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[08.05.2020 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 153.20 / 08.05.2020
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Rede zu Protokoll gegeben!

TOP 53 – Klimaschutz und Energiewende jetzt umsetzen – der Krise zeitnah mit neuen Techniken wie Wasserstoff aus erneuerbaren Energien begegnen

Dazu sagt der klima- und energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Mit Wasserstoff nachhaltig aus der Krise kommen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ohne Energie kein Home-Office, kein Krankenhaus und kein digitales Lernen. Danke an alle, die man selten sieht und über die man selten spricht: in Schaltwarten, auf Strommasten und Windrädern. Ihr Einsatz sichert uns die Energieversorgung und so eine Grundlage allen Handelns.

Ja, die Corona-Krise stellt unser Land vor große gesellschaftliche, ökonomische und politische Herausforderungen. Die Auswege aus der Corona-Krise müssen gleichzeitig auch die Auswege aus den ökologischen Krisen – der Klimakrise und dem fortschreitende Artensterben – berücksichtigen.

So kann es gelingen, nachhaltig und gestärkt aus den Krisen, die beide auch grundlegende ökonomische Krisen sind, zu kommen. Die Corona-Pandemie macht deutlich, in welche wirtschaftlichen und sozialen Kosten und Verwerfungen sowie Einschränkungen von gesellschaftlicher Freiheit uns tiefe Krisen bringen können.

Im Gegensatz dazu haben wir bei der Klimakrise noch ein Zeitfenster, in dem wir der Krise bei zeitnahem Umsteuern begegnen können. Die derzeitigen, unverzichtbaren, kurzfristigen Maßnahmen dienen dem Überleben der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens. Weitergehende Konjunkturpakete müssen auch einen Mehrwert für Umwelt und Klima bieten.

Nur durch eine Kopplung an klima- oder umweltfreundliche Anforderungen können diese Maßnahmen nicht nur auf Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung, sondern parallel auf eine langfristig lebenswerte Umwelt hinwirken. Konjunkturpakete dürfen nicht nur zum Gas geben führen, sondern müssen lenken. Sonst fährt die Wirtschaft gegen die Wand.

Ein entscheidender Schlüssel auf dem Weg aus der Krise ist der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien. Schleswig-Holstein kann zudem von den Folgetechnologien des Ausbaus langfristig wirtschaftlich profitieren. Bei der Entwicklung von Technologien für Speicherung, Transport und Anwendung kommt der Entwicklung der Wasserstofftechnologie hier im Land eine besondere Rolle zu.

Schleswig-Holstein kann als Vorreiterland bei der Energiewende und als Technologieführer bei den Folgetechnologien der Energiewende nachhaltig aus der Krise kommen. Erneuerbare Energien erhöhen auch unsere Widerstandsfähigkeit im ökonomischen Sinn.

Für viele Gemeinden für die jetzt die Einnahmen einbrechen, ist die Gewerbesteuer aus Sonne und Wind eine stabilisierende Konstante – und Wasserstoff kann ein zweiter Schritt dieser Wertschöpfung vor Ort sein. Unverständlich ist, dass dieser Weg aktuell auf Bundesebene behindert wird. An diesem Mittwoch wurde im Bundestag eine Mini-EEG-Novelle vorgelegt, die den im September vorgelegten Anspruch weit verfehlt.

Wir haben daher als Landtag mit dem Antrag 19/1801 im November die Landesregierung um einen Maßnahmenkatalog für eine grüne Wasserstoffstrategie in Auftrag gegeben. Mein Dank an die daran beteiligten Mitarbeiter*innen, sie ist mit ihren vielfältigen Herausforderungen demnächst fertig.

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[24.04.2020 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 124.20 / 24.04.2020
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Klimaschutz stellt unseren Wohlstand auf ein zukunftsfähiges Fundament

Zu den heutigen Aktionen von Fridays for Future sagt der energie- und klimapolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Ich freue mich, dass die vielen Aktiven von Fridays for Future auch in den
Zeiten der Einschränkungen durch die Coronakrise mit phantasievollen
Aktionen ihre Arbeit fortsetzen. Durch eine zeitnahe und zielstrebige
Bekämpfung des Klimawandels kann den dramatischen Auswirkungen auf
Wirtschaft, Arbeitsplätze und das gesamte gesellschaftliche Leben
vorgebeugt werden.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die richtigen Impulse in die
Wirtschaft sind die einfachsten und effektivsten Mittel im Kampf gegen die
Klimakrise und um hohe Kosten und Schäden für die junge Generation
abzuwenden.

Eine konsequente Energiewende stellt unseren Wohlstand auf ein
zukunftsfähiges Fundament. Das 20 Jahre alte grüne Erneuerbare
Energien-Gesetz hat dafür die Grundlage gelegt. Die Bundesregierung muss
endlich ihre Blockadehaltung bei der Anpassung der anstehenden Reformen
beenden.


[27.02.2020 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 077.20 / 27.02.2020
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Nur Klimaretter können zukünftig erfolgreich wirtschaften

Zur heutigen Vorstellung der Studie des Fraunhofer-Instituts zu integrierten Klimaschutz- und Energiewendeszenarien für Schleswig-Holstein sagt der energie- und klimapolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Ergebnisse der Studie sind ein starkes Signal an die Bürger*innen, Kommunen und Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Wir sind in Schleswig-Holstein auf einem guten Weg. Wir haben mit dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz zeitnahe, ehrgeizige Ziele bis 2025 formuliert, an deren Umsetzung wir gebunden sind. Die Studie legt eindrücklich dar, wie wir bis 2050 klimaneutral leben und erfolgreich wirtschaften können.

Wir brauchen auch zukünftig einen erheblichen Ausbau der erneuerbaren Energien und einen zeitnahen Ausstieg aus den fossilen Energien. Dafür brauchen wir einen Wandel in allen Bereichen: Technik, Industrie, Verkehr, Wohnen und Lebensmittelerzeugung. Je schneller wir handeln, desto kostengünstiger gelingen die Energiewende und die Eindämmung des Klimawandels. Dafür müssen wir zeitnah die Energie- und Klimaziele bis 2030 und auch darüber hinaus bis 2040/50 beraten, festlegen und mit Maßnahmen hinterlegen.

Wir alle wollen auch morgen noch mobil sein, warme Wohnungen haben und in einer effizienten Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen mitarbeiten. Damit das alles morgen noch möglich ist, dürfen wir nicht in alten Strukturen und Techniken verharren, sondern brauchen klare, zeitnahe Ziele und Maßnahmen, die alle auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft mitnehmen.

Weitere Informationen unter:

https://www.eksh.org/projekte-foerderung/energielandschaften-schleswig-holstein-2042/


[25.02.2020 | Kein Kommentar]

PM, 25.02.2020

PHOTOVOLTAIK IN DER FREIFLÄCHE; Di 18. Februar 2020, 18.30 Uhr; Kiel; Heiligendammer Str. 15

Statements und Vorträge


Photovoltaik in der Freifläche ist Win-Win-Win-Situation – Ausbau von 500 MW zeitnah erforderlich

Der Strombedarf wird im Zuge der Energiewende steigen, sodass ein Ausbau der Erneuerbaren Energien dringend notwendig ist. Klimaneutral mobil werden, die Wohnungen warm behalten, insbesondere wer „Wasserstoff“ sagt, muss umso mehr „Ja“ zum wirksamen und erforderlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien sagen. Während in Schleswig-Holstein am Ausbau der Windkraft an Land gearbeitet wird, ist ein großes Potenzial für saubere Energie für die Solarenergie (PV = Photovoltaik) noch nicht erschlossen.

Die technische Entwicklung von PV sowie die von Windenergie hat dafür gesorgt, dass diese beiden erneuerbaren Energiequellen die Preisbrecher der Erneuerbaren Energien sind.

Bundesweit ist etwa eine Vervierfachung der heute installierten Leistung an Erneuerbaren Energien insgesamt erforderlich, um die Klimaschutzziele in allen Sektoren zu erreichen.

Für PV auf Dächern müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit auch diese Flächen mehr genutzt werden. Es ist aber deutlich, dass wir auch das entscheidende Potenzial zeitnah nutzen müssen, die PV in der Freifläche bietet.
Um die Klimaziele zu erreichen, wird neben dem Ausbau an Dach und Gebäuden ein jährlicher Zubau von 500 MW erforderlich sein. Bei der Installation der emissionsfreien Technologie müssen allerdings einige Rahmenbedingungen festgelegt werden.

Flächen sind knapp und die ökologischen Anforderungen an deren Nutzung sind hoch.

So erzielen PV-Freiflächen auch bei uns einen hohen energetischen Wirkungsgrad.

Insbesondere der mögliche ökologisch positive Effekt, den fachgerecht gebaute Anlagen für die Böden, Vegetation und Tierwelt bieten können, sollte bei Errichtung der Anlagen beachtet werden. Eine angepasste landwirtschaftliche Nutzung kann z.B. durch Weidung für Schafe sehr positive Umweltwirkungen haben. Durch den Verzicht auf Dünger und Pflanzenschutz, die Durchwurzelung und Beschattung werden bei der richtigen Modulanordnung, Zäunung und Pflege auch ökologische Wertigkeit geschaffen. So kann PV in der Freifläche zu einer Win-Win-Win-Situation für Ökologie, Ökonomie und der Energiewende werden. Ähnliche Effekte gelten für die Solarthermie, die auf siedlungsnahen Standorten fossile Heizstoffe ersetzen kann.

Dr. Ingrid Nestle, MdB, energiepolitische Sprecherin Bundestag

Was steht an, damit ein erfolgreicher Ausbau erfolgen kann:

– Sonnenenergie ist bei 52 GW Leistung durch das EEG gedeckelt. Wir liegen in Deutschland bei 50 GW. Der Deckel des Bundes must schleunigst weg. Sonst bricht in den kommenden Monaten der erforderliche Zubau zusammen.
– Zudem brauchen wir für die Planung und den Bau einen Leitfaden für die gute fachliche Praxis. Das kann insbesondere für die Kommunen und genehmigenden Behörden hilfreiche Orientierung in der relativ neuen Materie sein.

Eingrünung, Anordnung der Anlagen, Nutzung des Bodens und ökologische Elemente können zusammen den Nutzen für Umwelt und Klimaschutz weiter steigen lassen.

Es diskutierten unter der Leitung von Ingrid Nestle MdB, energiepolitische Sprecherin im Bundestag

Gastgeber: Bernd Voß, MdL Grüne SH, Sprecher für Klimaschutz und Energiepolitik
• Dr. Fabian Faller, Landesverband Erneuerbare Energien
• René Nissen – Wattmanufactur GmbH & Co KG
• Dipl. Biol. Rolf Peschel – Der Projektpate
• Dr. Tim Peschel – Peschel Ökologie & Umwelt
• Carl Heinz Christiansen – BUND Schleswig-Holstein

Referenten und Gastgeber zum Thema Photovoltaik in der Freifläche

Die Vorträge finden Sie als pdf-Dateien hier.

Vortrag von Bernd Voß Vortrag PV-Freiflaeche Bernd Voß

Vortrag von Dr. Fabian Faller Vortrag von Dr. Fabian Faller, LEE SH PV EE