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Artikel getagged mit: Agrarindustrie

[14.11.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 394.19 / 14.11.2019
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 22 – Demonstration von Bäuerinnen und Bauern

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von
Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Bäuer*innenproteste fallen nicht vom Himmel – Betriebe brauchen Perspektiven

Ja, es macht mich persönlich betroffen, wenn fast im Wochenrhythmus im
näheren und weiteren Umfeld scheinbar gut laufende Betriebe plötzlich
aufgeben. Dahinter stehen meist mehrere Generationen der Familien sowie
Wissen und Kompetenz zum Beruf an dem Standort. Sie sind damit auch weg.

Häufig stellen sich bei der Betriebsaufgabe viele Fragen zum verbliebenen
Vermögen und den sozialen Fragen der Zukunft. Ein landwirtschaftlicher
Betrieb geht nicht in Stand-by. Allein bei den Milchviehhalter*innen sind
in den letzten zehn Jahren bundesweit von 100.000 noch 60.000
nachgeblieben.

Wir verstehen den Frust der Menschen auf den Betrieben, die in
wirtschaftlich schwieriger Lage sind und das Gefühl haben, sie können von
ihrer harten Arbeit kaum noch leben und werden dabei auch noch von allen
Seiten gescholten.

Wir stehen auf der Seite der Bäuer*innen, die sich gegen pauschale oder
sogar persönliche Anfeindungen zur Wehr setzen. Wir wenden uns entschieden
gegen „Bauernbashing“ und eine Kultur der Diffamierung. Wir brauchen die
bäuerliche Landwirtschaft für regionale, gesunde Lebensmittel und zum
Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Wir brauchen für all die
Herausforderungen unsere gut ausgebildeten Bäuer*innen mit ihrem
Erfahrungswissen, damit sie ihre Betriebe zukunftsfähig ausrichten können:
das heißt tiergerecht, klimafreundlich, umweltgerecht, widerstandsfähig im
Klimawandel und gegenüber den Herausforderungen sich wandelnder Märkte,
eingebunden in regionale Wirtschaftsketten. Viele Bäuer*innen braucht das
Land.
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[22.10.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 368.19 / 22.10.2019
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Bäuer*innenproteste bestätigen – Nur faire Preise sichern landwirtschaftliche Betriebe

Zu den heutigen (22. Oktober 2019) bundesweiten Protesten von Bäuer*innen gegen das Agrarpaket der Bundesregierung sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Bernd Voß:

Die beeindruckenden Demonstrationen machen sehr deutlich, wie dramatisch die Situation auf vielen Betrieben und in den dazu gehörenden Familien ist. Es ist daher gut und zollt Respekt, dass in aller Deutlichkeit auf die Konsequenzen der Entwicklung der letzten Jahrzehnte hingewiesen wird.

Ein Betrieb der weg ist, geht nicht in den Standby-Betrieb, sondern ist verloren. Und das nicht erst seit gestern.

In den letzten zehn Jahren sind in Deutschland von 100.000 Milchviehbetrieben allein 60.000 übrig geblieben. Ein bisher stummes, bedrückendes Sterben. Die Antwort kann keine Rolle rückwärts sein. Die Entwicklung ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, falschen Agrarpolitik.

Die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien und Verbände haben versucht, die seit langem bekannten Herausforderungen auszusitzen, zu ignorieren und zu leugnen. Sie haben damit den Bäuer*innen einen Bärendienst erwiesen.

Dabei kann es nur darum gehen, die Herausforderung aktiv anzunehmen und zügig zu wirksamen und praxisnahen Lösungen zu kommen. Die Kosten der Maßnahmen müssen aber bezahlt werden. Das geht nur mit fairen Preisen. Gegen ruinöse Märkte kann nicht ansubventioniert werden.

Appelle an Verbraucher*innen sind bei der realen Situation an den Märkten, den Lieferketten und den Vermarktungsmonopolen keine Lösung. Es muss daher endlich Schluss sein mit der Haltung einiger Verbände und Teilen der Politik, eine aktive Gestaltung der Märkte zu verweigern. Ein hilfloses starren auf Märkte schafft nur Verlierer*innen. Märkte brauchen Leitplanken.


[04.09.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 045.19 / 04.09.2019

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Norla mit den Grünen

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Wie auch in den letzten Jahren sind die Grünen in Schleswig-Holstein mit
einem eigenen Stand auf der Landwirtschaftsmesse NORLA vom 05.09. bis 08.09.2019
in Rendsburg vertreten. Am Grünen Messestand bieten wir den Besucher*innen
ein buntes Programm rund ums Thema Landwirtschaft. Mit dabei sind viele
unserer Landtagsabgeordneten und der Grüne Landesvorstand. Auch
Finanzministerin Monika Heinold und der Umweltminister Jan Philipp
Albrecht besuchen unseren Messestand.

Dazu sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
Schleswig-Holstein, Ann-Kathrin Tranziska:

„Für uns ist die NORLA eine wichtige Messe, die wir jedes Jahr aufs Neue
gerne besuchen, um mit den Landwirt*innen und den Besucher*innen ins
Gespräch zu kommen. Durch die Gespräche vor Ort haben wir die Möglichkeit,
aus erster Hand über Probleme und Lösungsansätze in der Landwirtschaft zu
sprechen. Wir sehen, dass die Ansprüche an die Landwirt*innen zunehmen:
Lebensmittel sollen ökologisch und gleichzeitig bezahlbar sein, Tierwohl,
Klima-, Boden- sowie Naturschutz werden in der Gesellschaft immer
wichtiger. Viele Landwirt*innen würden diese Ansprüche gern erfüllen,
brauchen dafür aber die politischen Rahmenbedingungen. Diese Weichen
müssen wir als Grüne auf allen Ebenen mit stellen und dafür stets im
Gespräch mit den Agierenden bleiben.“

Der agrar- und energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Bernd Voß,
ergänzt:

„Ich bin froh, dass in den kommenden Tagen viele Bürger*innen und
Betriebe, die die Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen
Regionen begleiten, die Messe besuchen werden. Die letzten Jahre haben
gezeigt, vor welche Herausforderungen bäuerliche Betriebe neben ruinösen
Preisen gestellt werden. Das wird nicht nur bei den Berufskolleg*innen
weltweit sondern auch bei uns in Schleswig-Holstein immer sichtbarer. Die
Landwirtschaft kann und muss bei den gesamtgesellschaftlichen
Herausforderungen der Energiewende, des Klimawandels und der Sicherung der
Artenvielfalt Teil einer zukunftsfesten, ländlichen Entwicklung sein. Wir
freuen uns auf angeregte und anregende Gespräche an unserem Stand.“


[17.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 227.19 / 17.05.2019
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Rede zu Protokoll gegeben!

TOP 47 – Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK)

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Klimaanpassung und nachhaltige, ländliche Entwicklung stellen uns vor Herausforderungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Schleswig-Holstein als Küstenland sind die Mittel des Bundes aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz unverzichtbarer Bestandteil zur Finanzierung der Ausgaben für den Küstenschutz. Und auch für eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen der ländlichen Entwicklung leistet der Bund einen wichtigen Beitrag. Sie sind im Landesprogramm ländlicher Raum gebündelt, in das auch beträchtliche EU-Mittel fließen. Schleswig-Holstein erhält dafür in der laufenden Förderperiode 420 Millionen Euro.

Der hier vorliegende Bericht zur Rahmenplanung mag eine jährliche Routine sein. Aber es geht dabei um viel Geld und deren effiziente Verwertung im Land. Deshalb ist es angebracht, die Debatte im Landtagsplenum und nicht nur im zuständigen Fachausschuss zu führen. Insgesamt entfallen auf Schleswig-Holstein in 2019 rund 52 Millionen Euro, davon aus dem Sonderrahmenplan Küstenschutz 5,8 Millionen Euro, aus dem Sonderrahmenplan Ländliche Entwicklung rund 9 Millionen Euro.

An der Verteilung auf die Maßnahmengruppen lässt sich die Bedeutung des Küstenschutzes ablesen. Mit 49 Prozent wird fast die Hälfte der Mittel dafür aufgewendet. Ein ebenfalls großer Anteil, fast 30 Prozent, entfällt auf die integrierte ländliche Entwicklung. Das ist Dorfkernentwicklung, Bildungsinfrastruktur, Nahversorgung, Breitband. Das sind unsere AktivRegionen, die wertvolle Impulse zur Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsbedingungen unserer ländlichen Räume liefern. Der Rest geht in die einzelbetriebliche Förderung, Vertragsnaturschutz und die Ökolandbauförderung, Verbesserung der Marktstruktur, wasserwirtschaftliche Maßnahmen, forstliche Maßnahmen und, mit nur bescheidenen Beträgen, in Maßnahmen zur Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere sowie zur Erhaltung der Vielfalt genetischer Ressourcen.

Aus dem Sonderrahmenplan präventiver Hochwasserschutz erhält Schleswig-Holstein keine Zuweisungen. Von Deichrückverlegungen und verbessertem Hochwasserrückhalt entlang der Elbe flussaufwärts unserer Landesgrenzen profitieren wir jedoch indirekt ebenfalls.
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