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Artikel getagged mit: Agrarpolitk

[21.11.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 407.19 / 21.11.2019

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Bäuer*innen-Demonstrationen: Es kommt Bewegung in festgefahrene Diskussionen

Zur neuen Entwicklung der Positionen von „Land schafft Verbindung“ sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Frustration durch die auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben höchst angespannte wirtschaftliche Situation ist verständlich und nachvollziehbar. Hinzu kommen die seit Jahren fehlenden Perspektiven mit Blick auf ruinierte Märkte und das Gefühl, an gesellschaftlicher Akzeptanz zu verlieren.

Dies hat zu der Gründung der noch jungen Bewegung „Land schafft Verbindung“ aus verschiedenen Organisationen und Netzwerken der Landwirtschaft heraus geführt.

Der Forderungskatalog bei den bisherigen Demonstrationen war getragen von einer Verweigerungshaltung gegenüber anstehenden Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich, dass Bewegung in die politischen Forderungen von „Land schafft Verbindung“ gekommen ist.

Insbesondere begrüße ich, dass sich der Grundsatz, öffentliches Geld für öffentliche Leistung, durchzusetzen beginnt. Hinzu kommen konkrete Erwartungen und Vorschläge für die Bewirtschaftung mit Agrarumweltprogrammen. Es ist gut, dass damit Bewegung in die festgefahrenen Diskussionen kommt.


[14.11.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 394.19 / 14.11.2019
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 22 – Demonstration von Bäuerinnen und Bauern

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von
Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Bäuer*innenproteste fallen nicht vom Himmel – Betriebe brauchen Perspektiven

Ja, es macht mich persönlich betroffen, wenn fast im Wochenrhythmus im
näheren und weiteren Umfeld scheinbar gut laufende Betriebe plötzlich
aufgeben. Dahinter stehen meist mehrere Generationen der Familien sowie
Wissen und Kompetenz zum Beruf an dem Standort. Sie sind damit auch weg.

Häufig stellen sich bei der Betriebsaufgabe viele Fragen zum verbliebenen
Vermögen und den sozialen Fragen der Zukunft. Ein landwirtschaftlicher
Betrieb geht nicht in Stand-by. Allein bei den Milchviehhalter*innen sind
in den letzten zehn Jahren bundesweit von 100.000 noch 60.000
nachgeblieben.

Wir verstehen den Frust der Menschen auf den Betrieben, die in
wirtschaftlich schwieriger Lage sind und das Gefühl haben, sie können von
ihrer harten Arbeit kaum noch leben und werden dabei auch noch von allen
Seiten gescholten.

Wir stehen auf der Seite der Bäuer*innen, die sich gegen pauschale oder
sogar persönliche Anfeindungen zur Wehr setzen. Wir wenden uns entschieden
gegen „Bauernbashing“ und eine Kultur der Diffamierung. Wir brauchen die
bäuerliche Landwirtschaft für regionale, gesunde Lebensmittel und zum
Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Wir brauchen für all die
Herausforderungen unsere gut ausgebildeten Bäuer*innen mit ihrem
Erfahrungswissen, damit sie ihre Betriebe zukunftsfähig ausrichten können:
das heißt tiergerecht, klimafreundlich, umweltgerecht, widerstandsfähig im
Klimawandel und gegenüber den Herausforderungen sich wandelnder Märkte,
eingebunden in regionale Wirtschaftsketten. Viele Bäuer*innen braucht das
Land.
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[22.10.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 368.19 / 22.10.2019
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Bäuer*innenproteste bestätigen – Nur faire Preise sichern landwirtschaftliche Betriebe

Zu den heutigen (22. Oktober 2019) bundesweiten Protesten von Bäuer*innen gegen das Agrarpaket der Bundesregierung sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Bernd Voß:

Die beeindruckenden Demonstrationen machen sehr deutlich, wie dramatisch die Situation auf vielen Betrieben und in den dazu gehörenden Familien ist. Es ist daher gut und zollt Respekt, dass in aller Deutlichkeit auf die Konsequenzen der Entwicklung der letzten Jahrzehnte hingewiesen wird.

Ein Betrieb der weg ist, geht nicht in den Standby-Betrieb, sondern ist verloren. Und das nicht erst seit gestern.

In den letzten zehn Jahren sind in Deutschland von 100.000 Milchviehbetrieben allein 60.000 übrig geblieben. Ein bisher stummes, bedrückendes Sterben. Die Antwort kann keine Rolle rückwärts sein. Die Entwicklung ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, falschen Agrarpolitik.

Die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien und Verbände haben versucht, die seit langem bekannten Herausforderungen auszusitzen, zu ignorieren und zu leugnen. Sie haben damit den Bäuer*innen einen Bärendienst erwiesen.

Dabei kann es nur darum gehen, die Herausforderung aktiv anzunehmen und zügig zu wirksamen und praxisnahen Lösungen zu kommen. Die Kosten der Maßnahmen müssen aber bezahlt werden. Das geht nur mit fairen Preisen. Gegen ruinöse Märkte kann nicht ansubventioniert werden.

Appelle an Verbraucher*innen sind bei der realen Situation an den Märkten, den Lieferketten und den Vermarktungsmonopolen keine Lösung. Es muss daher endlich Schluss sein mit der Haltung einiger Verbände und Teilen der Politik, eine aktive Gestaltung der Märkte zu verweigern. Ein hilfloses starren auf Märkte schafft nur Verlierer*innen. Märkte brauchen Leitplanken.


[06.09.2019 | Kein Kommentar]

6. September 2019
PE Tiertransporte Besichtigung Versorgungsstationen

Bernd Voß, MdL für die Kreise Steinburg und Dithmarschen sowie der
agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen SH,
zu dem Bericht über die Besichtigung von Versorgungsstationen in der
Russischen Föderation: „Bernd Voß bedankt sich für das herausragende
Engagement Landrates und der Amtsveterinärinnen im Kreis Steinburg zum
Thema Tierschutz und Tiertransporte. Die konsequente Überprüfung der Route
der Tiertransporte nach Mittelasien, gemeinsam mit Amtsveterinärinnen aus
Hessen und Bayern, fordert hohen Respekt. Die Erkenntnisse erhärten den
dringenden Handlungsbedarf auf den verschiedenen politischen Ebenen.“

Bezug:
https://www.steinburg.de/startseite/presse-aktuelles/meldungen/details/tx_
news/tiertransporte-besichtigung-von-versorgungsstationen-in-der-russische
n-foederation.html