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[08.03.2019 | Kein Kommentar]

Rede zu Drucksache 19/1312 Plenum 06.-08.03.2019

Energiewendeforschung

Energiewende: bei Innovation und Umsetzung einen Gang hochschalten

Forschung für Energiewende ist in Schleswig-Holstein nicht neu.
Mit dem legendären Growian (Großwindanlage) wurde Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre in der Trägerschaft der Atomkonzerne, bezahlt mit Forschungsmitteln des Bundes, eine Großwindkraftanlage im Kaiser-Wilhelm-Koog erstellt.
Sie hatte die theoretische Leistung von 3MW.

Das liegt im Durchschnitt der heute errichteten Windkraftanlagen. Aber mit ganzen 420 Stunden hat sie nie nennenswert Strom erzeugt. Ein Feigenblatt der damaligen Elektrizitätswirtschaft.

Vom damaligen RWE Vorstand Günther Klätte, wie auch vom Bundesfinanz- und Forschungsminister Matthöfer sind öffentliche Bekundungen überliefert, dass man es ja nur machen würde, um zu beweisen, dass es nicht geht.
Ein pädagogisches Modell um zur Abkehr vom Glauben an die Erneuerbaren zu bewegen. Das hat aber zum Glück nicht geklappt.

Bei uns im Norden haben sich Erneuerbare Energien mit viel mittelständischem Forscher- und Pioniergeist aus kleinen Anlagen heraus zu der Leistung und Effizienz entwickelt in der wir sie heute kennen und weit über der des GROIAN liegen. Die Energiewende ist eine zentrale Herausforderung für Forschung und Wissenschaft.

Kreative Köpfe aus Wissenschaft, Technik und Handwerk im Land entwickeln mit ihren Ideen hervorragende Lösungen.
Ich danke der Landesregierung und dem Minister für ihren Bericht zur Energieforschung aber auch denen, die sich engagieren, den Innovationstreibern den Weg zu den Netzwerken und auch Unterstützungen zu ebnen.

So z. B. mit Mitteln auf Basis der Regionalen Innovationsstrategie mit Co Finanzierung aus EFRE oder Landesmitteln.
Energieforschung in Schleswig-Holstein ist getragen von über 90 führenden Köpfen und vielen engagierten Mitarbeiter*innen an den Forschungsprojekten und Studiengängen zu Energie und Klimaschutz an Hochschulen und Forschungsinstituten.
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[07.03.2019 | Kein Kommentar]

Die Wärmewende ist ein wichtiger Teil der Energiewende, ohne sie kann es keinen Klimaschutz geben.

Die Landtagsfraktion der Grünen in SH, lädt Sie herzlich zu folgender Veranstaltung am Dienstag, den 02. April ein.

„Energiewende Europäisch – Wärme aus Erneuerbaren in Dänemark und Schleswig-Holstein“

Dienstag 02.04.2019 – 18.00 Uhr – Landeshaus Kiel, Düsternbrooker Weg 70, Schleswig-Holstein-Saal

Gerne dürfen Sie diese Einladung in Ihrem Bekanntenkreis teilen.

Wir freuen uns Sie begrüßen zu dürfen!


Einladung

In Schleswig-Holstein wollen wir den Anteil der erneuerbaren Wärme von derzeit 14% auf mindestens 22% bis 2025 erhöhen.

In Dänemark liegt der Anteil heute bereits bei etwa 50%. Damit wir die Klimaziele erreichen, müssen bis 2050 100 % des Energieverbrauches erneuerbar sein.

Was können wir von unseren europäischen Nachbarn lernen?

  • 18.00 Uhr Begrüßung

Bernd Voß, MdL, Energiepolitischer Sprecher, Landtagsfraktion Grüne SH

  • 18.10 Uhr Erfolge und Herausforderungen der Wärmewende in DK

Morten Jordt Duedahl, Danish Board of District Heating

  • 18.40 Uhr Erfahrungsbericht aus Projekten in Schleswig-Holstein

Peter Bielenberg, Energiemanufaktur Nord

  • 19.00 Uhr Förderung im Rahmen der Energie und Klimaschutzinitiative – EKI

Alexandra Oboda, Investitionsbank Schleswig-Holstein, IB.SH Energieagentur

  • 19.30 Uhr Diskussion: Was bringt die Wärmewende in SH in Schwung?

Mit Tobias Goldschmidt (MELUND),

Anke Cornelius-Heide (Bürgermeisterin Meldorf),

Morten Jordt Duedahl, Peter Bielenberg, Alexandra Oboda

  • 20.00 Uhr Schlusswort und offener Ausklang bei kleinem Imbiss

Ich freue mich auf den Austausch!

Bernd Voß

Hier finden Sie den Flyer/die Einladung als pdf: Einladung Energiewende DK1

Wir bitten für die Vorbereitung um Anmeldung unter fraktion {at} gruene.ltsh(.)de oder Tel. 0431-9881500

Haben Sie wegen des Einlasses im Landtag bitte den Personalausweis dabei.

Mehr Infos als pdf: Einladung Energiewende DK2


[06.03.2019 | Kein Kommentar]

Einladung

Mittwoch, den 13. März 2019, ab 18.00-20.00 Uhr im Landtag, R 108

Düsternbrooker Weg 70, Kiel

Bürger*innen bringen Tempo in Klimaschutz und Energiewende

Im Gespräch: Gäste der Heinrich Böll Stiftung SH aus der Ukraine, Japan und Weißrussland

Wladimir Sednjow, Kazumi Kusanox und Tatjana Romanowna Sementschky

Vertreter*innen von #fridaysforfuture

und dem: Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen (BEI SH)

Hintergrund:

In der 2. Märzwoche, 11.3.-16.3., ist wieder eine Gruppe der Heinrich Böll Stiftung aus Fukushima und Tschernobyl zu Gast in Schleswig-Holstein. Es sind mit Dolmetschern und Betreuern 10 Personen. Sie besuchen vormittags mit einem umfangreichen Angebot Schulen im Land.

Am Nachmittag und Abend finden dann verschiedene Gespräche und öffentliche
Veranstaltungen statt. Bei uns die Frage: Wie schaffen wir es pünktlich, die vereinbarten Ziele des Pariser Klimaabkommen sowie den Atomausstieg umzusetzen und dabei die Gesellschaft mitzunehmen?

Gäste sind herzlich willkommen.

Um Anmeldung wird gebeten, an: <bernd.voss {at} gruene.ltsh(.)de>

Da der Landtag Veranstaltungsort ist, bitte den Ausweis dabei haben.


[13.02.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 054.19 / 13.02.2019

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 1A – Regierungserklärung zu den Küstenschutzmaßnahmen des Landes und einer Strategie für die Ostküste

Dazu sagt der küstenschutzpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Deiche und Erneuerbare Energien gehören zu unserem Land

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Weltklimarat hat im Oktober letzten Jahres im Vorfeld des Weltklimagipfels einen Sonderbericht herausgegeben, in dem er darstellt, wie unsere Welt bei einer globalen Erwärmung um 1,5°C aussehen könnte. Selbst bei dieser relativ geringen Erwärmung wird mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 26 bis 77 cm bis zum Ende des Jahrhunderts gerechnet und einem weiteren Anstieg darüber hinaus. Ich zitiere aus dem Bericht:

„Die Instabilität mariner Eisschilde in der Antarktis und/oder irreversible Verluste des Grönland‐Eisschildes könnten einen Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter über einen Zeitraum von hunderten bis tausenden von Jahren zur Folge haben. Die mit dem Meeresspiegelanstieg verbundenen Risiken sind bei 2°C höher als bei 1,5°C. Die geringere Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs bei 1,5°C globaler Erwärmung senkt diese Risiken, wodurch größere Anpassungschancen eröffnet werden, darunter das Management und die Renaturierung natürlicher Küstenökosysteme und eine Stärkung der Infrastruktur.“

Aber ob wir das 1,5°C-Ziel überhaupt einhalten werden, ist fraglich, auch nach Katowice. Eine Verstärkung der Anstrengungen zur Vermeidung des Klimawandels ist dringend geboten. Wer meint, konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel, wie den Umbau der Energiesysteme oder die Verkehrswende, mit wirtschaftlichen Argumenten ablehnen zu müssen, der führe sich vor Augen, welche gigantischen Kosten durch Schäden eines ungebremsten Klimawandels auf uns und vor allem auch kommende Generationen zukommen.

Dieses Denken ist nicht nur falsch, es ist auch nicht nachhaltig. Jeder Euro, den wir heute für Klimaschutz ausgeben, macht sich vielfach bezahlt, wenn dadurch zukünftige Schäden vermieden werden können. Darum brauchen wir einen zügigen Ausstieg aus der Kohle, eine wirksame CO2-Bepreisung und ambitioniertere Klimaziele auch in der EU. Wir müssen es nicht nur leisten, immer höhere Deiche für unsere Sicherheit zu bauen, sondern müssen mit unseren politischen Instrumenten die Energiewende und den Klimaschutz schnell voran bringen.

Wir spüren die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt. Wir zahlen bereits jetzt für Versäumnisse der Vergangenheit. Alle paar Jahre ein Jahrhunderthochwasser, eine Sturmflut oder schwere Sturmereignisse mit Schäden in Millionenhöhe. Das ist der Preis, den wir heute schon zahlen, weil wir an anderer Stelle über unsere Verhältnisse leben, zu viel Kohlendioxyd und andere Klimagase in die Luft jagen. Wir wissen aber: Das ist erst der Anfang dieser Entwicklung. In Schleswig-Holstein sind wir in besonderer Weise vom Anstieg der Meeresspiegel betroffen.
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