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Grenzwerte sind zu hoch

15 November 2010 Kein Kommentar

Gesundheitsgefährdung durch Kinderspielzeug  

Zur Debatte im Bundestag über Nachbesserungsbedarf bei der EU-Spielzeugrichtlinie:  

Ein Sechstel der untersuchten Kinderspielzeuge enthalten gesundheitsschädliche Stoffe wie Weichmacher, Benzol, Lösemittel oder Formaldehyd. Das hat die Antwort auf unsere Kleine Anfrage aus dem April ergeben (Drs. 17/367). Die Trefferquote bei der Überprüfung von Spielwaren ist auch in Schleswig-Holstein erschreckend hoch. Das Problem ist seit langem bekannt, trotzdem steigt jährlich die Anzahl der beanstandeten Produkte.

 Die Grenzwerte, die die EU-Spielzeugrichtlinie vorschreibt, sind außerdem viel zu hoch. Heute wird darüber im Bundestag debattiert, anlässlich eines Antrages der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen (BT-Drucksache 17/656). Auch das Bundesinstitut für Risikoforschung fordert eine Überarbeitung der Grenzwerte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die in Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

 Wir Grüne fordern seit Jahren das Verbot von Giften, Schadstoffen und Weichmachern in Spielzeugen. Bis zur Überarbeitung der EU-Richtlinie fordern wir, dass nationale Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, damit unsicheres und giftiges Spielzeug vom deutschen Markt verschwindet. Wenn die EU nicht handelt, muss die Bundesregierung mit eigener Gesetzgebung reagieren. Sie muss koordinierend tätig werden, umsetzen müssen das dann aber die Länder im Rahmen der Marktüberwachung.

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