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Gruppenhaltung für eine tiergerechte Sauenhaltung als Ziel zwingend für Grüne Agrarpolitiker

24 Juni 2020 Kein Kommentar

Presseinformation – 24. Juni 2020

Gruppenhaltung für eine tiergerechte Sauenhaltung als Ziel zwingend für Grüne Agrarpolitiker

Bernd Voß MdL: „Die tiergerechte Sauenhaltung gehört mit zu den wichtigsten und anspruchsvollsten Vorhaben, die wir im Bereich der Nutztierhaltung umsetzen müssen. Damit die bäuerlichen Sauenhalter*innen in Deutschland diesen Weg mitgehen können, ist eine auf Dauer angelegte, verlässliche und auf Tierwohl und Umweltaspekte ausgelegte Nutztierstrategie dringend notwendig.“

Dafür bieten die Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung eine hervorragende Grundlage. Diese Empfehlungen gilt es nun weiterzuentwickeln, um gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern den Weg hin zu einer umwelt-, klima- und tiergerechten Tierhaltung zu gestalten. Hier ist besonders das CDU-geführte Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in der Pflicht, seine lähmende Verzögerungshaltung aufzugeben und stattdessen den Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung zu folgen.

Norwich Rüße MdL: „Die Novelle der Tierschutznutztierhaltungsverordnung sollte als Startschuss für den Umbau der Nutzierhaltung verstanden werden. Die Anforderungen müssen über die bisherige Rechtsprechung hinausgehen, um wesentliche Verbesserungen in der Tierhaltung zu erreichen.“

Bernd Voß MdL: „Es gilt jetzt ein klares Ziel zu setzen, ab wann nur noch Gruppenhaltung von Sauen im Deckzentrum gestattet ist. Nur so schaffen wir Planungssicherheit für die Bäuerinnen und Bauern und erhalten langfristig kleine und mittlere Betriebe.“

Für notwendige medizinische Behandlungen und während der sogenannten Rausche können begrenzte und definierte Ausnahmen vorgesehen werden. Zur Unterstützung der Umgestaltung der Sauenhaltung bedarf es einer degressiv gestaffelten Förderung.

Beim neuzugestaltendem Abferkelbereich bedarf es klarer Signale und tiergerechte Vorgaben ohne aber die begrenzten Möglichkeiten der Betriebe nicht kurzfristig in neue Abferkelsysteme investieren zu können, dabei zu ignorieren. Das Ziel muss eine freie Abferkelung sein. Aus unserer Sicht sollte dieses Ziel für alle neu gebauten Anlagen zur Sauenhaltung ab sofort gelten; wobei für einen Übergangszeitraum zum Arbeitsschutz sowie zum Schutz von Ferkeln während der ersten fünf Tage nach der Abferkelung der Einsatz von Sauen-Fangvorrichtungen zulässig sein sollte. Die Umstellung muss mit einer wirkungsvollen Förderung für Umbaumaßnahmen und Beratungsleistungen begleitet werden. Bestandsanlagen müssen die Möglichkeit haben, die bereits vorhandenen Stallinneneinrichtungen über die verbleibende Restlaufzeit von bis zu maximal 10 Jahren abzuschreiben.

Martin Hahn MdL: „Damit wäre den Betrieben Rechtssicherheit sowie eine klare Perspektive für eine gesellschaftlich akzeptable und tiergerechte Sauenhaltung gegeben, die in Verbindung mit einer entsprechenden Förderung auch wirtschaftlich tragfähig ist. Für die schnelle Umsetzung einer tierwohlgerechten Nutztierhaltung ist eine verpflichtende Haltungskennzeichnung nach Vorbild der Legehennenhaltung ein weiterer wichtiger Baustein. Darüber hinaus ist die Klärung von baurechtlicher und immissionsschutzrechtlicher Fragen von zentraler Bedeutung. Vorschriften zu erlassen ist das eine, deren Genehmigungsfähigkeit für die betroffenen Betriebe zu gewährleisten das andere.“

Norwich Rüße MdL: „Der Umbau der Tierhaltung muss schneller als bisher erfolgen. Dazu fordern wir von der Bundesregierung ein Planungsbeschleunigungsgesetz Tierwohl, das die Interessen des Tierwohls im Bau- und Planungsrecht, dem Naturschutz- und Immissionsschutzgesetz sowie dem Umweltverfahrensrecht gebührend berücksichtigt. In sehr viehintensiven Regionen wird es allerdings teilweise auch zu einer Abstockung der Viehbestände kommen müssen.“

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Martin Hahn, MdL

Agrarpolitischer Sprecher

Vorsitzender im Ausschuss f. Ländlichen Raum & Verbraucherschutz

Mitglied im Ausschuss f. Wirtschaft, Arbeit & Wohnungsbau

martin.hahn {at} gruene.landtag-bw(.)de

T +49 (0)711 – 2063 615

F +49 (0)711 – 2063 14 615

Fraktion GRÜNE im Landtag

von Baden-Württemberg

Konrad-Adenauer-Straße 12

70173 Stuttgart

www.martin-hahn-mdl.de

www.gruene-landtag-bw.de

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