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[19.12.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 456.18 / 13.12.2018

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 31 – Strompreise senken, Irrweg „Klimaschutz“ aufgeben

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Ignoranz wird teuer – nur Energiewende und Klimaschutzes sichern Zukunft

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen,

aus zwei Gründen ist der vorliegende Antrag für mich fassungslos. Zum einen ist es mir unverständlich, wie man in heutigen Zeiten, parallel zur Klimakonferenz in Katowice, die Realität des Klimawandels leugnen kann. Zum anderen verkennt die AfD neben der ökologischen auch die wirtschaftliche und soziale – die gesamtgesellschaftliche – Bedeutung der Energiewende und des Klimaschutzes. Wie kann man angesichts der Nässe, Dürre und den Kosten für Küstenschutz und Entwässerung hier bei uns in Schleswig-Holstein den Klimawandel noch ignorieren?

Nicht nur die Sichtbarkeit durch Häufung von Extremwetterereignissen und globalen Temperaturrekorden nimmt zu. Auch die Datenbasis der Wissenschaftler*innen ist heute so belastbar wie nie. Die Behauptungen der Klimawandelleugner*innen haben also nichts mit Wissenschaft und nichts mit den Interessen der Gesellschaft zu tun. Nichts. Stattdessen veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung kürzlich: In der Szene der Klimawandelleugner*innen geht es um viel Geld für wenige fossile Firmen, um Selbstbestätigung und um Ideologie. Wie könnten Sie sonst die Nutzenseite der Energiewende für unser Land ignorieren?

Strom aus erneuerbaren Energien ist bereits heute günstiger als fossiler: Die Stromgestehungskosten für Erneuerbare liegen auf dem Niveau der Konventionellen und darunter. Dazu fallen bei den Erneuerbaren keine Folgekosten für die Endlagerung radioaktiver Abfälle oder Klimaschäden an. Gerade durch Ihre Forderung würden Kosten in Milliardenhöhe zu Lasten der Steuerzahler*innen anfallen.

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[20.11.2018 | Kein Kommentar]

Forschungs- und Transferzentrum wichtiger Baustein der Energiewende

Zum heutigen Förderbescheid über 3,2 Millionen Euro für den Aufbau eines Forschungs- und Transferzentrums für Erneuerbare Energien an die Fachhochschule Westküste in Heide sagt der energiepolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion Bernd Voß:

Der Aufbau eines Forschungs- und Transferzentrums an der Fachhochschule Heide ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der Energiewende. Die Energiewende mit ihren innovativen Technologien ist nicht nur ein wichtiger Standortfaktor für die Westküste, sondern wird große überregionale Strahlkraft entwickeln. Die 3,2 Millionen Euro Fördermittel sind gut angelegtes Geld.

Die regionalen Initiativen und das Engagement von Unternehmen, Forschung, Kommunen und Haushalten darf nicht darüber weg täuschen, dass es dringend einer Änderung der Abgaben auf Energie und eine Bepreisung klimaschädlichen Abgase wie CO2 bedarf.

Die Energiewende darf nicht länger von Kosten und Preisen blockiert werden, die nicht die ökonomische und ökologische Wahrheit sagen. Die Bundesregierung musst aufhalten die vielen Aktivitäten zur Energiewende durch Arbeitsverweigerung zu blockieren.


[01.11.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 385.18 / 01.11.2018

Spitzenleistung der Erneuerbaren besser nutzen: Bundesregierung muss Blockade der Energiewende beenden

Zur heutigen (01.11.) Pressekonferenz von ARGE Netz und SH Netz zum Start der ENKO Plattform sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Bei hoher Erzeugung Erneuerbarer Energien macht das Zuschalten von Lasten sehr viel mehr Sinn als das Abschalten von Erneuerbaren Energieanlagen. Auch in einem gut ausgebauten Netzzustand wird es immer wieder Zeiten geben, in denen die Erneuerbaren regional kurzfristig mehr Strom liefern als das Netz ohne intelligente Steuerung aufnehmen kann. Technisch ist es einfach möglich, dieses Potential einfach zu nutzen.

Auf der Plattform ENKO bieten Stromverbraucher*innen Lasten an, die die Netzbetreiber nutzen können, um vor einem Netzengpass das Abschalten von Erneuerbarer Energien zu vermeiden. Die Windräder drehen sich also weiter, speisen den Strom aber nicht ins überregionale Netz ein: Sie leiten ihn vorher an lokale Verbraucher*innen weiter, die Wasserstoff oder Wärme produzieren oder allgemein kurzfristig ihre Leistung zum Beispiel in industriellen Anlagen steigern. Dadurch können Erneuerbare Energien vollständiger genutzt und an anderer Stelle Emissionen vermieden werden. ENKO hat also das Potential, die Effizienz und die Klimaschutzwirkung der Erneuerbaren nochmals zu verbessern.

Das im Forschungsprojekt NEW 4.0 entworfene Projekt macht die Chancen einer besseren Synchronisation von Energieangebot und Nachfrage möglich. Das Projekt ENKO macht deutlich: Unternehmen wollen es, Verbraucherinnen wollen es und die Technologien sind zum Teil schon lange marktreif. Eine falsche Abgabenpolitik kann dauerhaft nicht mit Subventionen korrigiert werden.

Es ist überfällig, dass die Bundesregierung endlich durch eine sachgerechte CO2 Bepreisung und eine längst überfällige Reform von EEG Umlagen und Netzentgeld ihre Blockade der Energiewende beendet.


[04.10.2018 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 365.18 / 04.10.2018

Energiewende und Schallschutz lassen sich nicht gegeneinander ausspielen

Zur heutigen (4. Oktober 2018) Pressekonferenz von Gegenwind e.V. zur Lärmbelastung durch Windkraftanlagen sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Vorwürfe entbehren jeder Grundlage. In Schleswig-Holstein wurden die Hinweise der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz zur Umsetzung der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm als Erstes in einem Erlass umgesetzt. In keinem anderen Bundesland außer in Schleswig-Holstein wurden bisher Bestandsanlagen miteinbezogen. Ein wirksamer Schallschutz steht in der alten wie in der neuen Landesregierung außer Frage.

Besonderes nach den letzten Jahren mit immer häufigeren Wetterextremen mit monatelangen Dürren und Dauerregen ist eigentlich bei vielen im Land zwischen den Meeren die Erkenntnis gereift, dass der Klimawandel bei uns angekommen ist. Die Energiewende und der Klimaschutz müssen konsequent umgesetzt werden. Da hilft es nichts, wenn man meint, mit weniger Flächen das Ziel von zehn Gigawatt Windstrom in 2025 umsetzen zu können. Die im jetzigen Entwurf der Landesplanung für Windenergie vorgesehen knapp zwei Prozent der Landesfläche werden kaum reichen, um das Energieziel 2025 zu erreichen.