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Bauernhöfe statt Agrarfabriken!

5 September 2011 Kein Kommentar

Für eine flächengebundene und artgerechte Nutztierhaltung in bäuerlicher Hand!

Was bedeutet „Agrarfabrik“

Mit dem Slogan „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ wenden wir uns nicht gegen landwirtschaftliche Nutztierhaltung generell. Im Gegenteil, die Bauern und Bäuerinnen sind oft Verursacher und die Leitragenden einer Entwicklung, die scheinbar zwangsläufig zu immer größeren Einheiten bei der Tierproduktion führt.

Von industrieller Tierhaltung oder Agrarfabriken sprechen wir, wenn eine große Anzahl an Tieren unter nicht artgerechten und zum Teil qualvollen Bedingungen gehalten wird und das Futter größtenteils nicht vom tierhaltenden Betrieb stammt.

GRÜNE setzen auf Qualitätslandwirtschaft, die den Bedürfnissen von Tieren, Anwohnern, Verbrauchern und Landwirten gerecht wird.

Rechtliche Grundlagen

Baurecht:

Landwirtschaftliche Bauvorhaben sind nach dem Bundesbaugesetz auch im Außenbereich zulässig. Diese Privilegierung der Landwirtschaft für flächengebundene Tierhaltung ist auch berechtigt.  Sie ist in ihrer heutigen Auswirkung nicht tragbar.

So  gilt sie auch  industrielle  Mastanlagen  ohne  eigene Flächenbewirtschaftung.  Im Bundestag hat sich die Grüne Fraktion für eine Änderung des Baurechts eingesetzt, ist aber am Widerstand von Schwarzgelb, SPD und Linken gescheitert.

Immissionsschutz:

Tierproduktion in dieser Größenordnung ist in besonderer Weise verbunden mit Gewässerbelastung, Geruchsemissionen und anderen umweltschädigenden Einflüssen. Ein zunehmende Gefahr geht auch von mit Krankheitskeimen belasteten Stäuben aus Stallbauten ab einer bestimmten Größenordnung bedürfen daher einer Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. (Mastschweine: 1500, Hähnchen: 30000)

Tierschutz:

Tierschutz ist Staatsziel im Grundgesetz. Das reicht nicht. Die Tierschutzgesetzgebung  lässt  Haltungsbedingungen zu, die Agrarfabriken  möglich machen.

Verbraucherschutz:

Wir wollen, dass VerbraucherInnen mit einer einfachen Kennzeichnung erkennen, wie Fleisch und Milch erzeugt wurde.

Industrielle Tierhaltung konterkariert Entwicklungspolitik

Die Massentierhaltung bei uns konterkariert entwicklungspolitische Zielsetzungen in dreifacher Weise:

  1. Die in in der Tiermast eingesetzten Futtermittel werden in großen Mengen importiert. So erzeugen wir in Europa nur 30% unseres Bedarfs an Eiweißfuttermittel. 50 Mill ha beanspruchen wir  für den Futtermittelbedarf  weltweit zusätzlich. So entstehen auch in Entwicklungsländern großflächige Monokulturen für unsere Fleischerzeugung. Die heimische Nahrungsmittelerzeugung in den Exportländern weicht zurück.
  2. Mit unserem hoher Fleischkonsum heizen wir u.a. durch Urwaldrodung   den Klimawandel weiter an.
  3. Dumping-Fleischexporte zerstören die Märkte in Entwicklungsländern.
  4. Überschwemmungen und Wirbelstürmen.

Was können Sie tun?

Wenn in Ihrer Nähe eine große Mastanlage geplant ist und Sie sich betroffen fühlen, haben Sie das Recht auf Information auf der
Grundlage des Umweltinformationsgesetzes. Wenden Sie sich an ihre GemeindevertreterInnen, die ihnen über den Planungsstand des Vorhabens Auskunft geben sollten. Als Anlieger haben Sie außerdem das Recht auf Einsichtnahme in die Bauantragsunterlagen.

Ihre Bedenken können Sie durch eine schriftliche Einwendung geltend machen. Bei größeren Anlagen gibt es außerdem in der Regel einen öffentlichen Erörterungstermin.

Bundesweit besteht bereits ein Netzwerk aus Bürgerinitiativen, Bauernorganisationen, Umwelt- und Tierschutzverbänden. Dort können Sie weiterführendes Infomaterial und rechtliche Hinweise bekommen.
Siehe unter: www.bauernhoefe-statt-agrarfabriken.de

 

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