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Artikel getagged mit: Energiepolitik

[27.02.2020 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 077.20 / 27.02.2020
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Nur Klimaretter können zukünftig erfolgreich wirtschaften

Zur heutigen Vorstellung der Studie des Fraunhofer-Instituts zu integrierten Klimaschutz- und Energiewendeszenarien für Schleswig-Holstein sagt der energie- und klimapolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Ergebnisse der Studie sind ein starkes Signal an die Bürger*innen, Kommunen und Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Wir sind in Schleswig-Holstein auf einem guten Weg. Wir haben mit dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz zeitnahe, ehrgeizige Ziele bis 2025 formuliert, an deren Umsetzung wir gebunden sind. Die Studie legt eindrücklich dar, wie wir bis 2050 klimaneutral leben und erfolgreich wirtschaften können.

Wir brauchen auch zukünftig einen erheblichen Ausbau der erneuerbaren Energien und einen zeitnahen Ausstieg aus den fossilen Energien. Dafür brauchen wir einen Wandel in allen Bereichen: Technik, Industrie, Verkehr, Wohnen und Lebensmittelerzeugung. Je schneller wir handeln, desto kostengünstiger gelingen die Energiewende und die Eindämmung des Klimawandels. Dafür müssen wir zeitnah die Energie- und Klimaziele bis 2030 und auch darüber hinaus bis 2040/50 beraten, festlegen und mit Maßnahmen hinterlegen.

Wir alle wollen auch morgen noch mobil sein, warme Wohnungen haben und in einer effizienten Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen mitarbeiten. Damit das alles morgen noch möglich ist, dürfen wir nicht in alten Strukturen und Techniken verharren, sondern brauchen klare, zeitnahe Ziele und Maßnahmen, die alle auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft mitnehmen.

Weitere Informationen unter:

https://www.eksh.org/projekte-foerderung/energielandschaften-schleswig-holstein-2042/


[25.02.2020 | Kein Kommentar]

PM, 25.02.2020

PHOTOVOLTAIK IN DER FREIFLÄCHE; Di 18. Februar 2020, 18.30 Uhr; Kiel; Heiligendammer Str. 15

Statements und Vorträge


Photovoltaik in der Freifläche ist Win-Win-Win-Situation – Ausbau von 500 MW zeitnah erforderlich

Der Strombedarf wird im Zuge der Energiewende steigen, sodass ein Ausbau der Erneuerbaren Energien dringend notwendig ist. Klimaneutral mobil werden, die Wohnungen warm behalten, insbesondere wer „Wasserstoff“ sagt, muss umso mehr „Ja“ zum wirksamen und erforderlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien sagen. Während in Schleswig-Holstein am Ausbau der Windkraft an Land gearbeitet wird, ist ein großes Potenzial für saubere Energie für die Solarenergie (PV = Photovoltaik) noch nicht erschlossen.

Die technische Entwicklung von PV sowie die von Windenergie hat dafür gesorgt, dass diese beiden erneuerbaren Energiequellen die Preisbrecher der Erneuerbaren Energien sind.

Bundesweit ist etwa eine Vervierfachung der heute installierten Leistung an Erneuerbaren Energien insgesamt erforderlich, um die Klimaschutzziele in allen Sektoren zu erreichen.

Für PV auf Dächern müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit auch diese Flächen mehr genutzt werden. Es ist aber deutlich, dass wir auch das entscheidende Potenzial zeitnah nutzen müssen, die PV in der Freifläche bietet.
Um die Klimaziele zu erreichen, wird neben dem Ausbau an Dach und Gebäuden ein jährlicher Zubau von 500 MW erforderlich sein. Bei der Installation der emissionsfreien Technologie müssen allerdings einige Rahmenbedingungen festgelegt werden.

Flächen sind knapp und die ökologischen Anforderungen an deren Nutzung sind hoch.

So erzielen PV-Freiflächen auch bei uns einen hohen energetischen Wirkungsgrad.

Insbesondere der mögliche ökologisch positive Effekt, den fachgerecht gebaute Anlagen für die Böden, Vegetation und Tierwelt bieten können, sollte bei Errichtung der Anlagen beachtet werden. Eine angepasste landwirtschaftliche Nutzung kann z.B. durch Weidung für Schafe sehr positive Umweltwirkungen haben. Durch den Verzicht auf Dünger und Pflanzenschutz, die Durchwurzelung und Beschattung werden bei der richtigen Modulanordnung, Zäunung und Pflege auch ökologische Wertigkeit geschaffen. So kann PV in der Freifläche zu einer Win-Win-Win-Situation für Ökologie, Ökonomie und der Energiewende werden. Ähnliche Effekte gelten für die Solarthermie, die auf siedlungsnahen Standorten fossile Heizstoffe ersetzen kann.

Dr. Ingrid Nestle, MdB, energiepolitische Sprecherin Bundestag

Was steht an, damit ein erfolgreicher Ausbau erfolgen kann:

– Sonnenenergie ist bei 52 GW Leistung durch das EEG gedeckelt. Wir liegen in Deutschland bei 50 GW. Der Deckel des Bundes must schleunigst weg. Sonst bricht in den kommenden Monaten der erforderliche Zubau zusammen.
– Zudem brauchen wir für die Planung und den Bau einen Leitfaden für die gute fachliche Praxis. Das kann insbesondere für die Kommunen und genehmigenden Behörden hilfreiche Orientierung in der relativ neuen Materie sein.

Eingrünung, Anordnung der Anlagen, Nutzung des Bodens und ökologische Elemente können zusammen den Nutzen für Umwelt und Klimaschutz weiter steigen lassen.

Es diskutierten unter der Leitung von Ingrid Nestle MdB, energiepolitische Sprecherin im Bundestag

Gastgeber: Bernd Voß, MdL Grüne SH, Sprecher für Klimaschutz und Energiepolitik
• Dr. Fabian Faller, Landesverband Erneuerbare Energien
• René Nissen – Wattmanufactur GmbH & Co KG
• Dipl. Biol. Rolf Peschel – Der Projektpate
• Dr. Tim Peschel – Peschel Ökologie & Umwelt
• Carl Heinz Christiansen – BUND Schleswig-Holstein

Referenten und Gastgeber zum Thema Photovoltaik in der Freifläche

Die Vorträge finden Sie als pdf-Dateien hier.

Vortrag von Bernd Voß Vortrag PV-Freiflaeche Bernd Voß

Vortrag von Dr. Fabian Faller Vortrag von Dr. Fabian Faller, LEE SH PV EE


[22.02.2020 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 068.20 / 21.02.2020

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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 20 – Bürgerbeteiligung an der Windkraft sicherstellen

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Energiewende steht für gutes Klima, Mut und Mitmachen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bürgerbeteiligung bedeutet Transparenz, Dialog und Überzeugung wo man steht und wo man hin will – aber auch anhören und lernen, was noch besser geht. Die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes sind auf internationaler und europäischer Ebene und auch in Schleswig-Holstein ziemlich weitgehend vorgegeben.

Unsere einzige ökonomische Perspektive ist, den Klimawandel bis 2050 auf möglichst plus 1,5 Grad zu begrenzen. Das heißt weitgehende Dekarbonisierung der Wirtschaft. Je schneller wir das umsetzen, desto kostengünstiger wird der Transformationsprozess.

Die junge, weltweite Bewegung Fridays for Future sorgt dafür, dass das Thema weltweit auf der Tagesordnung bleibt. Die Erzeugung erneuerbarer Energien basiert heute und zukünftig umfangreich auf kostengünstiger Wind- und Sonnenenergie. Kostengünstig dank vieler mittelständischer Unternehmen und Pioniere aus Schleswig-Holstein, die sich frühzeitig an Entwicklung und Investitionen ran gewagt haben.

Energiewende und Klimaschutz heißt heute und zukünftig auch: Das Land verändert sich. Wir haben mit dem Energiewende und Klimaschutzgesetz 2017 festgelegt, wo wir hin wollen. 2025 zeitnah und nach dem Abschalten der letzten AKW in 2021 sollen 37,5 TWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.

Wir sind in der Endphase eines langen, transparenten Planungsprozesses, an dessen Ende 98 Prozent der Fläche des Landes nicht mit Windenergieanlagen überplant sind und auf 2 Prozent Anlagen mit einer Leistungsstärke von insgesamt 10 GW onshore stehen werden.

Zur Wahrheit gehört auch, dass nicht nur viele Arbeitsplätze bei den erneuerbaren Energien verloren gegangen sind, sondern, dass auch 2019 erstmals weniger erneuerbare Windenergie onshore im Land erzeugt worden ist. So wird es schwierig, die Klimaziele für 2025 zu erreichen.

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[22.02.2020 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 067.20 / 20.02.2020
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 31 – Förderung zum Erhalt seltener Nutztierrassen und Kulturpflanzen

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von
Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:


Vielfalt ist der Weg für eine Land- und Ernährungswirtschaft mit Zukunft

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Agrobiodiversität, die Artenvielfalt bei Nutzpflanzen und Nutztieren,
ist für unser Überleben ebenso wichtig wie der Schutz der Vielfalt bei
Wildpflanzen und Wildtieren. Ich bedanke mich bei der Landesregierung für
diesen Bericht.

Zugleich möchte ich mich auch bei all denen bedanken, die als
Landwirt*innen und Gärtner*innen auf ihren Betrieben, auf ihren Feldern,
als Mitglied in Tierzuchtverbänden, in ihren Obstgärten oder an den
Hochschulen, in großen und kleinen Einrichtungen wie dem Tierpark Warder
und der Stiftung Naturschutz daran mitwirken, die Vielfalt der
Nutzpflanzen und Nutztiere zu bewahren und weiter zu entwickeln. Und auch,
wenn dazu für Ehrenamtliche sowie Betriebsinhaber*innen Engagement, Liebe
zur Sache, ein gutes Auge und Detailkenntnisse gehören, ist das weit mehr
als Liebhaberei.

Genetische Diversität bei Nutzpflanzen und -tieren ist ein einmaliges und
unersetzbares Erbe jahrhundertlanger landwirtschaftlicher Tätigkeit, so
heißt es in dem Bericht. Ganz genau. Jahrzehntelang wurde in der
Züchtung viel zu einseitig auf Merkmale der Hochleistung und gesetzt. Das
hat Produktivitätsfortschritte gebracht. Aber es sind Risiken und
Verluste damit verbunden. Unsere Ernährung beruht weltweit zu 90 Prozent
auf nur drei Getreidearten: Weizen, Reis und Mais.

Und da dominieren wenige Sorten. Auch innerhalb der Arten schrumpft das
Spektrum. Es ist eine Erosion, die da stattgefunden hat. Und dabei ist die
genetische Bandbreite, die durch Jahrhundertelange Züchtungsarbeit
gewachsen ist, riesengroß. Ich habe einmal in die Rote Liste der
gefährdeten Nutzpflanzen für Deutschland geschaut. Da gibt es sage und
schreibe 77 Hafersorten und 122 Weizensorten. Diese Bandbreite müssen wir
erhalten und perspektivisch auch nutzen.
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