Home » Archiv

Artikel getagged mit: Atom

[17.07.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 282.18 / 16.07.2018

Krümmel darf nicht zu einem Endlager werden

Zum beginnenden Rückbau des Atomkraftwerks Krümmel sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Der Rückbau des AKW Krümmel ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer atomenergiefreien und sicheren Zukunft in Schleswig-Holstein. Wir Grüne konnten in den letzten Jahrzehnten zusammen mit vielen Bürger*innen, Verbänden und den Unternehmen der Erneuerbaren Energien die Grundlage dafür legen, dass der über mehrere Jahrzehnte dauernde Rückbau endlich beginnen kann.

Gleichzeitig muss jedoch klar sein, dass uns die Atomkraft und ihre Folgen noch mehrere Generationen begleiten werden. Bundesweit wird ergebnisoffen nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle gesucht. Der Standort soll 2031 gefunden sein. Dann wird die Zeit auch eng für die Fertigstellung, da die die Zwischenlager an den Atomkraftwerken nur eine Genehmigung bis 2045 haben. Standortzwischenlager für Atommüll dürfen nicht schleichend zu Endlagern werden. Nicht in Krümel, noch anderswo. Die Bundesregierung muss ihrer Verantwortung endlich gerecht werden.


[29.06.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 248.18 / 29.06.2018

SPD jenseits jeder Realität

Zu der gemeinsamen Presseerklärung der SPD-Bundestagsabgeordneten Nina Scheer und der SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann zur Übertragung von Restrommengen auf Atomkraftwerke sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Wenn die Atomkraftbetreiber Strommengen von anderen stillgelegten Atomkraftwerken auf Brokdorf übertragen, könnte es bis Ende 2021 laufen.

Die Landesregierung hat die Mehrheit des Bundesrates hinter ihren Antrag gebracht, keine Reststrommengen auf Atomkraftwerke in Netzengpassgebiete zu übertragen. Damit wäre Brokdorf voraussichtlich schon Mitte 2020 vom Netz. Es würde keinen weiteren Atommüll produzieren, uns nicht mehr mit den Gefahren eines atomaren Betriebsunfalls bedrohen und nicht mehr die Stromnetze für erneuerbaren Strom verstopfen. Die Kosten für die Abschaltungen von Windkraftanlagen würden drastisch sinken und Verbraucher*innen beim Strompreis entlasten.

Für die anstehende Novelle des Atomgesetzes (AtG) ist die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) verantwortlich. Diese hat den Beschluss der Länderkammer aber sofort zurückgewiesen, mit dem Verweis auf eventuelle Entschädigungsforderungen und Verfassungsbedenken. Es ist einfach jenseits jeder Realität, wenn die SPD sich jetzt als geschlossene Vorkämpferin für ein schnelleres Abschalten des AKW Brokdorf hinstellt, wenn gleichzeitig die SPD-Bundesministerin den Bundesratsbeschluss sofort blockiert.


[14.06.2018 | Kein Kommentar]

14. Juni 2018, Pressemitteilung Bernd Voß MdL zur Informationsveranstaltung zum Zwischenlager und der Rückführung der Castoren aus Sellafield

Zurück in die Siebziger Jahre

Anlässlich der Informationsveranstaltung zur geplanten Rücknahme des Atommülls aus dem englischen Sellafield sagt Bernd Voß, energiepolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion:

Auf der Veranstaltung zur Rückführung der Castoren aus Sellafield ins Zwischenlager des AKW Brokdorf fühlte man sich in den ersten zwei Stunden weitgehend an den Informationsstil von Betreibern der 70er Jahre erinnert.

Die Chefs von AKW, Zwischenlager und die Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft für Zwischenlager trugen als Botschaft vor: Das ist alles heute und zukünftig sicher und läuft sich schon zurecht. Nachfragen zur Sicherheit der verschiedenen Castortypen sowie zu deren Lebensdauer und zur möglichen Erfordernis einer Reparatur
werden beantwortet mit der ‚Auskunft‘ „Das wird wieder verschweißt“. Die Frage der anschließenden Transportfähigkeit ins Endlager bleibt offen.

Zum Risiko des Klimawandels und dem Hochwasserrisiko heißt es: Dann würde eben das Wasser noch besser als Luft kühlen – geht doch. So banal waren auch vor vierzig Jahren die Antworten, als es um den Bau und die Risiken des Baues der AKW ging. Die Sachlage und die Sachzwänge sind heute anders.

Natürlich müssen die Castoren aus Sellafield zurück genommen werden und die Castoren in den Zwischenlagern können auch nicht auf der Straße stehen. Doch man darf dabei mögliche Risiken nicht einfach negieren. Der Leiter der verantwortlichen Atomaufsicht des Bundes setzte zum Ende der Veranstaltung mit seiner persönlichen festen Überzeugung, dass bis 2031 ein Standort für ein Endlager gefunden werden muss, ein mutiges Zeichen.

Die Bedeutung, diesen Termin einzuhalten, kann ich nur unterstreichen. Die Zwischenlager an den Atomkraftwerken dürfen nicht zu Endlagern werden.


[23.05.2018 | Kein Kommentar]

„Wo bleibt Atommüll?“ – 31.5.2018, 19:30 Uhr in Wilster

Eine Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen

Ein Infoabend in Wilster, 31.5.2018