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Ökolandbau als Motor der ländlichen Wirtschaftsentwicklung nicht abwürgen!

31 August 2010 Kein Kommentar

Bärbel Höhn mit Bernd Voß auf dem Westhof in Friedrichsgabekoog

Zum Besuch zweier Bio-Gemüsebaubetriebe in Dithmarschen mit der Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

 „Wir haben heute sehr eindrucksvoll vor Augen geführt bekommnen, wie der ökologische Landbau als Wachstumsmotor ländlicher Wirtschaftsentwicklung fungiert. Dithmarschen ist mit zirka 3.000 ha eines der größten zusammenhängenden Bio-Gemüseanbaugebiete in Europa. Die Landesregierung bringt mit ihrem Beschluss zur Streichung der Ökolandbauförderung die Biobetriebe hier in der Region und in ganz Schleswig-Holstein in Gefahr.

 Obwohl dieser Beschluss erst nach 2012 konkrete Auswirkungen auf den Haushalt haben wird, zeigen sich bereits jetzt die ersten Folgen für die Betriebe. Erweiterungsflächen werden nicht mehr gefördert. Investitionen werden nicht mehr getätigt, die Kreditwürdigkeit sinkt. Die ersten Betriebe prüfen bereits Ausstiegsszenarien.

 Die schleswig-holsteinischen Unternehmen der Ökobranche werden in eine Wettbewerbsbenachteiligung gedrängt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Schwarz-Gelb auf diese Weise versucht, den Weg frei zu machen für agrarindustrielle Strukturen und Gentechnologie. Dagegen werden wir uns nach Kräften zur Wehr setzen.“

 Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn (MdB), ergänzt:

 „Die Streichung der Ökolandbauförderung hier ist auch für die Bundesebene von höchster Brisanz. Schleswig-Holstein macht sich damit in negativem Sinne zum Vorreiter einer völlig kontraproduktiven Entwicklung. Wir haben uns immer dafür stark gemacht, dass der Beitrag des Ökolandbaus zum Klima-, Wasser- und Bodenschutz, zum Erhalt der biologischen Vielfalt und einer aktiven ländlichen Wirtschaftsentwicklung angemessen entlohnt wird. Da liegt auch die Zukunft der Agrarförderung: Hin zu einer Qualifizierung der Zahlungen für Umwelt und Beschäftigung.“

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