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Artikel getagged mit: Fischerei

[26.09.2012 | Kein Kommentar]

Genau wie die Strukturfondsförderung, der Sozialfonds und die Gemeinsame Agrarpolitik wird auch die Gemeinsame Fischereipolitik alle sieben Jahre neu geordnet, gekoppelt an die mittelfristige Finanzplanung der EU. Wir haben in der vergangenen Wahlperiode hier bereits über die Vorschläge zur Reform der EU-Fischereipolitik debattiert. Unser damaliger Antrag bezog sich auf die Grundverordnung, die die Regeln für die Fischerei festlegt, das Ordnungsrecht der Fischerei. Mit diesem Antrag wenden wir uns der Förderpolitik im Fischereisektor zu. Weiterlesen »


[27.04.2012 | Kein Kommentar]

 

Hafen von Büsum mit Andree Hamann, Sprecher der Küsten- und Krabbenfischer nach dem Fischereikongreß der grünen BT Fraktion

Die Krise der deutschen Krabbenfischerei und ihre Ursachen

Seit mehreren Jahren befindet sich die deutsche Krabbenfischerei in der Krise. Diese besteht vor allem darin, dass es seit Mitte 2008 einen Preisverfall gibt. Nach Angaben der Krabbenfischer benötigen sie für eine kostendeckende Fischerei mind. 3 Euro pro kg – ein Preis, von dem zuweilen weniger als die Hälfte erzielt wird. Auch wenn die Angaben über den kostendeckenden Preis schwanken, ist offensichtlich, dass die derzeitigen Preise für viele Betriebe ruinös sind.

Eine Fangmengenbegrenzung gibt es für Krabben nicht, denn sie sind nicht im Bestand gefährdet. Langjährig wurde eine Gesamtmenge von ca. 35.000 t Krabben angelandet und vom Markt aufgenommen. Aufgrund großer Bestände und guter Fänge gibt es nunmehr ein Überangebot an Krabben, was die Grundlage für sinkende Preise legt. Verstärkt wird der Preisdruck durch eine Krabbenabnehmerstruktur, die von zwei Großabnehmern aus den Niederlanden dominiert wird (Heiploeg und Klaas Puul), auf die sich 80 % des Handels konzentrieren. Nicht nur können die beiden Großabnehmer den Erzeugerpreis diktieren – sie legen ihn erst nach dem Fang fest. Außerdem konkurrieren die deutschen Krabbenfischer mit besserausgerüsteten und mit größeren Kuttern ausgestatteten Fischern aus den Nachbarländern (Niederlande und Dänemark), die in denselben Küstengewässern fischen dürfen. Weiterlesen »


[05.10.2011 | Kein Kommentar]

Gut Ding will Weile haben, mögen CDU und FDP bei der Novellierung des Landesfischereigesetzes gedacht haben – nur leider trifft es hier nicht ganz zu. Es hat zwar lange gedauert, aber es ist kein gutes Ergebnis herausgekommen.

Der Gesetzentwurf von CDU und FDP ist von Dezember 2010. Der Entwurf der SPD von Dezember 2009. Im Januar/Februar ist die schriftliche Anhörung gelaufen. Der Entwurf ist am 24. Februar an den Ausschuss überwiesen worden. Dann, nach der über die Presse kommunizierte Schelte von Seiten der SPD war plötzlich Hektik angesagt. Eine Woche vor der Ausschussberatung haben CDU und FDP uns einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt. Der trägt das Datum 25. August. Wir haben ihn am 13. September
bekommen. Aus dem neuen Gesetzentwurf geht nicht hervor, worin die Unterschiede zum ursprünglichen Entwurf bestehen. Diese Vorgehensweise ist intransparent und entspricht nicht dem parlamentarischen Prozedere. Soviel zum Verfahren, jetzt zu
den Inhalten.

Wir haben unsere Kritik am Gesetzentwurf in einem Änderungsantrag formuliert und in den Ausschuss eingebracht. Diese Kritik betrifft ökologische Aspekte, Fischereiwirtschaftliche Aspekte und den Bereich Tierschutz. Weiterlesen »


[12.08.2011 | Kein Kommentar]

Zur Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Länder in Kiel und zum Vorschlag
der EU-Kommission  zur Reform der gemeinsamen Fischereipolitik:

Eine Reform der gemeinsamen Fischereipolitik der EU ist dringend notwendig. Wir brauchen eine Fischereipolitik, die den verschiedenen Ansprüchen gerecht wird. Die bisherige Politik hat dazu geführt, dass viele Bestände überfischt und zum Teil in ihrer Existenz bedroht sind. Verlierer dieser Politik ist aber auch die handwerkliche Küstenfischerei in den norddeutschen Ländern.

Ich erwarte daher von den FischereiministerInnen, dass sie der Vorschlag der EU-Kommission zur zukünftigen Fischereipolitik verbessern anstatt zu verwässern. Es musst endlich Klarheit über  Nullnutzungszonen und die Fischerei in Natura 2000
Gebieten geschaffen werden. Damit dürfen Umweltorganisationen, FischerInnen und Gerichte nicht allein gelassen werden. Zugleich müssen endlich mehr Mittel verwendet werden, um schonende Fangmethoden zu entwickeln. Weiterlesen »