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Artikel getagged mit: Fischerei

[09.08.2011 | Kein Kommentar]

Bernd Voß zur Zertifizierung beim Fischfang: Wir begrüßen den Einstieg der Erzeugergemeinschaften der Fischerei in die Zertifizierung der Produkte für einen nachhaltigen Fischfang. VerbraucherInnen werden diesen Zertifizierungen aber nur langfristig vertrauen, wenn sie auch soziale Kriterien beinhalten. Auch die Bedingungen, unter denen die FischerInnen und ihre MitarbeiterInnen der Fischereiverarbeitung entlang der Produktionskette bis zur Ladentheke arbeiten, müssen als Kriterium einbezogen werden.

80 Prozent der Fischereiprodukte werden importiert, damit muss unsere handwerkliche Fischerei mit Produkten aus teilweise prekären Arbeits- und Lebenssituationen in der Fischerei weltweit konkurrieren. Wenn das Einhalten von privatwirtschaftlichen
Fangbeschränkungen der FischerInnen und ihrer Organisationen ein Kriterium für die Zertifizierung wäre, könnten ruinöse Marktsituationen – wie in diesem Jahr in der Krabbenfischerei – verhindert werden. Eine Zertifizierung könnte also dazu beitragen, dass das Einkommen in der schleswig-holsteinischen Fischerei gesichert würde.

Eine Zertifizierung brächte dann eine Win-win-Situation: für die Umwelt, die soziale Situation der Fischereifamilien und für die Sicherung der Wertschöpfung anhängender Branchen wie dem Tourismus.


[03.05.2011 | Kein Kommentar]

Bernd Voß zum länderübergreifenden unbefristeten Streik der Krabbenfischer an der Nordseeküste von Holland über Schleswig-Holstein bis Dänemark :

 Wir unterstützen den Streik der Krabbenfischer. Sie haben besonders dafür unseren Respekt, dass es ihnen gelungen ist, diesen unbefristeten Fangstopp länderübergreifend in Europa abzustimmen. Wenn die vielen, überwiegend als kleine Familienbetriebe arbeitenden Krabbenfischer in einen Streik treten, der sie viel Geld und Zeit kostet, ist ihre wirtschaftliche Situation wirklich dramatisch.

 Zugleich liegt hier für die Unternehmen die einzige Chance sich der Marktmacht eines Oligopols weniger großer Abnehmer zu widersetzen. Die Krabbenfischer versuchen seit Jahren eine an der Nachfrage orientierte Fangmenge und mit ihr einen fairen Preis auszuhandeln.

 Nur mit auskömmlichen Preisen sind ein Fortbestand einer angepassten Küsten- und Krabbenfischerei und ihr weiterer Einstieg in nachhaltige Fang- und Zertifizierungssysteme möglich.

Die Krabbenfischer befinden sich seit Jahren in einem Rechtsstreit mit den Kartellbehörden der Europäischen Union. Der europäische Gesetzgeber verhindert bisher aber faire Rahmenbedingungen für Kleinerzeuger an den Märkten. Es geht hier wie beim Streik der Milchbauern um nicht weniger als das Überleben vielfältiger klein- und mittelständischer Strukturen in Europa.

Wir fordern die FischereiministerInnen in Bund und Land auf, alle Maßnahmen zu unterstützen, die über eine angepasste Fangmenge einen fairen Preis ermöglichen und ein Unterlaufen des Streiks zu verhindern.

 Die Grüne Landtagsfraktion hat daher den Antrag gestellt, die Tagesordnung der Sitzung des Umwelt- und Agrarausschusses am Mittwoch dem 4. Mai in Tönning um das Thema „Fangstopp der Krabbenfischer an der Nordseeküste – Situation der Krabbenfischerei ins Schleswig- Holstein und Handlungsmöglichkeiten der Landespolitik“ zu ergänzen.


[26.09.2010 | Kein Kommentar]

 

Zum Streik der Krabbenfischer sagt Bernd Voß als europa- und fischereipolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion :

Wir unterstützen den Streik der Krabbenfischer. Sie haben besonders unseren Respekt, dass es ihnen gelungen ist, diesen Streik länderübergreifend zu organisieren. Wenn die vielen, überwiegend als kleine Familienbetriebe arbeitenden Krabbenfischer in einen Streik treten, der sie viel Geld und Zeit kostet, ist ihre wirtschaftliche Situation dramatisch. Weiterlesen »


[07.07.2010 | Kein Kommentar]

Zahlen müssen auf den Tisch

 Die Regierungsparteien weigern sich, dem Kreis Dithmarschen die konkreten Zahlen vor zu legen, die die Schließung des Hafens Friedrichskoog rechtfertigen. Bernd Voß sagt dazu am 6.7.2010:

 Die grüne Landtagsfraktion hat einen Antrag für die Landtagssitzung dieser Woche eingereicht, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, alle Hintergrundpapiere, Risikoanalysen und sonstige Schriftstücke der Haushaltsstrukturkommission dem Parlament zur Verfügung zu stellen. Die Haushaltsstrukturkommission hat bekanntlich auch die Schließung des Hafens Friedrichskoog vorgeschlagen.

Es kann nicht sein, dass jahrzehntelange Versäumnisse in Friedrichskoog von Seiten der Landesregierung jetzt schnell gelöst werden, indem man den Hafen Friedrichskoog sang- und klanglos schließt.

Voß fordert das Land auf, nachdrücklich den Dialog mit den Kommunen, Unternehmen und Bürgerinitiativen vor Ort zu führen. Sie haben ein Recht darauf, die Zahlen umfangreich zu bekommen. Nur so kann eine Lösung erarbeitet werden, mit der der Hafen kostengünstiger als bisher weiter betrieben werden kann.

Zur Antwort der Landesregierung auf die kleine Anfrage des Abgeordneten Bernd Voß (GRÜNE) zur geplanten Schließung des Hafens Friedrichskoog (Landtagsdrucksache: 17/613)

Bernd Voß begrüßt, dass die Landesregierung  sich den Vorschlägen der GRÜNEN Landtagsfraktion  zur Haushaltskonsolidierung nähert und eine Schließung des Hafens nicht mehr kategorisch verfolgen will.

Wie für die anderen Landeshäfen entlang der Nordseeküste muss auch für Friedrichskoog ergebnisoffen geprüft werden, wie und in welcher Trägerschaft der Betrieb am effizientesten fortgesetzt werden kann.

Die Bundestagsabgeordnete Dr Valerie Wilms(GRÜNE)  aus Wedel betont, dass die Landesregierung mehr die Interessen gegenüber der Bundeswasserstraßenverwaltung wahrnehmen müsste, um das Freihalten der Außenbereiche zu sichern und die Folgekosten der  Elbvertiefung von den Anwohnern, Kommunen und Unternehmen fernzuhalten.