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Artikel getagged mit: Ökolandbau

[07.09.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 064.17 / 07.09.2017

Grüne auf der Norla

Wie auch in den vergangenen Jahren sind die schleswig-holsteinischen Grünen auf der Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Norla vom 7.-10.9.2017 in Rendsburg präsent, mit einem gemeinsamen Stand des Landesverbandes und der Landtagsfraktion.

Dazu sagt die Landesvorsitzende Ruth Kastner:

„Mobilität, Versorgungsinfrastruktur, Bildungs- und Berufschancen, das sind Schlüsselthemen für die Lebensqualität in ländlichen Räumen. Und dabei eine hohe Umweltqualität sichern. Dafür stehen wir Grüne, nicht nur hier am Messestand, sondern überall im Land, wo wir politische Verantwortung tragen. “

Dazu sagt der agrar- und energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bernd Voß:

„Jahr für Jahr erlebe ich hier auf der Norla, dass Bauern und Bäuerinnen einer Grünen Politik aufgeschlossen gegen stehen. Es wird anerkannt, dass frühzeitig die gesellschaftlichen Herausforderungen benannt werden und mit den BäuerInnen zusammen an Lösungen gearbeitet wird. Das ist gut für die Umwelt und sichert die Entwicklung der Betriebe.“

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Das Programm am Grünen Messestand:

Donnerstag, 07.09. – Sonntag, 10.09.2017

Abgeordnete des Land- und Bundestages sowie ExpertInnen aus dem Landesverband tauschen sich mit den BesucherInnen aus und stellen sich ihren Fragen.

Apfelmuseum und Saftpressen mit Meinolf Hammerschmidt, Obstmuseum Pomarium Anglicum

Freitag, 08.09.2017, 13 Uhr

Landwirtschaftsminister Robert Habeck stellt sich den Fragen der BesucherInnen.

Sonntag, 10.09.2017, 10 Uhr

Finanzministerin Monika Heinold stellt sich den Fragen der BesucherInnen.

Sonntag, 10.09.2017, 12 Uhr

Lesung mit Matthias Stührwoldt, Landwirt und Autor, über das Leben auf dem Land

Der Grüne Messestand befindet sich auf Platz K19, direkt an der Breslauer Straße.


[19.04.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 037.17 / 19.04.2017

Zugang zu Land für bäuerliche Betriebe auch in Schleswig-Holstein ein Problem

Anlässlich der gestrigen Veranstaltung „Schleswig-Holsteins Felder im Ausverkauf?“ in Wasbek (bei Neumünster) mit Maria Heubuch, Grüne Europaparlamentsabgeordnete, und dem Experten für landwirtschaftliche Bodenmärkte, Bernhard Forstner, vom Thünen-Institut sagt der agrarpolitische Sprecher von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Veranstaltung hat deutlich gemacht: Der Zugang zu Land für bäuerliche Betriebe ist auch in Schleswig-Holstein ein Problem. Land- und Pachtpreise steigen. Außerlandwirtschaftliche Investoren zeigen zunehmend Interesse am Erwerb landwirtschaftlicher Flächen. Einsteigewillige Junglandwirte und junge Familien haben es zunehmend schwer, eine
landwirtschaftliche Existenz aufzubauen. Die Konzentration von Landbesitz schreitet voran. Durch unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten wird der bestehende gesetzliche Rahmen zum Erhalt einer kleinteiligen Agrarstruktur unterlaufen. Hier muss nachgebessert werden.

Maria Heubuch ergänzt:

Das Entstehen riesiger Agrarunternehmen ist schädlich für Umwelt, bäuerliche Betriebe und ländliche Entwicklung. In anderen Regionen Deutschlands und Europas, wo diese Entwicklung bereits weiter fortgeschritten ist, sehen wir die negativen Folgen besonders krass.

Industrielle Landwirtschaft erzielt zwar mehr Einkommen pro Hektar, auch bedingt durch eine falsche Förderpolitik, aber bäuerliche Betriebe bringen mehr Wertschöpfung in die Region. Der Markt wird von Großbetrieben dominiert, die auf Billigproduktion setzen. Die Dörfer veröden. Diese Billigproduktion kommt am Ende uns allen teuer. Wir können sie uns so nicht mehr länger leisten und müssen deshalb gegensteuern.


[18.04.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 158.17 / 18.04.2017

Keine neue Gentechnik auf unseren Feldern!

In den vergangenen Jahren wurden neue Gentechnologien zur Veränderung von Pflanzeneigenschaften entwickelt. Offen ist, ob diese neue Art der Züchtung rechtlich als “genetisch verändert“ gelten müssen oder nicht. Anlässlich des heutigen Besuches bei Saat:gut e.V. sagt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Gut, dass es Unternehmen gibt, bei denen Zucht und Saatgutvermehrung in bäuerlicher Hand liegen. Die rasch voranschreitende Konzentration auf dem Saatgutmarkt mit Züchtungsmethoden, die eine weitere Züchtung unmöglich machen und so die Landwirtschaft in die Abhängigkeit treiben, sind eine Gefahr für die Ernährungssouveränität. Hierzulande haben wir einen breiten gesellschaftlichen Konsens für eine gentechnikfreie Landwirtschaft.

Aber durch neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzüchtung droht uns die Gentechnik durch die Hintertür – und die Bundesregierung spielt dieses Spiel mit. Nur dank der EU-Kommission wurde eine voreilige Zulassung wieder einkassiert.

Die Europaabgeordnete Maria Heubuch ergänzt:

Diese Methoden greifen unterhalb der Zell- und Genomebene ein und können daher nicht als konventionelle Züchtung angesehen werden. Sie können zu ähnlichen Umwelt- und Gesundheitsrisiken wie herkömmliche gentechnische Verfahren führen.

Seit 2008 beschäftigt sich die Europäische Kommission mit der rechtlichen Bewertung dieser Methoden, ohne bisher zu einem Ergebnis zu kommen. Dabei liegen eindeutige Rechtsgutachten dazu längst vor, unter anderem vom Bundesamt für Naturschutz. Bei Anwendung des Vorsorgeprinzips kann es keinen Zweifel geben, diese Techniken dem Gentechnikrecht zu unterwerfen. Dass dies bisher nicht geschehen ist, stimmt bedenklich. Eine Beteiligung des Europäischen Parlamentes würde diese Hinterzimmerpolitik in die Öffentlichkeit bringen.

Hintergrund:

In den vergangenen Jahren wurden neue molekularbiologische Techniken zur Veränderung von Pflanzeneigenschaften entwickelt. Offen ist, ob die daraus gewonnenen Organismen rechtlich als “genetisch verändert“ gelten müssen oder nicht. Die Definition ist entscheidend dafür, ob Pflanzen das aufwändige Gentechnik-Zulassungsverfahren durchlaufen und als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden müssen – oder ob eine einfache Registrierung reicht.

Es geht um die Beurteilung folgender Techniken:

– Oligonukleotid-gesteuerte Mutagenese (ODM)

– Zinkfinger-Nukleasen (ZFN 1, 2 und 3)

– Cisgenese/ Intragenese

– Pfropfung

– Agro-Infiltration

– RNA-gesteuerte DNA-Methylierung

– Reverse breeding

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[12.04.2017 | Kein Kommentar]

Gentechnikfrei, weil Bio-Leben sich nicht programmieren lässt

Unter der Überschrift sind: Maria Heubuch, Europaabgeordnete der Grünen, der Landtagsabgeordnete der Grünen und Udo Hansen vom KV Sl FL der GRÜNEN

am Dienstag, 18. April 2017, von 10.00-12.00 Uhr bei der Vorsitzenden von Saat:Gut e.V.

Barbara Maria Rudolf
Kamper Weg 6, 24887 Silberstedt
https://www.saat-gut.org/

Neue gentechnische Verfahren wie Genom Editing, CRISPR/Cas und Gene Drive und Cosorgen für einen neuen Hype bei den Gentechnikbefürwortern. Über unklare Deklarationspflichten wächst hier plötzlich die neue Generation als Gentechnik als Zeitbombe heran.

GRÜN im Land, Bund und in Europa bleibt dran, damit wir auf den Äckern und Feldern bleiben wie wir sind: Gentechnikfrei!!

Ein Besuch der Züchtungsarbeit auf dem Betrieb Christians Biolandhof schließt sich an.