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Küstenkoalition ebnet zwei Wege zu guter Bildung

22 Januar 2014 Kein Kommentar

22. Januar 2014

Zur Verabschiedung des Schulgesetzes im Plenum des Landtages sagt der Abgeordnete Bernd Voß (GRÜNE) aus Nortorf/Wilster

Küstenkoalition ebnet zwei Wege zu guter Bildung

Bernd Voß (Bündnis 80/Die Grünen): Das neue Schulgesetz ist eine solide Grundlage, damit Lehrer und Schüler künftig in Ruhe lehren und lernen können „Die Gespräche mit Verbänden, Lehrern, Schülern und Eltern haben sich gelohnt. Wir haben mit dem neuen Schulgesetz, das heute im Landtag mit der Mehrheit der Küstenkoalition beschlossen worden ist, eine gute Grundlage geschaffen, damit in unseren Schulen künftig in Ruhe gelehrt und gelernt werden kann“, sagt die Landtagsabgeordnete Bernd Voß (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Kreis Steinburg.

Zu den Kernpunkten des Gesetzes gehört, dass es künftig nur noch Gemeinschaftsschulen und Gymnasien gibt.

„Damit entsprechen wir dem vielfach in den Bildungskonferenzen geäußerten Wunsch, die Regionalschulen in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln. So bekommt jeder Schüler eine größere Chance, am Ende einen besseren Abschluss zu erreichen als vielleicht nach der Grundschulzeit absehbar war.“

Zu diesem Konzept zählt auch, dass es zukünftig keine abschlussbezogenen Klassen mehr geben wird, sondern gemeinsamen Unterricht mit individueller Förderung.  Ab Klassen sieben kann es in einzelnen Fächern weiterhin Kurse geben. Bernd Voß: „Wir wollen, dass alle Schüler die Chance bekommen, das Beste aus sich heraus zu holen. Deshalb halten wir ihnen alle Schulabschlüsse offen. Auch Spätentwickler können so einen höheren Schulabschluss machen als noch in der 4. Klasse gedacht. “

Froh ist Bernd Voß, dass die Experimentierklausel auch ausdrücklich die Möglichkeiten für kleine Dorfschulen stärkt.

„Je kreativer die kommunalen Schulträger, Lehrer und Eltern hier arbeiten, desto besser wird das funktionieren.“ Doch alle Hürden werden auch durch das beste Gesetz nicht fortgeräumt.

„Leider müssen wir in Schleswig-Holstein unseren Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit ohne weitere Rückendeckung aus Berlin gehen“, bedauert Voß.

Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD sei der von vielen Ländern gehegte Wunsch, dass sich der Bund auch an der Finanzierung der allgemein bildenden Schulen beteiligt, nicht berücksichtigt worden. Dafür müsste das sogenannte Kooperationsverbot des Grundgesetzes aufgehoben werden.

Auch das während rot-grünen Bundesregierung erfolgreiche Ganztags-Förderprogramm ist kein vorrangiges Ziel der neuen Koalition in Berlin.

„Weil unsere Mittel im Land begrenzt, können wir deshalb nur ein Ganztagsangebot für unsere Schulen empfehlen, aber nicht festlegen“, sagt der Grüne.

Eine große Baustelle gibt es noch. Bernd Voß: „Wir wollen den erfolgreichen Weg, gehandicapte Jugendliche im Regel-Schulsystem aufzufangen, weiter ausbauen. Dafür benötigen wir mehr Personal. Das ist zurzeit nicht finanzierbar. Deshalb mussten wir weitere Entscheidungen verschieben. Qualität geht vor Quantität. Deshalb nehmen wir uns die Zeit mit den Schulen und Eltern intensiv zu besprechen, wie wir Inklusion für alle zufrieden stellend umsetzen. Es bleiben also auch die Förderzentren weiter bestehen.“ Auch wenn das neue Schulgesetz steht, geht der Dialog mit Lehrer, Schülern und Eltern also weiter.

 

 

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