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Eigenständige Beratungsstellen sind effizient und flexibel

5 August 2011 Kein Kommentar

Das Haushaltsstrukturkonzept der Landesregierung wird mittelfristig als Ergebnis das Ende der Beratungsstellen von FRAU und BERUF haben. Bernd Voß hat sich daher in Meldorf bei der Dithmarscher Beratungsstelle einen Eindruck verschafft.

Zusammen mit Dr. Hans-Jürgen Hett, dem Geschäftsführer der egeb Wirtschaftsförderung und den Beraterinnen von Frau und Beruf in Dithmarschen Anke Cornelius-Heide und Astrid Gruber bekam er einen Eindruck von der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt im Zeichen der demografischen Entwicklung, aber auch des zunehmenden Fachkräftemangels. „Daher ist in
Dithmarschen auch die Wirtschaftsförderung Träger von FRAU und BERUF“, so Dr.Hett. Besonders im technischen Bereich gebe es durchaus attraktive Arbeitsplätze für qualifizierte Frauen, allerdings wäre die Skepsis bei manchen Arbeitgebern
noch hoch. „Doch viele Arbeitgeber auch hier in der Region haben begriffen, dass sie das Potenzial von Frauen nutzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben,“ so Hett weiter. Deshalb engagiere sich die Beratungsstelle z.B. auch in diesem Jahr wieder aktiv an der von FRAU und BERUF koordinierten MINT Messe für Mädchen, die Schülerinnen über naturwissenschaftlich- technische Berufe informieren will.

Frau Cornelius-Heide von FRAU und BERUF erläuterte, dass sich die Schwerpunkte in der Arbeit laufend verschieben. Es sind immer mehr die prekären Arbeitsverhältnisse, die es manchen Frauen nicht ermöglichen, von ihrem Gehalt zu leben. Zum anderen kommen zunehmend Frauen in die Beratung, die auf Grund der Belastungen am Arbeitsplatz krank geworden sind oder die Beschäftigungsverhältnis nicht aufrecht erhalten können. Neben der persönlichen Beratung organisiert FRAU und BERUF in Kooperation mit weiteren Beratungsstellen Fachkonferenzen und Informationsveranstaltungen zu Burnout, um Betroffene und Arbeitgeber zu informieren.

Wie lange sie diese Angebote noch aufrecht erhalten können sei absehbar: Die Maßnahmen werden überwiegend aus Mitteln des europäischen Sozialfonds finanziert. Das Land will andere Schwerpunkte setzen. „Im 2013 ist hier Schluss, wenn nichts passiert“, so Dr. Hett. Bernd Voß, der auch Vorsitzender des Europaausschusses im Landtag ist, wies darauf hin, dass die EU mit der Strategie „Europa 2020“ hin, einer Strategie für nachhaltiges und integratives Wachstum, konkrete Ziele festgelegt
hat. Dazu gehören die Verbesserung der Beschäftigungsquote, Armutsbekämpfung und bessere Bildungsabschlüsse. Daran wird sich zukünftig die Möglichkeit des Zugriffs der Länder und Regionen auf europäische Finanzmittel ausrichten. Nach
den neuen Vorschlägen sollen ab 2013 „52% dieser Strukturfondmittel zwingend im Bereich der Sozialfonds ausgegeben werden“, so Voß. „Aus bisherigen weichen Faktoren werden harte Standortfaktoren. Anhand der Ziele wird die Effizienz jede
Maßnahme überprüft, bevor weitere Gelder bewilligt werden“, so Voß weiter. „Ich sehe darin eine gute Chance für FRAU und BERUF, den Fortbestand zu sichern“.

 

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