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Artikel getagged mit: Nordsee

[26.04.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 149.18 / 26.04.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 29 – Kräfte bündeln, Führung vereinheitlichen: „Deutsche Küstenwache schaffen!“

Dazu sagt der für Küstenschutz zuständige Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Nationale Küstenwache und zeitgemäßes Gefahrenabwehrkonzept

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen,

die Forderungen nach einer einheitlichen nationalen Küstenwache und das Ringen um ein wirksames, zeitgemäßes Gefahrenabwehrkonzept sind nicht neu. Wir haben unterschiedliche Bundes- und Landesbehörden, die mit speziellen hoheitlichen Aufgaben betraut sind (zum Beispiel Landespolizei, Bundespolizei, Zoll, Fischereiaufsicht, Wasser- und Schifffahrtsamt). Ihre Aufgaben erledigen sie dabei mit eigenen zum Teil spezialisierten Schiffen.

Da mag es naheliegend sein, durch eine Umorganisation und Zusammenlegung anzustreben, technische Kapazitäten, insbesondere Schiffe, einzusparen.

Aber einer einfachen Zusammenlegung stehen aktuell nicht nur grundgesetzliche Hürden entgegen: Auch normale gesetzliche Hürden verbieten die Zusammenlegung der weitreichenden Befugnisse des Zolls und der Aufgaben der Landespolizeien oder der Fischereiaufsicht.

In keiner vergleichbaren Küstenregion sind vom Tonnenleger über die Fischereiaufsicht, den Zoll, bis zur Wasserschutzpolizei alle Kompetenzen in einer Führung oder möglichst auf einem Boot zusammengefasst.

Da sollten auch nicht die schnittigen, PS-starken Boote einer Coastguard im Film als Beleg dafür, „wie es geht“, herangeholt werden. Und auch kann es nicht darum gehen, diese hohen und gerechtfertigten Hürden zu überwinden, um alle Behörden unter einer Führung zusammen zu fassen.

Es ist auch Ziel dieses Koalitionsvertrages, die Sicherheitsarchitektur an der Küste durch ein zeitgemäßes Gefahrenabwehrkonzept weiter zu entwickeln und die verschiedenen maritimen Dienststellen mit ihren unterschiedlichen Aufgaben, Herausforderungen und Kompetenzen zusammenzuführen.
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[25.01.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 017.18 / 24.01.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 29 – Elektromobilität technologieoffen voranbringen

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Zukunft heißt: Fahren mit Strom vom Deich

Jahrtausende dominierte das Pferd unsere Straßen. Seit rund hundert Jahren ist es der Verbrennungsmotor. Doch im 21. Jahrhundert hat der Antrieb viele Namen: Wasserstoff, Hybrid, Plug in Hybrid, um nur einige zu nennen. Alles Technologien mit einer zentralen Botschaft: Es ist schlicht nicht notwendig, dass wir unsere Umwelt verschmutzen und sowohl unsere Gesundheit, als auch die Erderhitzung riskieren, nur um von A nach B zu kommen.

Der Verkehr ist mit einem Anteil von 21 Prozent an den Gesamtemissionen auch in Schleswig-Holstein einer der Hauptklimafeinde. Der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen hat in Deutschland im zweiten Jahr in Folge zugenommen. Ursachen sind der zunehmende Verkehr und die Fahrzeuggrößen. Dabei geht Mobilität längst mit erneuerbaren Energien.

Vor genau zehn Jahren wurden in Deutschland gerade acht reine E-Autos zugelassen. Dieser junge Markt hat sich in den letzten Jahren massiv vervielfacht. Und 2017 hat es mit 25.000 Neuzugelassenen E-Mobilen erneut mehr als eine Verdoppelung zum Vorjahr gegeben. Auch die Zahl der Hybrid- und mit Erdgas angetriebenen Autos hat sich in den letzten fünf Jahren zusammen verdoppelt. In Umfragen können sich mehr als die Hälfte der Deutschen vorstellen, ein rein elektrisches Auto zu kaufen. Doch in der Praxis liegt der Marktanteil bei Neuzulassung für alternative Antriebe
gerade einmal bei 2 Prozent, davon 0,42 Prozent E-Antrieb.

Zum Vergleich: In den Niederlanden sind es 10 Prozent und in Oslo sogar 40 Prozent. Sieht ganz so aus, als würden wir den Anschluss an eine gute Entwicklung verpassen? Warum fällt uns der Fortschritt hier so schwer?

Ich nenne Ihnen vier Gründe, und keiner davon ist technisch:

1) Die Hersteller werben in den großen Medien mit alten Modellen, mit denen sie derzeit am meisten Geld verdienen.

2) Auch in Autohäusern werden leider kaum Modelle mit Brennstoffzellen oder Akku angeboten. Fragen Sie selbst gerne mal nach einer Probefahrt.
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[13.12.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 376.17 / 13.12.2017

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 16 Energie- und Klimaschutzziele in Schleswig-Holstein

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Energie- und Klimaschutzziele in Schleswig-Holstein umsetzen!

Denn, die immer höher werdenden Deichkronen sind ja im wahrsten Sinne nur die Spitze der Herausforderungen, die wir angehen werden.

Sehr geehrtes Landtagspräsidium,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

mit dem Klimaabkommen haben wir uns dem Ziel verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, die nötig sind, um die Temperaturerhöhung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Die Tatsache, dass wir ein Klimaschutzgesetz haben, heißt nicht, dass sich alle darin festgehaltenen Ziele von allein erfüllen. Wir müssen beim Klimaschutz in kurzer Zeit viel schaffen.

Es ist wichtig, dass wir uns jetzt die Frage stellen: ‚Haben wir alle notwendigen Weichen für das Erreichen dieser Ziele rechtzeitig gestellt?‘ Das Klimaschutzgesetz schreibt bewusst wenige ordnungsrechtliche Maßnahmen vor, sondern setzt auf die Kompetenzen von relevanten Akteur*innen.

Im Folgenden möchte ich auf die drei im Antrag betonten Ziele: Treibhausgasemissionen, erneuerbarer Strom und Wärme eingehen. Die Anforderung an eine wirksame Verkehrswende steht hier allerdings noch aus.

1. Treibhausgas-Emissionen müssen bis 2020 um 40 Prozent reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir unsere jährlichen Treibhausgasemissionen von 26 Millionen Tonnen 2015 auf 20,4 Millionen Tonnen bis 2020 – also um rund 5 Millionen Tonnen CO2 reduzieren. Diese Menge ließe sich am einfachsten durch die Erzeugung erneuerbaren Stroms kompensieren und entspricht in etwa der im Koalitionsvertrag vereinbarten Steigerung von 6 auf 10 Gigawatt installierter Leistung für Windenergie an Land. Doch schon kurzfristig kommen wir nicht darum herum, dass alle Sektoren – auch Verkehr, Wärme, Industrie und Landwirtschaft – ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.
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[24.03.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 141.17 / 24.03.2017

Rede zu Protokoll gegeben.

TOP 69 – Bericht zur Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“

Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Das GAK-Gesetz hilft dem ländlichen Raum!

Ich danke der Landesregierung für den Bericht. Die Beteiligung des Bundes an den Kosten für den Küstenschutz und für Investitionen in ländliche Räume ist für unser Land von großer Bedeutung. Dies verdeutlicht auch ein anderer Bericht, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Ich spreche vom Klimareport des Deutschen Wetterdienstes und des LLUR.

Der Klimawandel ist längst Realität. Die Veränderungen, die bereits eingetreten und nachweisbar sind, lassen ahnen, was unserem Land bevorsteht, wenn die Ziele für den Klimaschutz nicht eingehalten werden.

Dabei können wir uns schon fast sicher sein, dass die Messlatte gerissen wird. Na wenn schon, sagen vielleicht einige. Mehr warme Sommertage beleben das Geschäft beim Tourismus. Skigebiete haben wir hier nicht, also warum sollen uns graue Haare wachsen, wenn die Winter milder werden.

Wir sind hier in den gemäßigten Breiten in der Tat global betrachtet nicht die Hauptbetroffenen, das ist wahr. Aber ebenso wahr ist auch, dass wir in Bezug auf Küstenschutz und Hochwassermanagement in den nächsten Jahrzehnten vor immensen Herausforderungen stehen werden.

Wir haben uns mit Strategien wie Wattenmeer 2100 strategisch früh und gut aufgestellt. In diesem Jahr werden wir rund 75 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgeben. 44 Millionen kommen vom Bund, 8 Millionen von der EU und immerhin 23 Millionen investieren wir an eigenen Mitteln. Die Mittel der Gemeinschaftsaufgabe werden zu fast 60 Prozent für den Küstenschutz aufgebraucht. Da sind weitere Mittel für Maßnahmen noch nicht mit eingerechnet, die ebenfalls mit dem Klimawandel zusammenhängen: Die Wiederaufforstung nach Sturmschäden und wasserwirtschaftliche Maßnahmen zur Verminderung des Hochwasserrisikos.

Dabei sind die übrigen Maßnahmen wie Kofinanzierung der Ökolandbauförderung, der Investition in mehr Tierschutz, Gewässerschonende Gülleausbringung, Breitbandausbau, Bildungsinfrastruktur, Nahversorgung, höchst sinnvoll. Sie stärken die ländlichen Räume. Dieses Geld kommt bei den Menschen an und verbessert die Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Davon könnten wir noch mehr gebrauchen.
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