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[30.05.2019 | Kein Kommentar]

Wir brauchen schnell eine CO2-Bepreisung, keine CO2-Speicher

Zur Berichterstattung über den Vorschlag aus dem Geomar, CO2 unter der Nordsee zu verpressen, sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Wir brauchen schnell eine CO2-Bepreisung, keine CO2-Speicher. Jeden Freitag mahnen uns hunderte Schüler*innen, endlich aktiv zu werden und das alte System der fossilen Energien Kohle, Erdöl, Erdgas und Atom zu überwinden. Die Energiewende kann nur durch frischen Wind und warme Sonne gelingen.

Wir brauchen den kontinuierlichen Zubau der erneuerbaren Energien und das auch in der Mobilität, der Wärme den industriellen und gewerblichen Prozessen sowie in der Speicherung. Das sind die Technologien und Innovationen, die wir nach vorne bringen sollten.

Wir brauchen kein Schielen auf eine rückwärtsgewandte Technologie, die nicht dazu dient zügig den Ausstoß von Klimaschädlichen Gasen zu reduzieren. So werden nur die die Energiewende ausgebremst, noch unkalkulierbare Risiken eingegangen und die Kosten auf zukünftige Generationen abgewälzt.


[22.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 235.19 / 22.05.2019

Klimaschutz und Schallschutz gehören zusammen und gehen zusammen

Zu dem Zwischenbericht zur Überprüfung von Schallemissionen von bestehenden Windkraftanlagen sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Der Zwischenbericht des Ministeriums macht transparent, dass bei Entwicklung und Verbesserung von Windkraftanlagen seit Jahrzehnten dem Schallschutz höchste Priorität beigemessen wurde. Die Berechnungen für die einzelnen Anlagen zeigen, dass über 95 % auch der Anlagen des Bestandes die Werte der neuen und erheblich verschärften Immissionsschutzvorschriften unterschreiten.

Für die Anlagen, bei denen rechnerisch dieses nicht direkt nachgewiesen wird, sind Messungen vor Ort notwendig. Nur aufgrund solcher praktischen Messungen der Immissionen am Haus können dann die erforderlichen technischen oder betrieblichen Nachbesserungen entwickelt werden. Klimaschutz und Schallschutz gehören zusammen und gehen zusammen.


[17.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 229.19 / 17.05.2019
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Der Rückbau ist eine andere Situation als der Betrieb

Zur Einigung über die reduzierte Einleitung radioaktiver Abwässer in die Elbe sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Ich begrüße, dass es auf Drängen der Bürgerinitiativen und Umweltverbände schon zum jetzigen Zeitpunkt, vor Beginn der umfangreichen Rückbauarbeiten des AKW Brunsbüttel, zu einer Einigung über eine deutliche Reduktion radioaktiver Abwässer in die Elbe gekommen ist.

Der Rückbau ist eine andere Situation als der Betrieb. Die bisher im Verfahren beantragten und möglichen Einleitungen waren der neuen Situation fachlich nicht angemessen.


[17.05.2019 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 222.19 / 17.05.2019
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Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 4 – Änderung des Landesplanungsgesetzes

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Es ist fünf vor zwölf

Sehr geehrte Damen und Herren,

ob bei Sonnenschein oder bei fiesem Nieselregen: jede Woche demonstriert
die junge Generation auch vor unserem Landeshaus. Und das, damit wir
zeitnah und konsequent dem Klimawandel mit einer Umsetzung der
Energiewende begegnen. Damit wir Politiker*innen uns bei diesem
essentiellen Thema nicht nur zu den Zielen der Energiewende und dem
Klimaschutz bekennen, sondern auch handeln. Eigentlich ist das ganz
einfach: Erneuerbare Energie aus Wind und Sonne ist inzwischen zur
kostengünstigsten Energie geworden. Zügig könnten große Kapazitäten
entstehen. Gerade in Schleswig-Holstein ist dies keine Bürde, sondern eine
einzigartige Chance für die Wirtschaft, die Menschen und das Klima. Aber
eines ist klar: Die Uhr tickt, es ist fünf vor zwölf.

Schleswig-Holstein ohne Wind, das gibt es fast gar nicht. Das ist unser
einzigartiger Standortvorteil und deshalb ist die Windkraft neben Sonne
und Biomasse hier bei uns die wichtigste, ausbaufähige Energiequelle.
Zusätzlich zur Stromwende sind Verkehrs- und Wärmewende sowie die
Industriewende die drei wichtigen Säulen der Energiewende. Auf sie setzen
wir Grüne in Sachen Klimaschutz. Und wir müssen sie zusammendenken. Über
eine Sektorenkopplung durch effiziente Technologien. Immer noch sind 86
Prozent unserer Primärenergie fossil oder atomar. Es ist eine große
Herausforderung, diese 86 Prozent in den kommenden 30 Jahren zu 100
Prozent durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Das bedeutet, dass wir
zeitnah die entsprechende erneuerbare Erzeugungsleistung benötigen.

Der Erfolg, der heute schon möglichen technologischen Innovationen im
System der erneuerbaren Energien, hängt maßgeblich davon ab, dass
überhaupt ausreichend produzierter erneuerbarer Strom vorhanden ist, um
zum Beispiel im erforderlichen Maßstab grünen Wasserstoff zu erzeugen. Nur
so können möglichst flächendeckend und in allen Bereichen fossile und
atomare Energien ersetzt werden.
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