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Artikel getagged mit: Maisanbau

[14.09.2016 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 386.16 / 14.09.2016

Ein schwarzer Tag für BäuerInnen und VerbraucherInnen

Zur Übernahme von Monsanto durch Bayer sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Dies ist ein schwarzer Tag für BäuerInnen, VerbraucherInnen und für viele mittelständische Unternehmen weltweit. Die Konzentration auf dem Saatgut- und Agrarchemiemarkt ist auch ohne diesen Deal in höchstem Maße besorgniserregend.

Wir dürfen uns als Gesellschaft nicht erlauben, dass Schlüsselfaktoren für unsere Ernährung derartig konzentriert in privater Hand riesiger Wirtschaftsunternehmen sind.

Genmais, Glyphosat und Entrechtung von Kleinbauern weltweit: Der Name Monsanto steht sprichwörtlich für diese Entwicklung. Das Recht auf Nahrung wird dadurch aufs Spiel gesetzt. Bleibt zu hoffen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und die Aufsichtsbehörden ihre Verantwortung wahrnehmen.


[21.06.2016 | Kein Kommentar]

Weidelandcharta: ein weiteres Signal für die Agrarwende, 21.06.2016

Zum Beitritt Schleswig-Holsteins zur Weidelandcharta sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Unterzeichnung der Weidelandcharta verstehe ich als ein weiteres Signal der Grünen Agrarminister für einen Aufbruch in eine andere Agrarpolitik. Es ist genau richtig, dafür neben Landwirtschaft und Molkereiwirtschaft auch Organisationen des Umwelt- und Tierschutzes mit an den Tisch zu holen. Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Bündnis, um die Wende hinzukriegen. Und anders als bei dem Milchgipfel wird keiner außen vor gelassen.

Ohne ein Umsteuern werden nicht nur viele bäuerliche Betriebe sondern mit ihnen auch die Kühe auf der Weide aus unserer Landschaft verschwinden. Denn in immer größeren Einheiten wird die Weidehaltung zum logistischen Problem. Aber nur mit Weidehaltung erhalten wir ganz nebenbei Vielfalt in Fauna und Flora unserer Kulturlandschaft in den Grünlandregionen. Mit Weidehaltung können die Tiere gesund gehalten werden. Das Lebensmittel Milch erhält durch Weidehaltung erst seine besondere Qualität. Milcherzeugung vom Grünland schont überdies das Klima, weil weniger Anbaufläche weltweit für Futtermittel in Anspruch genommen und so CO2 gespeichert wird. Für Weidemilch müssen neue Vermarktungswege erschlossen werden, damit Milchviehhaltung und Weidewirtschaft in Schleswig-Holstein eine Zukunft haben. Die Charta ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Bernd_Voss_Weideland

Unterstützt werden muss dies durch ein Siegel mit klaren Kriterien für die Weidehaltung. Wo Weidemilch drauf steht oder auf der Verpackung Kühe auf der Weide grasen, sollte auch Weidemilch drin sein. Das geht nur mit einem einfachen klaren staatlichen Herkunftskennzeichen. Hier muss der Bundesgesetzgeber endlich in die Hufe kommen. Siehe dazu die pdfs unter:

https://www.weideland.gruenlandzentrum.org/images/Charta_-Weideland.pdf und

https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/agrar/Faire_Tierhaltung.pdf


[24.02.2015 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 076.15 / 20.02.2015

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 4 – Große Anfrage der SPD „Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein“

Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen,
Bernd Voß:

Für bäuerliche Erzeugungsstrukturen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich danke der Landesregierung für diese sehr umfassende Beantwortung. Sie belegt eindrucksvoll die Bedeutung der Ernährungswirtschaft für unser Land. Dieser Bereich verdient daher unsere Aufmerksamkeit. Und dies nicht nur aufgrund der im Bericht genannten Fakten wie Beschäftigungszahlen, Exportzahlen, Umsatzzahlen.

Aber auch die vielfältige Bildungslandschaft der Land- und Ernährungswirtschaft ist ein Ergebnis Jahrzehnte langen Engagements vieler Akteure hier im Land. Der Begriff Ernährungswirtschaft ist hier weit gefasst, nicht nur Lebensmittelverarbeitung im engeren Sinn, und reicht sozusagen vom Stall bzw. vom Acker, der Wiese über die Verarbeitungskette bis auf den Teller. Und das ist auch richtig so, die ganze Wertschöpfungskette und Wirkungskette mit in den Blick zu nehmen. Weiterlesen »


[15.01.2015 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 003.15 / 15.01.2015

Aufruf zur Demonstration: “Wir haben es satt!”

Sonnabend, 17. Januar 2015, 12 Uhr, Berlin, Potsdamer Platz

Wir haben Massentierhaltung, Gentechnik und TTIP satt!

Der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein ruft auf zur Teilnahme an der Demonstration „Wir haben es satt!“ am kommenden Sonnabend in Berlin, um gemeinsam für eine Agrarwende zu werben. Mit dabei sind:
Der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Robert Habeck, der Landesvorsitzende Peter Stoltenberg und die Landtagsabgeordneten Bernd Voß und Detlef Matthiessen.

Zu der Demonstration sagt der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Peter Stoltenberg:

„Wir Grüne gehen auch in diesem Jahr gemeinsam mit VerbraucherInnen, TierschützerInnen und LandwirtInnen auf die Straße, um für eine umweltschonende Landwirtschaft mit tiergerechten Ställen, für Saatgut-Vielfalt und gentechnikfreien Ackerbau zu werben. Nur so kann eine zukunftsfähige Landwirtschaft gelingen. Wir fordern die Bauernverbände auf, die breite gesellschaftliche Kritik an unserem Landwirtschaftssystem ernst zu nehmen und nicht als ideologisch zu diffamieren. Gleichzeitig muss die Agrarpolitik den Bäuerinnen und Bauern Perspektiven für die Zukunft ihrer Höfe anbieten.

Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA bedeuten eine globale Industrialisierung der Landwirtschaft. Wir erkennen keinen bedeutsamen wirtschaftlichen Nutzen und befürchten große Gefahren für unsere Lebensmittelstandards.“