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Gründung des Ortsverbandes für den 17. August festgelegt

9 August 2011 Kein Kommentar

Die Grünen wollen am 17. August einen Ortsverband für Glückstadt und Umgebung gründen. Das ist das Fazit des jüngsten Treffens von Interessierten. Eingeladen hatten der Grünen-Kreisgeschäftsführer Dr. Jürgen Ruge und der Landtagsabgeordnete der Grünen, Bernd Voß. Das nächste Treffen ist wieder im „Glückwerk “ um 19.30 Uhr. Bei der jüngsten Diskussionsrunde war es Uwe Mertens, der den Anstoß zur Gründung eines Ortsverbandes gab. Der 64-jährige studierte Betriebswirt betonte: „Es wird Zeit, dass wir in der Stadtvertretung vertreten sind.“ Er sieht seine politischen Schwerpunkte in der Stadtentwicklung. Damit einher geht, dass die Stadt wieder mehr Einwohner bekommt. Die Versammlung der Interessierten einigte sich auch auf monatliche Treffen. Zudem bot Christine Berg (49) an, bereits eine erste Arbeitsgruppe zum Thema Vermarktung von regionalen Produkten sowie Kultur anzubieten. Sie bittet für das nächste Treffen bereits um Ideen. Auch versprach die Dozentin für Chinesisch aus Glückstadt eine enge Zusammenarbeit zum Nabu, wo sie aktiv tätig ist. Aljoscha Löffler (18) von der Grünen Jugend bot die Hilfe der Jugendlichen an. Er betonte, dass es bei Themen darum geht: „Was ist für die Stadt am wichtigsten. Wir müssen uns bei Themen nicht von anderen Parteien unterscheiden.“ Er regte auch an, dass Jürgen Ruge Informationen rund um die Gründung eines Ortsvereins, wie Beiträge, Satzungen und anderes, im Vorwege per E-Mail an alle Interessierten verschickt. „Sich in Glückstadt Gehör verschaffen“, ist das Anliegen von Dr. Sven Wiegmann. Auch der 40-jährige Diplom-Geograph hält es für wichtig, dass die Grünen künftig in der Stadtvertretung und in Ausschüssen vertreten sind. „Damit wir das Zünglein an der Waage sind.“ Wiegmann, der seit sieben Jahren in der Elbestadt lebt, ist eines aufgefallen: „In Glückstadt ist vieles anders.“ Zum einen gäbe es viele Menschen, die aus anderen Ländern kommen. Zum anderen „fühlen sich viele noch als Hamburger“. Mit letzteren meinte er Zugezogene aus der Hansestadt. Dass Bürger zu einem Thema eine sehr unterschiedliche Meinung haben können, stellte er an der A20 dar. Viele Pendler würden den Bau der A20 begrüßen. Auf der anderen Seite biete die Fähre viele Arbeitsplätze. Wiederum würden sich Anwohner vom Sperforkenweg von dem vielen Verkehr hin zur Fähre belästigt fühlen. „Vieles muss man von zwei Seiten beleuchten.“ Die Grünen müssten in der Politik präsent sein: „Auch weil in der Vergangenheit viele eklatante Fehler gemacht wurden.“ So sei nicht zu verstehen, dass die Politik „Nein“ sagte zu einem Investor, der auf dem ehemaligen Bahngelände am Janssenweg eine Photovoltaik-Anlage bauen wollte. „Der dann erzeugte Strom hätte für halb Glückstadt gereicht.“ Die Entscheidung wäre wohl anders ausgefallen, wenn die Grünen im Stadtparlament gesessen hätten. Zudem ging Wiegmann auf die allgemeine Haushaltslage ein. „Umweltschutz und Kultur sind Luxus. Wenn die Kasse leer ist, braucht es Kompromisse.“ Er warnte davor, „gegen alles“ sein zu wollen. Beim Thema Kultur widersprach ihm Bernd Voß: „Kultur in Glückstadt ist wichtig für den Tourismus.“ Wiegmann und Voß unterhielten sich auch über den geplanten Elbtunnel und Verkehrsplanung. Welche überraschenden Einflüsse dies auf die Region haben kann, erläuterte daraufhin Dr. Ruge. „Es kann böse Auswirkungen geben.“ Dies zeige sich im Entwicklungskonzept, in dem es auch um „Suchräume“ für gewerbliche Flächen geht. Da sei das „Schreckgespenst Container-Terminal“ in Kollmar wieder aufgetaucht. „Der Teufel liegt im Detail und das ist das Spannende.“ Für die Grünen sei Thema, ob es gewollt und ob es vereinbar ist. Ziel ist jetzt, den Ortsverband zu gründen, in dem Menschen „von der Krückau bis an die Stör“ mitarbeiten können. Ruge und Voß hoffen, dass sich für die kommende Kommunalwahl nicht nur eine Liste für Glückstadt erstellen lässt sondern auch für Umlandgemeinden, in denen die Grünen noch nicht vertreten sind.

aus der Norddeutschen Rundschau:

https://www.shz.de/nachrichten/lokales/norddeutsche-rundschau/artikeldetails/article/797/gruenen-ortsverband-in-planung.html

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