Home » Archiv

Artikel getagged mit: Kreis Dithmarschen

[17.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 229.19 / 17.05.2019
__________________________________________________________

Der Rückbau ist eine andere Situation als der Betrieb

Zur Einigung über die reduzierte Einleitung radioaktiver Abwässer in die Elbe sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Ich begrüße, dass es auf Drängen der Bürgerinitiativen und Umweltverbände schon zum jetzigen Zeitpunkt, vor Beginn der umfangreichen Rückbauarbeiten des AKW Brunsbüttel, zu einer Einigung über eine deutliche Reduktion radioaktiver Abwässer in die Elbe gekommen ist.

Der Rückbau ist eine andere Situation als der Betrieb. Die bisher im Verfahren beantragten und möglichen Einleitungen waren der neuen Situation fachlich nicht angemessen.


[26.04.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 177.19 / 25.04.2019
___________________________________________________________

Die Bundesregierung darf die Standortsuche für ein Atommüllendlager nicht verschleppen

Zum Beginn der bundesweiten Informationsveranstaltungen zur Suche nach einem Endlager für Atommüll sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Es ist gut, dass die bundesweite Suche nach einem Endlager für Atommüll, wie im Standortauswahlgesetz vorgesehen, transparent und unter breiter Beteiligung der Bevölkerung erfolgt. Nur so kann in dieser seit fast fünfzig Jahren verschobenen Frage des Atommülls eine befriedigende Lösung gefunden werden. Die AKWs laufen bis heute weiter und produzieren Atommüll.

Um 2045 laufen die Genehmigungen für die Zwischenlager für Castoren mit hochradioaktiven Müll an den AKW-Standorten, also auch in Krümmel, Brokdorf und Brunsbüttel, aus. Sie dürfen nicht zu Endlagern werden. Das für die Findung eines Standortes für ein Atommüllendlager vorgesehene Jahr 2031 musst zwingend eingehalten werden. Nur so ist überhaupt darstellbar, dass ein Endlager 2050 fertig gestellt sein kann. Auch dann wird es noch viele Jahre dauern, bis der ganze Atommüll eingelagert ist.

Die kommenden 12 Jahre bis 2031 müssen effizient für die Standortauswahl genutzt werden. Es hilft nicht weiter, wenn das Standortauswahlgesetz nur gelobt wird. Die Bundesregierung verschleppt schon seit drei Jahren ein für eine transparente und zeitgerechte Standortsuche zwingend erforderliches Geodatengesetz. Sie setzt so das ganze Verfahren aufs Spiel.


[09.03.2019 | Kein Kommentar]

Einladung

14. März 2019

von 16.00-17.30 in Brunsbüttel, Elbehafen 1

Erneuerbarer Strom und Mee(h)r – Regionale Unternehmen gehen bei der Energiewende voran

– informieren und diskutieren –

Im Gespräch: Gäste der Heinrich Böll Stiftung SH aus der Ukraine, Japan und Weißrussland Wladimir Sednjow, Kazumi Kusanox und Tatjana Romanowna Sementschky, Tim Brandt Geschäftsführer von ,,W2G“ (Wind to Gas Energy) und anderen

Anschließend: offene Gesprächsrunde

Hintergrund:

In der 2. Märzwoche, 11.3.-16.3., ist wieder eine Gruppe der Heinrich Böll Stiftung aus Fukushima und Tschernobyl zu Gast in Schleswig-Holstein. Es sind mit Dolmetschern und Betreuern 10 Personen. Sie besuchen vormittags mit einem umfangreichen Angebot Schulen im Land. Am Nachmittag und Abend finden dann verschiedene Gespräche und öffentliche Veranstaltungen statt.

In der windreichen Region Dithmarschen betreiben die Gesellschafter der „Wind to Gas Energy GmbH & Co. KG“ Windenergieanlagen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung. Mit einem Power to Gas Projekt und Energiespeicherung im Rahmen eines NEW 4.0 Projektes wird ein innovativer regionaler Beitrag zur Sektorenkopplung und Energiewende erbracht.

Bei uns die Frage: Wie lässt sich die Energiewende pünktlich regional umsetzen, damit die vereinbarten Ziele des Pariser Klimaabkommen sowie der Atomausstieg umgesetzt und dabei die Gesellschaft mitgenommen werden kann?

Gäste sind herzlich willkommen.

Um Anmeldung an berndvoss.ma02 {at} posteo(.)de
wird gebeten. Oder an <bernd.voss {at} gruene.ltsh(.)de>


[19.01.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 014.19 / 17.01.2019

Die Spitze des Eisberges

Zur Beendigung der Kavernenleerung im Kernkraftwerk Brunsbüttel sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Der erste Schritt ist getan: Dank der verantwortlichen Aufsicht durch unser Umweltministerium und dem Einsatz aller Beteiligten sind die Atommüllfässer nun so weit, dass sie für ein Endlager vorbereitet werden können. Bleibt zu hoffen, dass uns nicht weitere bislang unbekannte radioaktive Hinterlassenschaften des Betriebes bevorstehen. Diese Fässer hatten über Jahrzehnte in den Katakomben vor sich her gerostet.

Ein Riesenaufwand und sieben Jahre waren nötig, um den ersten kleinen Teil des nur schwach- und mittelaktiven Atomschrotts überhaupt erstmal bergen zu können. Das war nur die Spitze des Eisberges. Tausende Tonnen der gefährlichen Hinterlassenschaften des Atomzeitalters, zum Teil auch hochaktiv, müssen sicher geborgen, abgerissen und verpackt sowie anschließend in ein Endlager verbracht werden, das es noch nicht einmal gibt. Wichtig ist nun, dass der Atomausstieg beschleunigt und die Endlagersuche vorangebracht wird, damit Schleswig-Holsteins Zwischenlager an den AKWs uns nicht für die Ewigkeit belasten.