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Artikel getagged mit: Ostsee

[12.11.2016 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 476.16 / 11.11.2016

Friesische Sprache und Kultur stärkt die Zusammenarbeit der Nordseeregion!!

Zur heute unterzeichneten Erklärung zur regionalen Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und den drei niederländischen Provinzen Groningen, Fryslân und Drenthe sagt der europapolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Es freut mich sehr, dass Schleswig-Holstein mit dieser Absichtserklärung auch im Bereich der Nordsee einen weiteren Schritt hin zu einer regionalen Zusammenarbeit vollzogen hat. Es ist richtig, hier die Themen Minderheiten, sprachliche Vielfalt, gemeinsame Kulturgeschichte und kulturellen Austausch obenan zu stellen. Friesische Sprache und Kultur sind so etwas wie grenzüberschreitende, kulturelle Perlen im Nordseeraum und für die regionale Identität sehr bedeutsam.

Herausforderungen, wie den Hochwasserschutz, die Energiewende mit der Entwicklung innovativer Technologien, wie zum Beispiel Power-to-Gas Speicherung, die erforderliche Anpassung an den Klimawandel, stellen sich gleichermaßen hier wie dort – auch dabei können alle nur profitieren von einer gut funktionierenden Zusammenarbeit.

Wir wollen die Zusammenarbeit in der Nordseeregion weiter ausbauen. Die Ostseekooperation kann dabei durchaus als Vorbild dienen. Wir brauchen mittelfristig eine europäische Nordseestrategie, um auch weitere für unsere Regionen wichtige Themenfelder, wie Sicherheit und saubere Treibstoffe im Schiffsverkehr, Verklappung, Fischereifragen, Meeresschutz sowie nachhaltigen Tourismus mit unseren PartnerInnen im Nordseeraum weiter voranzubringen.


[18.12.2015 | Kein Kommentar]

Brunsbüttel als LNG-Standort entwickeln – Chance nicht verpassen:
Vom fossilen zum erneuerbaren Treibstoff

Vorweg vielen Dank an den Minister für den Bericht. Der Ausbau einer LNG(Liquified Natural Gas)-Struktur kann für den am Energiestandort Brunsbüttel von erheblicher Bedeutung sein.

Rund zwei Dutzend LNG-Hafenstandorte in Europa kommen in der Entwicklung bisher nicht so richtig voran. Am Hafenstandort Wilhelmshafen gibt es bei hervorragender multimodaler Anbindung des Standortes und einer leistungsfähigen Gasleitung seit Jahrzehnten Planungen für LNG, die bisher nicht umgesetzt wurden.

Doch es gibt viele Gründe, warum LNG am Standort Brunsbüttel jetzt erfolgreich sein kann:

– Die neue Ausrichtung der EU Energieaußenpolitik: Die EU und auch Deutschland sind in hohem Maß abhängig von Energieimporten. Bei Öl und Gas sind es in Europa zirka 70 Prozent. Das meiste Gas kommt per Pipeline aus Russland. Im Zuge der Ukrainekrise ist nochmal sehr deutlich geworden, wie wichtig eine Diversifizierung in der Energieaußenpolitik ist. Über LNG wäre ein weltweiter Bezug von Flüssiggas z.B.aus Vorderasien und Nordafrika auf dem Seeweg über den Brunsbütteler Hafen möglich.

– Am Standort Brunsbüttel wäre neben einer Tanklagerung und dem Ausbau der Lagerung auch ein Terminal und eine Bunkerstation sowie eine überregionales maritimen Verteilungsstruktur möglich.

– Die Lage am Schifffahrtsknotenpunkt in der Elbmündung und am Kanal würden die verschiedenen Optionen einer sich entwickelnden Infrastruktur für den Einsatz von LNG als Schiffstreibstoff eröffnen.

– Die Schifffahrt in Nord-und Ostsee hat seit 2015 die niedrigen Schadstoffgrenzwerte des IMO Marpol Abkommen einzuhalten. LNG-Gas als Schifftreibstoff heißt 100 Prozent weniger Partikelemission, 100 Prozent Schwefeldioxid-Reduktion, 70 Prozent weniger Stickoxyde und schon mindesten 30 % Prozent weniger Klimagase im Vergleich zu maritimen Schiffsdiesel.
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[24.11.2015 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 461.15 / 19.11.2015
Es gilt das gesprochene Wort!
TOP 20 – Umsetzung der Resolution des 13. Parlamentsforums südliche Ostsee

Dazu sagt der europapolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Idee des Europas der Regionen muss laufend mit neuem Leben gefüllt werden.

Wir leben in unruhigen Zeiten, in Europa, im Mittelmeerraum, im Nahen Osten. Krisenherde und Konflikte, die alle nicht neu sind, sich aber in den letzten Jahren und Monaten in beängstigender Weise zuzuspitzen scheinen. Wir hatten am Montag und Dienstag hier im Landtag Gespräche zur Ostseekooperation, unter anderem mit dem Direktor des Ostseerates, Jan Lundin. Dialog und Verständigung mit Russland waren das beherrschende Thema.

Es ging auch um den verschleppten, ungelösten Konflikt Russlands mit der Ukraine. Er belastet die europäische Zusammenarbeit über die Grenzen der EU hinaus schwer – auch im Ostseeraum. Wer einseitig Ländergrenzen verschiebt, spielt mit dem Feuer. Allein dieser Konflikt hat zu einer Flüchtlingsbewegung von hunderttausenden Menschen in Osteuropa geführt. Eine bessere Verständigung mit Russland wäre auch ein wichtiger Schlüssel zur Entschärfung der Lage in Syrien.

Auch in Europa ist die Grenze wieder überschritten worden, Waffengewalt und militärisches Eingreifen sind zum Mittel in der zwischenstaatlichen Auseinandersetzung geworden. Wir dürfen das nicht einfach hinnehmen, nicht in Europa, in der Ukraine, nicht in Syrien oder im Nahen Osten.
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[20.04.2015 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 165.15 / 20.04.2015

Ostsee: Überfischung schadet auch der Fischerei

Zur heutigen Beratung im EU-Fischereirat, über den Mehrjahresplan zur Fischerei in der Ostsee, sagt der europapolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Bernd Voß:

Die EU-Beschlüsse zur Fischereireform 2013 ließen hoffen, dass ein neuer Geist in die Fischereipolitik Einzug hält und damit die Möglichkeit zur Regeneration der Fischbestände in der Ostsee in greifbarer Nähe ist. Nicht zuletzt waren diese Beschlüsse auch auf Druck aus der Zivilgesellschaft zustande gekommen. Doch der jetzige Vorschlag der Kommission zu den Fangquoten lässt von diesem neuen Geist wenig spüren. Ich erwarte von der Bundesregierung, sich im EU-Ministerrat für an wissenschaftlichen Grundlagen orientierte Fangquoten einzusetzen und keinen durch einseitige Interessen geleiteten Quoten zuzustimmen. Eine Überfischung der Bestände schadet letztlich auch der handwerklichen Fischerei an unseren Küsten.