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Artikel getagged mit: Erneuerbare Energien

[17.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 222.19 / 17.05.2019
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 4 – Änderung des Landesplanungsgesetzes

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Es ist fünf vor zwölf

Sehr geehrte Damen und Herren,

ob bei Sonnenschein oder bei fiesem Nieselregen: jede Woche demonstriert
die junge Generation auch vor unserem Landeshaus. Und das, damit wir
zeitnah und konsequent dem Klimawandel mit einer Umsetzung der
Energiewende begegnen. Damit wir Politiker*innen uns bei diesem
essentiellen Thema nicht nur zu den Zielen der Energiewende und dem
Klimaschutz bekennen, sondern auch handeln. Eigentlich ist das ganz
einfach: Erneuerbare Energie aus Wind und Sonne ist inzwischen zur
kostengünstigsten Energie geworden. Zügig könnten große Kapazitäten
entstehen. Gerade in Schleswig-Holstein ist dies keine Bürde, sondern eine
einzigartige Chance für die Wirtschaft, die Menschen und das Klima. Aber
eines ist klar: Die Uhr tickt, es ist fünf vor zwölf.

Schleswig-Holstein ohne Wind, das gibt es fast gar nicht. Das ist unser
einzigartiger Standortvorteil und deshalb ist die Windkraft neben Sonne
und Biomasse hier bei uns die wichtigste, ausbaufähige Energiequelle.
Zusätzlich zur Stromwende sind Verkehrs- und Wärmewende sowie die
Industriewende die drei wichtigen Säulen der Energiewende. Auf sie setzen
wir Grüne in Sachen Klimaschutz. Und wir müssen sie zusammendenken. Über
eine Sektorenkopplung durch effiziente Technologien. Immer noch sind 86
Prozent unserer Primärenergie fossil oder atomar. Es ist eine große
Herausforderung, diese 86 Prozent in den kommenden 30 Jahren zu 100
Prozent durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Das bedeutet, dass wir
zeitnah die entsprechende erneuerbare Erzeugungsleistung benötigen.

Der Erfolg, der heute schon möglichen technologischen Innovationen im
System der erneuerbaren Energien, hängt maßgeblich davon ab, dass
überhaupt ausreichend produzierter erneuerbarer Strom vorhanden ist, um
zum Beispiel im erforderlichen Maßstab grünen Wasserstoff zu erzeugen. Nur
so können möglichst flächendeckend und in allen Bereichen fossile und
atomare Energien ersetzt werden.
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[16.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 218.19 / 16.05.2019
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Wir brauchen eine CO2-Bepreisung, keine CO2-Speicher

Zur Berichterstattung über den Vorschlag aus dem Geomar, CO2 unter der
Nordsee zu verpressen, sagt der energiepolitische Sprecher der
Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Wir brauchen eine CO2-Bepreisung, keine CO2-Speicher. Jeden Freitag mahnen
uns hunderte Schüler*innen, endlich aktiv zu werden und das alte System
der fossilen Energien Kohle, Erdöl, Erdgas und Atom zu überwinden. Die
Energiewende kann nur durch frischen Wind und warme Sonne gelingen.

Wir brauchen den kontinuierlichen Zubau der erneuerbaren Energien und das auch
in der Mobilität, der Wärme den industriellen und gewerblichen Prozessen
sowie in der Speicherung. Das sind die Technologien und Innovationen, die
wir nach vorne bringen sollten. Und keine rückwärtsgewandte Technologie,
die neue, unkalkulierbare Risiken mit sich bringt und die Kosten auf
zukünftige Generationen abwälzt.


[26.04.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 178.19 / 25.04.2019
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Das Land wird sich verändern, wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen

Zur heutigen Pressekonferenz des Bundesverbandes Windenergie sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Den klaren Botschaften des Bundesverbandes Windenergie kann ich weitgehend folgen. Onshore-Windenergie ist die entscheidende Quelle erneuerbarer Energien in Schleswig-Holstein, um die Energieziele Schleswig-Holsteins und die Energiewende fristgerecht und kosteneffizient umsetzen zu können.

Auch aus diesem Grund haben wir im Koalitionsvertrag das Ziel, den Ausbau der Onshore-Windenergie bis zum Jahr 2025 auf 10 GW zu bringen. Derzeit hängen wir bei 6,5 GW. Der Zubau ist fast zum Erliegen gekommen. Um die Lücke zu schließen, wäre ein jährlicher Netto-Zubau von ungefähr 200 Anlagen erforderlich. Es ist umso bedauerlicher, dass ein sehr komplexer, landesweiter Planungs – und Beteiligungsprozess erforderlich wurde. Er bindet sehr umfangreich Kräfte.

Im vergangenen Jahr wurden in Schleswig-Holstein 20 Anlagen zu gebaut, 30 zurück gebaut. Es ist daher dringend erforderlich, dass die nach §18 Landesplanungsgesetz möglichen Ausnahmen während des Moratoriums bei verfestigten Planungen auch wahrgenommen werden. Ohne einen kontinuierlichen Zubau wird es schwierig, die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Viele Unternehmen, Wirtschaftskraft und auch viel Fachwissen hängen daran.

Die Landesregierung setzt sich beim Bund für eine CO2 Abgabe und einen regulatorischen Rahmen ein. Hinzu kommt, dass in diesem Jahr die Beschränkungen und Kosten eines Netzausbaugebietes für Schleswig-Holstein beendet werden müssen. Das Land wird sich verändern, wenn die Ziele des Klimaschutzes und der Energiewende erreicht werden sollen. Das ist unsere wirtschaftliche, ökologische und soziale Perspektive.


[10.04.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 171.19 / 10.04.2019

Vattenfall darf Entscheidung der Parlamente nicht hintertreiben

Zu der Berichterstattung über Forderungen des Konzerns Vattenfall von mehr als sechs Milliarden Euro Schadensersatz sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Vattenfall ignoriert als internationaler schwedischer Energiekonzern, dass Deutschland und Schweden in der EU sind. Die Konzernführung beruft sich auf die Schiedsgerichtsklausel der Energiecharter. Auf dieser Basis eines internationalen Vertrages hat Vattenfall die Bundesregierung vor das Schiedsgericht in Washington gezerrt. Wir Grüne haben im Zusammenhang immer wieder vor den hohen Risiken und wirtschafts- und technologiepolitischen Auswirkungen dieser Klauseln in Handelsverträgen gewarnt.

Der Deutsche Bundestag hat 2011 fast einstimmig den Atomausstieg beschlossen. Vattenfall versucht jetzt fast beispielhaft wie andere internationale Konzerne auch diese demokratische Entscheidung von Bundestag und Bundesrat durch seine Klage vor einem internationalen Schiedsgericht zu hintertreiben und milliardenschwere Summen zu erstreiten.

Zusätzlich hat der inkonsequente atompolitische Schlingerkurs der schwarz-gelben Bundesregierung von 2009-2011 mit dem Aushöhlen des vorherigen Atomausstiegsbeschlusses unter Bundesumweltminister Trittin mit dazu geführt, dass die jetzige Klagesituation überhaupt entstehen konnte.