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Kohlekraftwerk schreckt Investoren ab

19 Mai 2010 Kein Kommentar

 Zu dem Rückzug Schweizer Investoren aus einem Kohlekraftwerksprojekt in Brunsbüttel erklärt Bernd Voß:

 Die Grüne Landtagsfraktion begrüßt den Rückzug von Investoren aus einem Kohlekraftwerksprojekt in Brunsbüttel. Begründet wird der Ausstieg mit den unklaren Kosten der CO2-Zertifikate und der wachsenden Kritik von UmweltschützerInnen.Bernd Voß: „Der engagierte und hartnäckige Widerstand der Kohlekraftgegner aus Brunsbüttel und der Wilstermarsch lassen die Konzerne endlich aufhorchen.“ Hinzu kommen sicherlich Zweifel an der Wirtschaftlichkeit neuer Kohlekraftwerke. Das wirtschaftlich attraktive Ziel, Elektrizität dann zum Selbstkostenpreis kaufen zu können, sei nicht mehr gegeben. „Die gesamte Thema CO2 ist noch völlig ungeklärt und ist für die Konzerne eine ernst zu nehmende finanzielle Unbekannte in deren Rechnung“, so Voß weiter. „Je länger sich die Entwicklungsphase des Kraftwerkes hinzieht, desto unattraktiver wird es für die Investoren.“

 Neue Kohlekraftwerke bringen keinen Profit, wenn sie im Jahr weniger als 6.000 Volllaststunden Strom erzeugen. Durch die gesetzlich vorgeschriebene vorrangige Einspeisung von erneuerbarem Strom in die Netze müssen bei hohem Windstromaufkommen fossile Kraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden. Die schleswig-holsteinische Landesregierung erwartet für das Jahr 2020 einen Ertrag von erneuerbarem Strom, der 130 Prozent des Verbrauchs in Schleswig-Holstein entspricht. Die Stromnetze werden damit dermaßen mit Windstrom belegt sein, dass neue Kohlekraftwerke in Brunsbüttel hochgradig unwirtschaftlich und zu Investitionsruinen werden. Voß: „Mein energiepolitischer Rat an die abgesprungenen Schweizer Investoren: stecken Sie Ihr Kapital in unsere regenerativen Energien! So bekommen Sie sauberen Strom und eine sichere Rendite.“

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