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Artikel getagged mit: Brokdorf

[05.07.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 266.18 / 05.07.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 13 + 19 + 40 – Smarte und sichere Digitalisierung der Energiewende; Leistungsfähigkeit der Stromnetze steigern; Energiewende und Klimaschutz in Schleswig-Holstein – Ziele, Maßnahmen und Monitoring 2018

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Beim Klimaschutz und Energiewende das Ziel im Blick behalten

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank an das Ministerium für den ausführlichen Bericht. Die Energiewende und der Klimaschutz sind unser ehrgeizigstes Ziel: 40 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020 sind sehr ambitioniert. Dabei darf das Ziel nicht einfach als Weltrettung, sondern muss Leitschnur unserer Wirtschaftsentwicklung verstanden werden.

Das sehen nicht nur wir so: Die Niederländer haben gestern ein Klimaschutzgesetz beschlossen, das mindestens ebenso ambitioniert ist wie unseres. Mit einer Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 Prozent und bis 2050 um 95 Prozent.

Dieser Bericht zeigt auch sehr deutlich: Die Energiewende wirkt. Innerhalb von 11 Jahren hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromproduktion vervierfacht. Von 14 auf 61 Prozent zwischen 2005 bis 2016. Das sind rund 13,7 Millionen Tonnen Treibhausgase, die damit vermieden werden. Jedes Jahr.

Rechnerisch kompensieren die erneuerbaren Energien bereits über die Hälfte unserer Landesweiten Emissionen. Folglich wurde der Anteil an Kohle und Atomkraft im Energiemix deutlich reduziert.

Diesen erfolgreichen Weg wollen und müssen wir genauso ambitioniert weiter fortsetzen. In 2025 wollen wir die Marke von 37 TWh Strom aus erneuerbaren Energien knacken. Sonne und Wind statt Atomkraft.

In einer validen Kalkulation müssen dafür auf den in der Landesplanung gefunden Vorrangflächen von ungefähr zwei Prozent auch 10 GW Strom aus Onshore-Windkraft stehen. Die Umsetzung der Offshore-Parks muss zusätzlich zeitnah kommen.

Für den Erfolg der Energiewende brauchen wir zusätzlich mehrere GW aus Photovoltaik oder anderen erneuerbaren Energiequellen. Wir setzen auf private, kommunale und unternehmerische Initiativen. In Schleswig-Holstein war die Energiewende immer getragen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie von Bürger*innen. Diese brauchen einen
verlässlichen Rahmen und Orientierung. Darum auch der mit dem Koalitionsvertrag geschaffene Bürgerenergiefond, der jetzt an den Start geht.
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[29.06.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 248.18 / 29.06.2018

SPD jenseits jeder Realität

Zu der gemeinsamen Presseerklärung der SPD-Bundestagsabgeordneten Nina Scheer und der SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann zur Übertragung von Restrommengen auf Atomkraftwerke sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Wenn die Atomkraftbetreiber Strommengen von anderen stillgelegten Atomkraftwerken auf Brokdorf übertragen, könnte es bis Ende 2021 laufen.

Die Landesregierung hat die Mehrheit des Bundesrates hinter ihren Antrag gebracht, keine Reststrommengen auf Atomkraftwerke in Netzengpassgebiete zu übertragen. Damit wäre Brokdorf voraussichtlich schon Mitte 2020 vom Netz. Es würde keinen weiteren Atommüll produzieren, uns nicht mehr mit den Gefahren eines atomaren Betriebsunfalls bedrohen und nicht mehr die Stromnetze für erneuerbaren Strom verstopfen. Die Kosten für die Abschaltungen von Windkraftanlagen würden drastisch sinken und Verbraucher*innen beim Strompreis entlasten.

Für die anstehende Novelle des Atomgesetzes (AtG) ist die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) verantwortlich. Diese hat den Beschluss der Länderkammer aber sofort zurückgewiesen, mit dem Verweis auf eventuelle Entschädigungsforderungen und Verfassungsbedenken. Es ist einfach jenseits jeder Realität, wenn die SPD sich jetzt als geschlossene Vorkämpferin für ein schnelleres Abschalten des AKW Brokdorf hinstellt, wenn gleichzeitig die SPD-Bundesministerin den Bundesratsbeschluss sofort blockiert.


[14.06.2018 | Kein Kommentar]

14. Juni 2018, Pressemitteilung Bernd Voß MdL zur Informationsveranstaltung zum Zwischenlager und der Rückführung der Castoren aus Sellafield

Zurück in die Siebziger Jahre

Anlässlich der Informationsveranstaltung zur geplanten Rücknahme des Atommülls aus dem englischen Sellafield sagt Bernd Voß, energiepolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion:

Auf der Veranstaltung zur Rückführung der Castoren aus Sellafield ins Zwischenlager des AKW Brokdorf fühlte man sich in den ersten zwei Stunden weitgehend an den Informationsstil von Betreibern der 70er Jahre erinnert.

Die Chefs von AKW, Zwischenlager und die Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft für Zwischenlager trugen als Botschaft vor: Das ist alles heute und zukünftig sicher und läuft sich schon zurecht. Nachfragen zur Sicherheit der verschiedenen Castortypen sowie zu deren Lebensdauer und zur möglichen Erfordernis einer Reparatur
werden beantwortet mit der ‚Auskunft‘ „Das wird wieder verschweißt“. Die Frage der anschließenden Transportfähigkeit ins Endlager bleibt offen.

Zum Risiko des Klimawandels und dem Hochwasserrisiko heißt es: Dann würde eben das Wasser noch besser als Luft kühlen – geht doch. So banal waren auch vor vierzig Jahren die Antworten, als es um den Bau und die Risiken des Baues der AKW ging. Die Sachlage und die Sachzwänge sind heute anders.

Natürlich müssen die Castoren aus Sellafield zurück genommen werden und die Castoren in den Zwischenlagern können auch nicht auf der Straße stehen. Doch man darf dabei mögliche Risiken nicht einfach negieren. Der Leiter der verantwortlichen Atomaufsicht des Bundes setzte zum Ende der Veranstaltung mit seiner persönlichen festen Überzeugung, dass bis 2031 ein Standort für ein Endlager gefunden werden muss, ein mutiges Zeichen.

Die Bedeutung, diesen Termin einzuhalten, kann ich nur unterstreichen. Die Zwischenlager an den Atomkraftwerken dürfen nicht zu Endlagern werden.


[23.05.2018 | Kein Kommentar]

„Wo bleibt Atommüll?“ – 31.5.2018, 19:30 Uhr in Wilster

Eine Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen

Ein Infoabend in Wilster, 31.5.2018