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Hampelfrau der Futtermittelindustrie

8 März 2011 Kein Kommentar

 Bernd Voß zur Entscheidung der EU, die Nulltoleranz für gentechnisch verunreinigte Organismen (GVO-Verunreinigungen) bei Futtermitteln zu kippen:

 Die EU hat jetzt eine Lizenz zur Verunreinigung von Futtermitteln beschlossen. Zukünftig dürfen Futtermittel bis zu 0,1 Prozent gentechnisch verunreinigte Organismen enthalten, die in der EU nicht zugelassen sind.

 Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung dieser Entscheidung zugestimmt hat. Damit macht sich die Bundesministerin endgültig zur Hampelfrau und Erfüllungsgehilfin der Futtermittelindustrie. Die Bemühungen, in Schleswig-Holstein die gentechnikfreie Erzeugung abzusichern, werden so untergraben.

Mit demVorstoß der Landesregierung im Bundesrat, die Nulltoleranz bei gentechnischen Verunreinigungen beim Saatgut zu kippen setzt die Landesregierung die Gentechnikfreiheit aufs Spiel.  Gentechnische Verunreinigungen dürfen im Saatgut nicht toleriert werden. Das Gentechnikgesetz ist bisher klar in diesem Punkt.

Wir lehnen jeden Versuch entschieden ab, die Agrogentechnik auf diese Weise durch die Hintertür einzuführen. Das ist eine Missachtung des klaren Willens der großen Mehrheit der Menschen im Land, die keine Gentechnik auf dem Acker oder auf dem Teller haben wollen.

Schleswig-Holstein unterstützt im Bundesrat einen Antrag, der eine Änderung des Gentechnikgesetzes mit Aufweichung des Verbots gentechnischer Verunreinigungen im Saatgut zum Ziel hat.

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