der Menschen auf den Betrieben, die in
wirtschaftlich schwieriger Lage sind und das Gefühl haben, sie können von
ihrer harten Arbeit kaum noch leben und werden dabei auch noch von allen
Seiten gescholten.

Wir stehen auf der Seite der Bäuer*innen, die sich gegen pauschale oder
sogar persönliche Anfeindungen zur Wehr setzen. Wir wenden uns entschieden
gegen „Bauernbashing“ und eine Kultur der Diffamierung. Wir brauchen die
bäuerliche Landwirtschaft für regionale, gesunde Lebensmittel und zum
Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Wir brauchen für all die
Herausforderungen unsere gut ausgebildeten Bäuer*innen mit ihrem
Erfahrungswissen, damit sie ihre Betriebe zukunftsfähig ausrichten können:
das heißt tiergerecht, klimafreundlich, umweltgerecht, widerstandsfähig im
Klimawandel und gegenüber den Herausforderungen sich wandelnder Märkte,
eingebunden in regionale Wirtschaftsketten. Viele Bäuer*innen braucht das
Land.
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[22.10.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 368.19 / 22.10.2019
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Bäuer*innenproteste bestätigen – Nur faire Preise sichern landwirtschaftliche Betriebe

Zu den heutigen (22. Oktober 2019) bundesweiten Protesten von Bäuer*innen gegen das Agrarpaket der Bundesregierung sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Bernd Voß:

Die beeindruckenden Demonstrationen machen sehr deutlich, wie dramatisch die Situation auf vielen Betrieben und in den dazu gehörenden Familien ist. Es ist daher gut und zollt Respekt, dass in aller Deutlichkeit auf die Konsequenzen der Entwicklung der letzten Jahrzehnte hingewiesen wird.

Ein Betrieb der weg ist, geht nicht in den Standby-Betrieb, sondern ist verloren. Und das nicht erst seit gestern.

In den letzten zehn Jahren sind in Deutschland von 100.000 Milchviehbetrieben allein 60.000 übrig geblieben. Ein bisher stummes, bedrückendes Sterben. Die Antwort kann keine Rolle rückwärts sein. Die Entwicklung ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, falschen Agrarpolitik.

Die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien und Verbände haben versucht, die seit langem bekannten Herausforderungen auszusitzen, zu ignorieren und zu leugnen. Sie haben damit den Bäuer*innen einen Bärendienst erwiesen.

Dabei kann es nur darum gehen, die Herausforderung aktiv anzunehmen und zügig zu wirksamen und praxisnahen Lösungen zu kommen. Die Kosten der Maßnahmen müssen aber bezahlt werden. Das geht nur mit fairen Preisen. Gegen ruinöse Märkte kann nicht ansubventioniert werden.

Appelle an Verbraucher*innen sind bei der realen Situation an den Märkten, den Lieferketten und den Vermarktungsmonopolen keine Lösung. Es muss daher endlich Schluss sein mit der Haltung einiger Verbände und Teilen der Politik, eine aktive Gestaltung der Märkte zu verweigern. Ein hilfloses starren auf Märkte schafft nur Verlierer*innen. Märkte brauchen Leitplanken.


[17.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 222.19 / 17.05.2019
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 4 – Änderung des Landesplanungsgesetzes

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Es ist fünf vor zwölf

Sehr geehrte Damen und Herren,

ob bei Sonnenschein oder bei fiesem Nieselregen: jede Woche demonstriert
die junge Generation auch vor unserem Landeshaus. Und das, damit wir
zeitnah und konsequent dem Klimawandel mit einer Umsetzung der
Energiewende begegnen. Damit wir Politiker*innen uns bei diesem
essentiellen Thema nicht nur zu den Zielen der Energiewende und dem
Klimaschutz bekennen, sondern auch handeln. Eigentlich ist das ganz
einfach: Erneuerbare Energie aus Wind und Sonne ist inzwischen zur
kostengünstigsten Energie geworden. Zügig könnten große Kapazitäten
entstehen. Gerade in Schleswig-Holstein ist dies keine Bürde, sondern eine
einzigartige Chance für die Wirtschaft, die Menschen und das Klima. Aber
eines ist klar: Die Uhr tickt, es ist fünf vor zwölf.

Schleswig-Holstein ohne Wind, das gibt es fast gar nicht. Das ist unser
einzigartiger Standortvorteil und deshalb ist die Windkraft neben Sonne
und Biomasse hier bei uns die wichtigste, ausbaufähige Energiequelle.
Zusätzlich zur Stromwende sind Verkehrs- und Wärmewende sowie die
Industriewende die drei wichtigen Säulen der Energiewende. Auf sie setzen
wir Grüne in Sachen Klimaschutz. Und wir müssen sie zusammendenken. Über
eine Sektorenkopplung durch effiziente Technologien. Immer noch sind 86
Prozent unserer Primärenergie fossil oder atomar. Es ist eine große
Herausforderung, diese 86 Prozent in den kommenden 30 Jahren zu 100
Prozent durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Das bedeutet, dass wir
zeitnah die entsprechende erneuerbare Erzeugungsleistung benötigen.

Der Erfolg, der heute schon möglichen technologischen Innovationen im
System der erneuerbaren Energien, hängt maßgeblich davon ab, dass
überhaupt ausreichend produzierter erneuerbarer Strom vorhanden ist, um
zum Beispiel im erforderlichen Maßstab grünen Wasserstoff zu erzeugen. Nur
so können möglichst flächendeckend und in allen Bereichen fossile und
atomare Energien ersetzt werden.
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