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Agrarindustrielle Struktur Ursache des Dioxins in Bioeiern

25 Mai 2010 Kein Kommentar

Anlässlich der Dioxinfunde in Bioeiern in Niedersachsen und Westfalen weist der agrar- und verbraucherpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Bernd Voß auf bedenklich agrarindustrielle Auswüchse im ökologischen Landbau hin. 

Die vermutliche Ursache der Dioxinbelastung seien Mischfutter-Lieferungen niederländischer Futtermittelkonzerne wie ForFarmers/Bela und Reudink/Nutreco, die unwissentlich den offenbar dioxinbelasteten und dennoch biozertifizierten Billig-Mais aus der Ukraine bezogen hatten. Nach Angaben eines Herstellers haben auch noch weitere Unternehmen diesen Mais im Januar aus einer 2500-Tonnen-Schiffslieferung bezogen, so dass weitere Dioxinfunde und auch zeitweilige Betriebssperrungen nicht auszuschließen seien. Die Futtermittelcharge ist nach Auskunft des Bundesamtes für Verbraucherschutz außer in Holland in neun Bundesländern verbracht worden.

„Die Verbraucher erwarten bei Bioeiern nicht nur eine artgerechte Haltung“, so Bernd Voß. „sondern selbstverständlich auch die Fütterung mit betriebseigenen oder heimischen Futtermitteln.“

Wenn sich auf dem Biomarkt und bei den Bio-Zulieferern neben „bäuerlichem Bio“ zunehmend auch eine Sparte „Billig-Bio“ oder sogar „Agrarindustrie-Bio“ etabliere, dann gerate das gesamte Image des Biolandbaus und auch der bäuerlich wirtschaftenden Biobetriebe in Gefahr.

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